Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 01. Februar 2016 (*cli*) Am 21. Januar 2016 fiel auf der internationalen Grünen Woche 2016 in Berlin der Startschuss zum Bundeswettbewerb „Bioenergie-Kommunen 2016“. Initiator des Wettbewerbs ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Koordination wird von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) übernommen. In Deutschland existieren bereits weit über 100 Bioenergiedörfer. Ihre Konzepte werden meist mit großem Bürgerengagement entwickelt. Nun sollen diese Erfahrungen auch an größere Kommunen und Städte weitergetragen werden.

 

Das BMEL zeichnete in der Vergangenheit bereits neun Bioenergiedörfer aus. Auch dieses Mal werden wieder drei besonders innovative Bioenergie-Kommunen ausgezeichnet. Die prämierten Kommunen sollen eine Vorbildfunktion für die Entwicklung im ländlichen Raum sowie die regionale Nutzung von Biomasse übernehmen. Die drei Gewinner erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 10.000 €, welches für die Weiterentwicklung der Bioenergie-Kommunen verwendet werden soll. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt im Januar 2017 auf der internationalen Grünen Woche in Berlin.

Ziel des Wettbewerbs ist es, besonders gelungene Ansätze zur Erzeugung und Nutzung von Bioenergie im ländlichen Raum auszuzeichnen. Das Engagement in den Bereichen Energie-, Land- und Forstwirtschaft, der gesellschaftliche Einsatz, sowie die touristische Multiplikatorfunktion von Bioenergie-Kommunen sollen so öffentlich bekannt gemacht werden. Außerdem soll der Wettbewerb einen Anstoßgeben Vorbehalte abzubauen. Zudem sollen durch die Präsentation von Kommunen mit Vorbildfunktion die Themen Bioenergie aus nachwachsenden Rohstoffen, klimafreundliche Energieversorgung, nachhaltige kommunale Entwicklung und integrierte gesellschaftliche Prozesse in der Öffentlichkeit Beachtung finden.

Kriterium für eine Bewerbung von Dörfern und Ortsteilen ist, dass sie ihren Strom- und Wärmebedarf jeweils zu mindestens 50 Prozent aus regionaler Bioenergie decken. Im ländlichen Raum haben sich die einzelnen Bioenergiedörfer schon lange als Wegbereiter der Energiewende etabliert, daher wird 2016 noch einen Schritt weiter gegangen. Erstmals können auch Bioenergiestädte oder –stadtteile am Wettbewerb teilnehmen. Hier gilt, sie müssen sich zu mindestens 30 Prozent mit regionaler Bioenergie versorgen. Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Jury. Bewertet werden neben dem Versorgungsgrad mit Bioenergie auch die intelligente Nutzung von Biomasse in Systemen mit anderen erneuerbaren Energien. Des Weiteren sind Effizienz, Nachhaltigkeit, Innovation, regionale Wertschöpfung durch Bioenergie sowie die Beteiligung der Bevölkerung an den Bioenergieprojekten von Bedeutung.

Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.bioenergie-kommunen.de. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2016.

 


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