Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


41 2016aC.A.R.M.E.N. e.V. informierte über rechtliche, wirtschaftliche und technische Möglichkeiten und Grenzen

Straubing, 26. Oktober 2016 * Am Dienstag, den 25. Oktober 2016 veranstaltete C.A.R.M.E.N. e.V. in Kooperation mit dem Bayerischen Bauernverband, dem Regionalbüro Süd-Ost des Fachverbands Biogas e.V. und der Bayernwerk AG das Fachgespräch „Stromtanken an Biogas- und Photovoltaikanlagen“ in der Bildungseinrichtung der Bayernwerk AG in Schwandorf. Die rund 50 Teilnehmer der Veranstaltung kamen aus den verschiedensten Bereichen: Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen, insbesondere von Biogas- und Photovoltaikanlagen, Hersteller von EE-Anlagen, Planungsbüros, Berater, Journalisten und engagierte E-Auto-Fahrer.

 

Nach einer kurzen Begrüßung von Hubert Maierhofer von C.A.R.M.E.N. e.V. und den Kooperationspartnern stellte Annette Schwabenhaus das für 2017 geplante Förderprogramm für E-Ladesäulen mit einem Volumen von 300 Mio € vor. Die seit Juni möglichen Förderungen für E-Fahrzeuge werden bisher eher zögerlich angenommen. Beispielhaft stellte sie einige Ladesäulen und Abrechnungsmodelle vor. Marc Bruck, Rechtsanwalt in der Kanzlei Paluka, Sobola Loibl & Partner in Regensburg, erläuterte mögliche Vertragsverhältnisse zwischen dem Stromerzeuger und dem Betreiber der Ladesäulen. Vor dem Betrieb einer Ladesäulen sind bei Biogas- und PV-Anlagen die Auswirkungen auf das EEG zu beachten. Keywan Pour-Sartip von C.A.R.M.E.N. e.V. erwähnte, dass eine Vielzahl von erneuerbaren Stromanbietern um Kunden werben. Bei der Grünstromkennzeichnung sind verschiedene Labels, die von Zertifizierern erteilt werden, auf dem Markt. Sein Kollege, Robert Wagner, sprach in seinem Vortrag über die Wirtschaftlichkeit von Ladesäulen. Diese hängt wesentlich von der Auslastung ab. So ist selbst bei niedrigen Investitionen von etwa 15.000 € eine Auslastung mit 2 Betankungen pro Tag nötig. Zusätzlich ist der Zukauf von Strom nötig, falls die Biogas- oder PV-Anlage nicht in Betrieb ist. Die Vielzahl von Lade- und Betriebssystemen für Ladesäulen wurde von Hubert Maierhofer vorgestellt. Die technische Ausstattung der Säulen muss diese berücksichtigen. Marco Keller von der Unterfränkische Überlandzentrale eG in Lülsfeld, betonte, dass für Energieversorger die Beladung von Ladesäulen eine Möglichkeit durch gesteuertes Laden bietet, z.B. die Stromerzeugung aus Solaranlagen für das Laden von E-Fahrzeugen zu nutzen. Die Kunden wollen in Zukunft verstärkt über das Smartphone bezahlen. Abgerechnet wird meist über Zeit oder über die abgegebene Strommenge. Für die Bayernwerk AG wird die E-Mobilität zu einem bedeutend Teil der Geschäftsstrategie heranwachsen. Hier ist die Vernetzung mit den Besitzern oder Betreibern von E-Fahrzeugen entscheidend, so Michael Weng. Ladesäulen können bei entsprechender Ausstattung auch gut als Werbeplattform genutzt werden. Für Straßenparker lassen sich bereits heute viele Straßenlaternen zu Ladepunkte aufrüsten. Zum Abschluss stellte Florian Junkes, Bürgermeister der Gemeinde Hohenburg, sehr lebendig dar, wie er als Energieberater zu den Erneuerbaren und zur E-Mobilität kam. Bereits heute lässt z.B. ein Renault ZOE einen Benziner oder Diesel bei den Gesamtkosten hinter sich und gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung für die Energiebereitstellung in der Region.

Circa 3.000 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.

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