Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


19. C.A.R.M.E.N.-Forum zur Energiewende mit überwältigender Resonanz

Straubing, 28. März 2012* (schu) * Am Montag, den 26. März fand im Straubinger Herzogschloss das 19. C.A.R.M.E.N.-Forum zum Thema "Energiewende - Wege in die Praxis" statt. 330 Teilnehmer aus allen Bereichen der Energiebereitstellung, Forschung, Lehre und öffentlichen Einrichtungen konnten sich rechtzeitig die begehrten Plätze sichern, bevor aus organisatorischen Gründen ein Aufnahmestopp ausgesprochen werden musste.

Als Eröffnungsredner betonte der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, dass man in den kommenden zehn Jahren den Anteil an Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf 50 Prozent verdoppelt wolle. Da die Potentiale von Biomasse und Wasserkraft bereits weitgehend ausgeschöpft seien, sehe Bayern die größten Zuwachsraten in der Photovoltaik und der Windenergie. Dabei solle die Photovoltaik sich harmonisch in die Landschaft einfügen und planvoll ausgebaut werden. Bei der Windenergie werden vor allem in den windreichen Mittelgebirgslagen exzellente Voraussetzungen gesehen. Erfreulich sei, dass nach anfänglicher Skepsis inzwischen zahlreiche Kommunen von sich aus Standortvorschläge einbringen würden, dabei würden Windparks und nicht ein Wildwuchs von Einzelanlagen angestrebt.

Insgesamt werde sich die Energiewende vorwiegend auf den Flächen der Land- und Forstwirtschaft abspielen, denn die Erneuerbaren Energien seien "Land-Energien", so der Minister. Außerdem komme es auf die Einbindung der Bürger an und somit auf Bürgeranlagen und Geschäftsmodelle, in denen Bürger vor Ort vertreten seien und keine anonymen Investoren. So könnten die Akzeptanz und die Wertschöpfung in der Region verankert werden.

Drei Themenblöcke zur Umsetzung der Energiewende
Anschließend illustrierten auf dem 19. C.A.R.M.E.N.-Forum drei thematische Fachblöcke die Umsetzung der Energiewende.
Im ersten Fachblock "Energiewende planen - das Rüstzeug" beschäftigte sich Prof. Markus Brautsch von der FH Amberg-Weiden mit der Ermittlung von Potentialen und Einsparmöglichkeiten, Robert Wagner von C.A.R.M.E.N. erläuterte wichtige Faktoren bei der Entscheidungsfindung und Birgit Fischer vom Landratsamt Straubing-Bogen referierte zur Bauleitplanung.

Der Umbau der Energieversorgung würde Auswirkungen auf Landschaftsbild und Landnutzung haben, dies sollte die Bevölkerung mittragen. Deshalb befasste sich der zweite Teil mit dem Thema "Energiewende umsetzen: Aufklärung, Akzeptanz und Beteiligung".
Er begann mit einem Referat von Willie Stiehler vom Wissenschaftszentrum Straubing, der seine empirischen Untersuchungen zur Akzeptanz von Biomasseprojekten vorstellte. Ein weiteres Thema war Konfliktmanagement und Öffentlichkeitsarbeit, das von Thomas Turk von der IGLux Witzenhausen erörtert wurde. Dann berichtete Max Riedl vom Genossenschaftsverband Bayern über Bürgerbeteiligungsmodelle.

Der dritte Teil präsentierte "Praxisbeispiele: Pioniere der Energiewende". Dazu zählt die Firma Viessmann, für die der Leiter der Unternehmenskommunikation, Manfred Greis das Energiekonzept vorstellte, das am Firmenhauptsitz in Allendorf bereits sehr erfolgreich umgesetzt wird.
Außerdem berichteten Helmut Amschler, Vorstand der Stadtwerke Grafenwöhr, über das Projekt Neustadt an der Waldnaab und Prof. Dr. Wolfgang Dorner von der Hochschule Deggendorf gemeinsam mit Magister Roland Zink von der Universität Passau über das Projekt integrierte ländliche Entwicklung Zellertal.

Informationen: Eva-Maria Hollweck, C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: contact(at)carmen-ev.bayern.de

Circa 3.100 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel. 09421 - 960-349


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