Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


05 2019 1Regensburg, 20. Februar 2019 * Bei der gemeinsamen Veranstaltung von C.A.R.M.E.N. e.V. und der Regierung der Oberpfalz am Mittwoch, den 13. Februar 2019 informierten sich rund 70 Teilnehmende über das Thema „Energiewende in der Verwaltung“. Neben nachhaltiger Beschaffung, Ressourceneinsparung im Büro und Mitarbeitersensibilisierung standen vor allem die Möglichkeiten der Elektromobilität im Fokus. Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit, sich rege über Herangehensweisen, Tipps und Kniffe für mehr Nachhaltigkeit in der eigenen Verwaltung auszutauschen.

Angesichts aktueller Entwicklungen rücke die Energiewende wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit, betonte Christoph Reichert, Regierungsvizepräsident der Oberpfalz, in seinen Grußworten. In diesem Sinne ermunterte er die anwesenden Entscheidungsträger, die Themen Energiewende und Klimaschutz sprichwörtlich „hoch zu hängen“. Bereits mit kleinem Einsatz könne man bisweilen viel erreichen, motivierte Regierungsvizepräsent Reichert die Anwesenden.

Ähnlich fasste es der Bürgermeister der Stadt Regensburg, Jürgen Huber, in seinen Grußworten zusammen. Unbestreitbar sei der Klimawandel bereits da. Statt zu resignieren könne man diesen auch zum Anlass nehmen, um die Welt besser zu machen. Zum Beleg nannte er einige positive Beispiele aus der Region. Aktiv werden müsse man ohnehin, da könne man die Probleme auch mit Freude und Kreativität anpacken, animierte Huber.

05 2019 2Tolle Ergebnisse für die Energiewende kann das Finanzamt Landshut vorweisen, seit dem sich Wilhelm Forster mit einem eigens eingerichteten „Energieteam“ für das Einsparen von Energie und Ressourcen einsetzt. Bereits mit einfachen technischen Maßnahmen konnten laut Forster erhebliche Stromeinsparungen von mittlerweile 37 Prozent im Vergleich zu 2014 erzielt werden! Fast noch wichtiger als die Anschaffung von Bewegungsmeldern, Steckerleisten & Co. sei jedoch die stete Sensibilisierung der Mitarbeiter durch gezielte Aktionen, wie einem Energietag, Vorträgen und Ausstellungen.

Jutta Einfeldt von C.A.R.M.E.N. e.V. machte in ihrem Vortrag deutlich, dass zur Energie- und Ressourcenwende in der Verwaltung auch die nachhaltige Beschaffung von Büromaterialien zähle. Mittlerweile gebe es viele Alternativen zu herkömmlichen Produkten. Die vermeintlich höheren Anschaffungskosten würden oft durch eine höhere Langlebigkeit wettgemacht, gab Einfeldt zu bedenken.

Besonderen Bedeutungszuwachs hat in den letzten Jahren die E-Mobilität gewonnen. Stephan Korb vom Ingenieurbüro ip³ aus Weiden zeigte, welche Aspekte für einen strukturierten Ausbau der Elektromobilität von Bedeutung sind. Als E-Mobil-Nutzer konnte er dabei auch von seinen eigenen Erfahrungen berichten. Von positiven Erfahrungen berichtete auch Bürgermeister Martin Birner der Stadt Neunburg vorm Wald. Hier ist seit 2018 ein E-Mobil bei der Stadtreinigung effektiv im Einsatz. Dr. Guido Weißmann von Bayern Innovativ machte deutlich, dass Deutschland trotz der vergangenen Entwicklungen im internationalen Vergleich noch einiges nachzuholen habe. In den drei Vorträgen wurde ersichtlich, dass es viele Fördermöglichkeiten für die entsprechende Infrastruktur gibt und diese nicht rein monetärer Natur sein müssen.

Um weitere Fördermöglichkeiten für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz ging es bei Sebastian Zirngibl von der Energieagentur Regensburg e.V. In seinem Vortrag brachte er Licht in den „Förderdschungel“. Häufig bestehe die Herausforderung weniger darin eine Förderung zu erhalten als vielmehr das geeignete Programm zu ermitteln.

Die Teilnehmenden gingen mit vielen Ideen und Anregungen nach Hause. Während der Veranstaltung wurde deutlich, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie und Ressourcen einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Circa 3.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.


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