Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Veranstaltung zur "Nachhaltigen Beschaffung in der öffentlichen Verwaltung"Nachhaltige Beschaffung in der Verwaltung

Straubing, 13. Dezember 2013 * (je) * Am 11. Dezember 2013 fand im Verwaltungszentrum der Stadt Augsburg ein Fachgespräch zum Thema „Nachhaltige Beschaffung in der öffentlichen Verwaltung“ statt.

Die mit 30 Teilnehmern gut besuchte Fachveranstaltung wurde von C.A.R.M.E.N., der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung organisiert und richtete sich an Entscheidungsträger und Interessierte in Städten, Gemeinden, Landkreisen sowie öffentlichen Einrichtungen.

Wer sich mit der Materialbeschaffung für Büroeinrichtungen oder auch mit dem öffentlichen Bauen beschäftigt und hierfür nachhaltige Kriterien heranziehen möchte, steht oft vor großen Herausforderungen, denn es müssen hierfür mehr Eigenschaften – als nur das Kriterium des günstigsten Preises – einbezogen werden.

Umweltzeichen bieten Orientierung

Vor diesem Hintergrund stellte Projektmanagerin Jutta Einfeldt von C.A.R.M.E.N. zunächst in einem
Einführungsvortrag das Wichtigste über Umweltzeichen und Umweltdeklarationen vor.

Anschließend widmete sich Ralf Grosse von der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern den Voraussetzungen einer nachhaltigen Beschaffung. Er ging in seinem Vortrag auf die rechtlichen Grundlagen ein, die es ermöglichen nachhaltige Aspekte in eine Ausschreibung zu übernehmen. Demnach muss nicht immer dem preislich günstigsten Angebot der Zuschlag gegeben werden, sondern es können bereits in der Ausschreibung soziale oder ökologische Kriterien gefordert sein.

Folgekosten einbeziehen

Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut e.V. in Freiburg unterstrich in ihrem Vortrag Vorstellung eines Lebenszykluskostenrechners, dass Produkte mit niedrigen Anschaffungskosten auf längere Sicht nicht unbedingt die günstigeren Produkte sein müssen. Werden Folgekosten miteinbezogen (z. B. Strom- oder Tonerverbrauch), so erweisen sich häufig vermeintlich teurere, umweltschonendere Geräte über einen längeren Zeitraum als günstiger. Zur Veranschaulichung stellte sie außerdem den vom Ökoinstitut mitentwickelten Lebenszykluskostenrechner vor, der es ermöglicht, mehrere Wettbewerbsprodukte einer Produktgruppe über die Summe aller anfallenden Kosten (von der Herstellung bis zur Entsorgung) zu vergleichen. Sie regte damit die Zuhörer zu intensiven Detailfragen an, die sie fachlich versiert beantwortete.

Naturstoffe bieten Wohnkomfort

Welche Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen es gibt und wofür sie sich eignen, präsentierte Julia Lehmann, Projektmanagerin von C.A.R.M.E.N., für die Bereiche öffentliches Bauen und Sanieren. Dabei betonte sie, dass mit Dämmstoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen ein ideales Wohnklima geschaffen werden kann, da neben dem sommerlichen Wärmeschutz und winterlichem Kälteschutz gleichzeitig für einen guten Lärmschutz sowie für ein optimales Feuchtigkeitsmanagement gesorgt wird.

Abschließend stellte Thomas Wittmann von der Augsburger Holzhaus GmbH aus Gersthofen eine Kindergarten-Erweiterung als Praxis-Beispiel für öffentliche Bauten mit Holz vor. Dieses Konzept überzeugte nicht zuletzt aufgrund seiner schnell und einfach durchführbaren Bauumsetzung, die durch die Vorfertigung der Bauteile in einer Zimmerei möglich wurde. Durch die Holzbauweise konnte außerdem ein angenehmes Raumklima erzeugt werden, das nun den darin betreuten Kindergruppen in optimaler Weise gerecht wird.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 3.300 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel.: 09421/960-349


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