Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


DSC 0518C.A.R.M.E.N. e.V. besucht Jurapsmühle in Mühlhausen

Straubing, 26. September 2014 * (cli) * Am Dienstag, den 23. September 2014 fand in Mühlhausen in der Oberpfalz die Presseankündigung zum neuen Förderprogramm „RapsTrak200“ statt. Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie präsentierte gemeinsam mit Staatssekretär Albert Füracker erstmals das Investitions-Förderprogramm für pflanzenöltaugliche Maschinen der Land- und Forstwirtschaft.

Nach einer kurzen Begrüßung der Teilnehmer und der über 70 Ehrengäste durch Gerhard Waldmüller, Vorsitzender des ansässigen Maschinenrings, ging dieser kurz auf die Rahmenbedingungen des neuen Förderprogramms ein. Er betonte, dass immer weiter dafür gekämpft werden müsse, die Erneuerbaren Energien zusammenzuführen und weiterzubringen. Aus dem landwirtschaftlichen Produkt Raps sei neben der Kraftstoffgewinnung auch der Rapskuchen interessant, denn dieser stelle ein ideales Eiweißfuttermittel für die Tierhaltung dar. Im Anschluss übergab er das Wort an Ministerin Aigner, die Details zu dem Förderprogramm bekanntgab.

Mit einem Volumen von 1,5 Mio. Euro werden neben Neuanschaffungen von serienmäßig für den Betrieb mit Rapsöl freigegebenen Traktoren auch Umrüstungen durch autorisierte Werkstätten gefördert. Die Förderhöhe von maximal 7.500€ pro Maßnahme ist auf 200 Förderfälle begrenzt und erstattet maximal 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Gefördert werden land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Lohnbetriebe, Maschinengemeinschaften im Freistaat Bayern. Als zugelassener Kraftstoff dient Rapsölkraftstoff nach DIN 51605, Pflanzenölkraftstoff nach DIN SPEC 51623 und Diesel nur als Start-/Spülkraftstoff in Zwei-Tank-Systemen oder im Winterbetrieb. Weitere Voraussetzung für das Programm ist eine Wartung gemäß Herstellervorgaben über mindestens zwei Jahre.

Ilse Aigner erinnerte daran, dass die ersten Ideen zu Bio-Kraftstoffen vor 30 Jahren entstanden seien, bedankte sich bei Albert Füracker für die Mithilfe und die Bereitstellung der Mittel und übergab das Wort an ihn. Staatssekretär Albert Füracker sieht die Landwirtschaft als moderne Branche und stellte noch einmal den notwendigen ordentlichen Umgang mit den Ressourcen heraus. Er sieht das „RapsTrak200“-Programm als Startschuss für eine gute Zukunft. Günther Felsner, stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Bauernverbands, sieht das Förderprogramm als tragende Säule in der Eiweißstrategie. Man müsse die Weiterentwicklungen der Technik fördern, welche vom Hersteller freigegeben werden und auch die heimische Energie müsse sich durchsetzen und eingesetzt werden. Ein Programm wie dieses schaffe Arbeitsplätze und fördere die regionale Wertschöpfung.

DSC 0432Anträge für das Programm können ab dem 01. Oktober 2014 beim Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing gestellt werden. Die neuesten Technologien dazu werden im November in Herrsching beim Tag der Landwirtschaft vorgestellt. Zusammenfassend sind die Ziele des Programms die Umsetzung einer langfristigen Strategie zum Einsatz von Bio-Kraftstoff in der Land- und Forstwirtschaft, ein Beitrag zum Boden- und Gewässerschutz, sowie die Sicherung der Erzeugung von Nahrungsmitteln durch größere Unabhängigkeit von Mineralölimporten.


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