Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Ausgebuchtes C.A.R.M.E.N.-FachFachveranstaltung zur Holzvergasung findet große Resonanzgespräch in Passau

Straubing, 25. März 2014 * (ws/mz) * Mitte März fand in Passau ein C.A.R.M.E.N.-Statusseminar zur Holzvergasung statt. Mit über 100 Teilnehmern, die aus weiten Teilen Deutschlands sowie aus Österreich und Luxemburg angereist waren, war die Veranstaltung bereits weit im Vorfeld ausgebucht.

Interesse an Holzgas ungebrochen

Das Interesse an dezentraler umweltfreundlicher Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung ist seit vielen Jahren enorm. Sie bietet die Möglichkeit, bereits in kleinen Leistungsklassen hocheffizient Strom und Wärme aus Biomasse zu erzeugen. Nach Jahren intensiver Forschung und Entwicklung ist nun ein dynamisches Marktwachstum zu verzeichnen: Von 2010 bis 2012 hat sich die Anzahl der Holzvergasungsanlagen mehr als vervierfacht und ist auch aktuell weiter stark ansteigend.

Bei der Holzvergasung handelt es sich um eine junge aufstrebende Technologie mit hohem Zukunftspotenzial, die ihre Experimentierphase inzwischen definitiv hinter sich gelassen hat. Die führenden deutschen Hersteller können mittlerweile über viele Hunderttausend Betriebsstunden berichten und beschäftigen sich intensiv mit der weiteren Optimierung ihrer Anlagen. Des Weiteren wächst auch das Interesse aus dem Ausland kontinuierlich.

Statusseminar bot Überblick

Das im Rahmen der Beratungsinitiative „LandSchafftEnergie“ organisierte Statusseminar bot einen umfassenden Überblick über Holzvergasungsanlagen im Leistungsbereich bis 250 kWel.

Eingangs gab Wolfram Schöberl von C.A.R.M.E.N. einen Überblick über die Technologie der Holzvergasung, die Wirtschaftlichkeitsberechnung für entsprechende Projekte und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Abgerundet wurde dieser allgemeine Teil von Roland Dindaß vom Technologie- und Förderzentrum in Straubing, der das bayerische Förderprogramm BioSol vorstellte, das unter bestimmten Voraussetzungen auch Holzvergasungsanlagen berücksichtigt.

Anschließend waren Repräsentanten von fünf Unternehmen gekommen, um ihre Technologien vorzustellen. Jede der Anlagen hat ihr Alleinstellungsmerkmal. So verfügt die Anlage der Fa. Ligento green power zum Beispiel über eine integrierte Hackschnitzelaufbereitung.

Die Anlage der Stadtwerke Rosenheim, die im Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, ermöglicht einen störungsarmen Betrieb mit besonders niedrigen Emissionswerten.

Die Fa. Spanner Re² kann sich mit etwa 300 verkauften Exemplaren als Marktführer für Hackschnitzel-Holzvergaser im kleinen Leistungsbereich bezeichnen.

Die höchste installierte elektrische Gesamtleistung dagegen erreichen mit 18 MW die Anlagen der Firma Burkhardt, die mit Pellets betrieben werden.

Die abschließend vorgestellten Anlagen der Firma Holzenergie Wegscheid finden sich mittlerweile an Standorten in Deutschland, Italien und Slowenien.

Besorgnis wegen EEG-Novelle

Seitens der Teilnehmer war das Statusseminar durch intensive Nachfragen und konstruktive Diskussionen geprägt. Praktische Fragestellungen wie der Wartungsaufwand der verschiedenen Anlagen, die Wirtschaftlichkeit und die Einbindung in Wärmenetze, aber auch die politische Lage rund um die EEG-Novelle wurden erläutert. Großes Unverständnis wurde darüber geäußert, dass dieser Technologie durch die angedachten Änderungen im EEG im Inland der Nährboden für ihre weitere Entwicklung abrupt entzogen werden soll.

Detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Referaten stehen auf der C.A.R.M.E.N.-Internetseite bereit (www.carmen-ev.de/biogene-festbrennstoffe). Die Vorträge stehen den angemeldeten Teilnehmern über einen Passwort-geschützten Zugang zur Verfügung.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 3.400 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an Ursula Schulte, Tel.: 09421/960-349


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