Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Erfolgreiches Fachgespräch in StraubingErfolgreiches C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch mit 150 Teilnehmern in Straubing

Straubing, 10. April 2014 * (schu) * Am 7. April veranstaltete C.A.R.M.E.N., die bayerische Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung, ein Fachgespräch mit dem Titel „Noch schnell die Flexiprämie sichern? – Chancen und Risiken für Bestandsbiogasanlagen“.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Regionalgruppe Niederbayern des Fachverbandes Biogas e.V. und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) in Straubing durchgeführt und konnte mit gut 150 Teilnehmern, darunter auch vielen Kurzentschlossenen, einen großen Erfolg verbuchen.

Anlass der Veranstaltung war der im März vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Entwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Dieser sieht vor, die erst 2012 ins Leben gerufene Flexibilitätsprämie für Bestandsbiogasanlagen zum 1. August 2014 wieder abzuschaffen. Um mögliche Konsequenzen aus dieser Regelung vorzustellen, aber auch das Thema insgesamt zu beleuchten, wurden diverse Aspekte wie Technik und Wirtschaftlichkeit von den einzelnen Referenten präsentiert.

Zunächst begrüßte Josef Niedermeier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen die Teilnehmer und Referenten und gab eine kurze Hinführung zum Thema, indem er auf den Entwurf des EEG einging.

Anschließend ging Robert Wagner, Abteilungsleiter Biogas und Mobilität von C.A.R.M.E.N., in seinem Vortrag auf die politischen Rahmenbedingungen und die möglichen Folgen für die Betreiber ein. Er riet dazu, die politische Diskussion aktiv zu verfolgen, um ggf. noch schnell in die Flexibilitätsprämie einsteigen zu können.

„Direktvermarktung, Flexibilitätsprämie und Regelleistung“ lautete das Referat von Ulrich Kilburg, Projektmanager bei C.A.R.M.E.N. Kilburg stellte zunächst die Funktionsweise des Strommarkts und des Netzes sowie die Möglichkeiten für Biogasanlagenbetreiber in diesem System dar. Darüber hinaus gab er konkrete Hinweise zur Vorgehensweise beim Einstieg in die Direktvermarktung, Flexibilisierung und Regelleistung.

Daran anschließend gab C.A.R.M.E.N.-Maschinenbau-Ingenieur Hubert Maierhofer einen Überblick über die „Technik der Flexibilisierung“. Insbesondere ging er dabei auf die Themen Teillast- und Intervallbetrieb des BHKW sowie Gasspeicherung ein, auf die bei einer Flexibilisierung besonderes Augenmerk gelegt werden muss.

Im Anschluss gab C.A.R.M.E.N.-Projektmanagerin Melanie Arndt einen Einblick in die Wirtschaftlichkeit der Anlagenflexibilisierung. Grundsätzlich ist die Wirtschaftlichkeit der Anlagenflexibilisierung immer anlagenspezifisch zu betrachten. Günstige Voraussetzungen sind allgemein gegeben, wenn ohnehin ausreichend Gasspeicher vorhanden oder eine Investition geplant ist, die Anschaffung eines weiteren oder neuen BHKW vorgesehen ist, bereits Volleinspeisung stattfindet und die Vorteile durch bessere BHKW-Wirkungsgrade realisierbar sind. Bei einer bestehenden Wärmeverwertung kann auch die Anpassung an den Wärmebedarf der Abnehmer und damit eher eine saisonale Flexibilisierung sehr lukrativ sein.

Abschließend erläuterte Thorsten Grantner von der OmniCert GmbH aus Bad Abbach die „Flexibilisierung aus Umweltgutachtersicht“. Er stellte das Verfahren, sich kurzfristig noch die Prämie nach dem geltenden EEG zu sichern, vor und betonte, dass aus seiner Erfahrung heraus die meisten Biogasanlagen ohne großen Aufwand in der Lage sind, die Vorgaben zu erfüllen.

Die Vorträge können im Internet unter C.A.R.M.E.N. -> Infothek -> Downloads aufgerufen werden.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 3.300 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel.: 09421/960-349


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