Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


11 2019 2Ausverkauftes C.A.R.M.E.N.-Forum beschäftigt sich mit den Möglichkeiten Erneuerbarer Energien

Straubing, 19. März 2019* Am Montag, den 18. März 2019 fand im Straubinger Rittersaal das bereits 26. C.A.R.M.E.N.-Forum statt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Erneuerbaren Strom gewinnbringend nutzen" war mit 270 Teilnehmern ausverkauft. „Es geht um etwas ganz Zentrales!", machte Staatssekretär Roland Weigert in seinem Eröffnungsvortrag deutlich, denn „Es geht um unsere Zukunft!"

Das Forum begann mit Grußworten von MDirig a. D. Georg Windisch, Vorstandsvorsitzender von C.A.R.M.E.N. e.V., Maria Stelzl, zweite Bürgermeisterin der Stadt Straubing und Josef Laumer, Landrat des Landkreises Straubing-Bogen. Windisch betonte, wie wichtig die Entwicklung von Strategien für Erneuerbare-Energie-Anlagen ist. Es gebe bereits bestehende Ansätze, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Anlagen auf dem Markt operieren können. Diese müssen weiterentwickelt werden und auch neue Vermarktungs- und Nutzungskonzepte sollen entstehen. Dass dieses Thema aktuell ist und die Branche beschäftigt, sei durch das enorme Interesse am diesjährigen Forum erkennbar, so Windisch.

Im Anschluss an die Grußworte sprach Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, den Eröffnungsvortrag in Vertretung für Herrn Staatsminister Hubert Aiwanger. In der Energiewende, betonte Weigert, sei die Akzeptanz der Schlüssel zum Erfolg. Die Akteure müssen sich der emotionalen Wahrnehmung der Bevölkerung stellen. Die dezentrale Energieversorgung biete eine neue Chance, die Bürger, Unternehmen und Kommunen mit einzubinden. „Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe", so Weigert. Dabei sei es notwendig, die Potenziale im Bereich der Erneuerbaren Energien auszuschöpfen. Wichtig sei auch, die Flexibilität zu gewährleisten. Dabei könne Power-to-Gas genutzt werden, wodurch die Gaskraft als Schutzschirm für die Erneuerbaren Energien eine umfangreiche Stromversorgung abdecken könne. Außerdem benötigen Erneuerbare Energien Perspektiven für die Zeit nach dem Ablaufen der Förderperiode im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Dieses sichert für 20 Jahre eine feste Vergütung. Demnächst läuft diese Vergütung bei manchen Anlagen aus. „Wir müssen verhindern, dass die Anlagen stillgelegt oder abgebaut werden", machte Weigert deutlich. Investitionen in die Erneuerbaren müssen sich lohnen. „Lassen wir uns in der Energiewende Tatendrang walten", rief Weigert auf. „Es geht um etwas ganz Zentrales. Es geht um unsere Zukunft!"11 2019

Das Programm wurde in drei Fachblöcke gegliedert. Im ersten Fachblock beschäftigten sich drei Referenten mit den Perspektiven für die erneuerbare Stromvermarktung. Wird eine Post-EEG-Strategie benötigt? Diese Frage stellte sich Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. Als zweiter Referent behandelte Dr. Hartwig von Bredow die Rechtsrahmen und Konzepte für Stromvermarktung, Eigenversorgung und Power-to-X. Den abschließenden Vortrag des Vormittagsblocks hielt Dr. Johannes Hilpert von der Stiftung Umweltenergierecht. Hierbei wurden die rechtlichen Aspekte von Power Purchase Agreements (PPA), eine Art Stromliefervertrag, dargelegt.

Am Nachmittag war die Speicherung von Strom Thema der Vorträge. Zunächst informierten Markus Lieberknecht und Dr. Melih Kurt von der TenneT TSO GmbH über die Einbindung von Speichern und Photovoltaik-Anlagen für ein flexibleres Stromnetz. Es folgte ein Vortrag über die Vorteile der E-Mobilität als Baustein der Energiewende von Rita Haas und Daniel Eisel von LandSchafftEnergie am Technologie- und Förderzentrum. Über die Entwicklungen bei Speichertechnologien sprach Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger von der Hochschule Landshut.

Im letzten Vortragsblock beschäftigten sich die Referenten mit der Vermarktung, Lieferung und dem Verbrauch von dem erneuerbar erzeugten Strom. So sprach Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy eG über die Weiterentwicklung der Direktvermarktung in Form von PPAs. Mit der Steigerung des Eigenverbrauchs durch Batteriespeicher oder Wärmepumpe beschäftigte sich Dr. Sebastian Bolay, DIHK – Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. Im letzten Vortrag des Tages stellte Lucas Schmeling von der KEHAG Energiehandel GmbH die Möglichkeit des Energieaustauschs unter Nachbarn vor.

Die Teilnehmer des C.A.R.M.E.N.-Forums nutzten die Gelegenheit und stellten den Referenten und Experten zahlreiche Fragen und diskutierten über die vorgestellten Strategien und Möglichkeiten.

Circa 4.500 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.

 


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