Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 10. Februar 2017 * Die Anbaufläche für Nachwachsende Rohstoffe in Deutschland lag mit 2,7 Millionen Hektar im Jahr 2016 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Dies entspricht rund 16 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche, auf welcher Biomasse produziert wurde. Die Landwirtschaft liefert damit gemeinsam mit den Forstwirten Deutschlands die mengenmäßig wichtigsten erneuerbaren Energieträger. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) erhebt im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft jährlich die Anbauzahlen landwirtschaftlich genutzter Flächen.

Auf knapp 1,5 Millionen ha der Fläche für Nachwachsende Rohstoffe wurden Energiepflanzen für Biogasanlagen angebaut. Mais wuchs auf etwa zwei Drittel davon. Weitere Energiepflanzen wie Gräser, Getreide und Rüben nahmen ein Drittel der Fläche ein. Die Durchwachsene Silphie als Biogassubstrat wurde auf 800 ha angepflanzt.

Für Biokraftstoff nutzten Hersteller überwiegend heimische Pflanzen wie Raps, Getreide und Zuckerrüben. Diese wurden auf ca. 960.000 ha angebaut. Bei der Herstellung von Biokraftstoffen fallen zudem Koppelprodukte an, welche als Futtermittel genutzt werden und Soja-Importe reduzieren.

Zur Gewinnung von Industrierohstoffen wurden 300.000 ha des heimischen Ackers genutzt. In diesem Bereich dominiert Rapsöl für technische Zwecke mit 122.500 ha sowie Industriestärke mit einer Anbaufläche von 108.000 ha. Zuckerrüben für Industriezucker wuchsen auf 16.000 ha und Arznei- und Färbepflanzen auf ca. 12.000 ha. Der Anbau von Faserpflanzen wie Hanf ist im letzten Jahr wieder gestiegen.

Die Pressegrafiken mit Anbauzahlen und Grafiken zur energetischen und stofflichen Nutzung stehen unter https://mediathek.fnr.de zur Verfügung.