Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


58 2019 1Straubing, 30. Oktober 2019 * Das Angebot an Liefer- und Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb steigt stetig und unter gewissen Rahmenbedingungen können diese bereits konkurrenzfähig zu üblichen Fahrzeugen sein. Hierzu informierten sich am 22. Oktober knapp 30 interessierte Teilnehmer beim C.A.R.M.E.N.-Fachgespräch „Lieferverkehr mit E-Mobilität?“, welches in Kooperation mit landmobile e.V. in den Räumlichkeiten des Landratsamtes in Mühldorf am Inn stattfand.

Nach einer kurzen Begrüßung – durch Marie-Theres Probst vom Landratsamt Mühldorf sowie Hubert Maierhofer von C.A.R.M.E.N. e.V. – referierte Hans Urban über den Ladevorgang des Elektroautos mit Solarstrom. Er ging dabei auf die Kosten und die verwendete Technik ein, insbesondere bei Eigenstromnutzung aus der Photovoltaikanlage. Hierbei wird der benötigte Strom regional und kostengünstig zur Verfügung gestellt. Urban betonte vor allem die hohe Rentabilität: „Wirtschaftlicher kann eine Photovoltaikanlage nicht betrieben werden.“

Über die zum Fahrzeug und zum jeweiligen Einsatzprofil passende öffentliche Ladeinfrastruktur informierte anschließend Georg Beyschlag von landmobile e.V. Energieversorger betreiben zunehmend öffentliche Ladepunkte sowie die zugehörige Energieinfrastruktur und treten als Energieversorger für mobile Anwendungen auf. Beyschlag berichtete in diesem Zusammenhang unter anderem von seinen persönlichen Erfahrungen mit den verschiedenen Ladepunkten in Deutschland und Europa.

Stefan Dietz von EVUM Motors stellte im dritten Vortrag des Tages das „EVUM aCar“ vor, ein mit Allrad- und Elektroantrieb betriebenes Nutzfahrzeug. Das E-Mobil mit einer Reichweite von bis zu 200 km verfügt sowohl über ein Solarpanel zur Unterstützung der Batterie als auch eine große Ladeplattform mit einer maximalen Zuladung von 1.000 kg. Zudem wurden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten in Bereichen der Landwirtschaft, Industrie und kommunalen Gebiete dargestellt. Dietz berichtete im weiteren Verlauf von Feldversuchen in Deutschland und Ghana, denn der E-Transporter sollte selbst in den ärmsten Ländern der Welt finanzierbar und herstellbar sein. Nach Aussage des Referenten sei dieses Nutzfahrzeug vor allem eines: „one for all“.

58 2019 2Ergänzend hierzu referierte Heiko Fleck spontan in einem kurzen Vortrag von den Möglichkeiten sämtliche Fahrzeuge mit Elektroumbausätzen umzurüsten. Als Praxisbeispiel dazu diente ein bereits umgebauter E-Kleintransporter.

Im Anschluss an die Vorträge stellten mehrere Händler und Hersteller verschiedene Fahrzeuge mit Elektroantrieb vor, unter anderem das „EVUM aCar“. Während der Ausstellung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Fahrzeuge genauestens unter die Lupe zu nehmen und sich mit den Referenten und anderen Interessierten über die Technik und Möglichkeiten dieser Mobile und der Elektromobilität im Allgemeinen auszutauschen.

Circa 2.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.


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