Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Auch Kleinwindkraftanlagen können sich rechnen, wenn bestimmte Umsetzungsschritte beachtet werden. Welche das sind, erklärt einen neue Broschüre von C.A.R.M.E.N., die über das Internet abgerufen werden kann.Über 70 Teilnehmer beim C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch in Aschaffenburg

Straubing, 17. Dezember 2013 * (mk) * Anfang Dezember 2013 fand in Aschaffenburg ein „Statusseminar Kleinwindkraftanlagen“ statt. Organisiert wurde die mit über 70 Teilnehmern sehr gut besuchte Fachveranstaltung von C.A.R.M.E.N., der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung. Angesprochen waren Interessenten aus dem landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich, vor dem Hintergrund, selbst zum Kleinwindkraftbetreiber zu werden.

Die Veranstaltung thematisierte genehmigungs- und versicherungsrechtliche Rahmenbedingungen des Kleinwindkraftbetriebs sowie dessen Wirtschaft­lichkeits­voraussetzungen. Durch die Präsentationen von verschiedenen am Markt verfügbaren und in der Praxis bewährten Kleinwindkraftanlagen konnten zudem Einblicke in die Anlagenkonzepte mit ihren technischen und wirtschaftlichen Eigenschaften gegeben werden.

In der Begrüßung und thematischen Einführung durch Maria Kopfinger, stellvertretende Leiterin der Abteilung Energie vor Ort bei C.A.R.M.E.N., wurden auch die ersten Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter Kleinwindkraftanlagenbetreibern in Bayern vorgestellt. Die vorläufige Auswertung ergab bereits, dass die Betreiber mehrheitlich zufrieden mit ihren Anlagen sind, jedoch bei den meisten der Selbstversorgungsgedanke gegenüber den wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund steht. Die weiteren Ergebnisse der Umfrage werden Anfang des Jahres 2014 auf der Website von C.A.R.M.E.N. e.V. veröffentlicht.

Einen Überblick über technische und wirtschaftliche Voraussetzungen für einen zufriedenstellenden Kleinwindkraftbetrieb gab anschließend Kleinwind-Beraterin Vanessa Sigel von C.A.R.M.E.N. Der Fokus sollte dabei auf einer sorgfältigen Standortsuche, dem Eigenverbrauch des Windstroms und dem Einsatz von bewährter Anlagentechnik von seriösen Anbietern liegen.

Über die Genehmigungspraxis von Kleinwindkraftanlagen referierte Matthias Simon, LL.M., Kanzlei Becker Büttner Held. Die Herausforderungen hierbei liegen zum einen in der unterschiedlichen Handhabung von Genehmigungsanträgen durch die einzelnen Bundesländer. Zum anderen kristallisieren sich laut seiner Beratungserfahrung vor allem Natur- und Landschaftsschutzauflagen als hinderlich für die Umsetzung von Kleinwindprojekten heraus.

Sobald die Windkraftanlage in Betrieb ist, könne unter Umständen eine Allgefahrendeckung bzw. einzelne Zusatzversicherungen sinnvoll sein, die z. B. die Risiken von Brand, Blitzschlag oder Ertragsausfällen abdecken.

Abgerundet wurde das C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch durch diverse Anbieter und Hersteller von Kleinwindkraftanlagen, die ihre jeweiligen Produkte anhand wirtschaftlicher und technischer Spezifika vorstellten:

- Roger Schneider, RS-Energietechnik GmbH: WindSpot-Windkraftanlagen und C&F-Windkraftanlagen

- Rolf Weiss, winDual – Windkraftanlagen OutsourcEng Ltd & Co. KG: Tozzi Nord-Windkraftanlagen

- Mersid Huskic, PSW-Energiesysteme GmbH: PSW-Windkraftanlagen

- Maximilian Schäfer, RWG Erdinger Land: Aircon-Windkraftanlagen

Als Resümee der Veranstaltung konnte Folgendes festgehalten werden:

Positiv fielen die durchweg von allen Referenten betonten Grundsätze auf, nach denen ein Kleinwindrad wirtschaftlich, sicher und für den Betreiber insgesamt zufriedenstellend betrieben werden kann. Im Wesentlichen sind dies die sorgfältige Auswahl der Anlage mit Hilfe unabhängiger Zertifizierungs- oder Beratungsinstitutionen bzw. anhand von Referenzanlagen, die Orientierung der Anlagengröße am Eigenstrombedarf und schließlich die eingehende Prüfung des möglichen Standorts hinsichtlich seines Windpotenzials. Um den Veranstaltungsteilnehmern die erläuterten Fakten und möglichen Umsetzungsschritte als Orientierungshilfe mit an die Hand zu geben, wurde abschließend noch die kürzlich veröffentliche C.A.R.M.E.N.-Publikation „Kleinwindkraftanlagen“ verteilt.

Die handliche Broschüre soll dem wachsenden Interesse an der Kleinwindkraft Rechnung tragen, das sich derzeit vor allem im landwirtschaftlichen Bereich und bei Gewerbebetrieben entwickelt. Sie bietet potenziellen Betreibern, insbesondere solchen mit zahlreichen, durchgängig arbeitenden Stromverbrauchern, bei der erfolgreichen Umsetzung eines Kleinwindprojektes Unterstützung. Das Dokument kann im pdf-Format auf der Internetseite von C.A.R.M.E.N. (www.carmen-ev.de) heruntergeladen oder als Druckversion kostenfrei bestellt werden.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 4.100 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel.: 09421/960-349