Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


11 2018Straubing, 8. März 2018 * Seit 2003 veranstaltet die Regionalgruppe Niederbayern im Fachverband Biogas e.V. regelmäßig Biogasstammtische. Diese dienen dem Erfahrungsaustausch, der Weiterbildung und dem Klären von Fragen. Am Dienstag, den 6. März 2018, fand in Rottersdorf bei Landau/Isar die mittlerweile 46. Auflage der Veranstaltung statt. Themen waren verschiedene Möglichkeiten, die Effizienz des Biogasanlagenprozesses zu steigern.

Nach der Begrüßung durch Franz Winkler, den Sprecher der Regionalgruppe, stellte Georg Schätzl von der EnCon21 Brökeland & Schätzl GbR, Bad Iburg, den Biosonator der Firma Ultrawaves vor. Hierbei handelt es sich um eine an der TU Hamburg-Harburg entwickelte Aufschlusstechnologie mittels Hochleistungs-Ultraschall, die zunächst im Kläranlagenbereich eingeführt wurde und seit einigen Jahren auch verstärkt in Biogasanlagen eingesetzt wird. Sie nutzt das physikalische Phänomen der Kavitation, durch das die Biomasse bis auf die Ebene der Zellstrukturen aufgespalten werden kann. Als Vorteile für den Betreiber ergeben sich laut Schätzl höhere Biogasausbeuten bei einem höheren Methangehalt, aber auch ein geringerer Pump- und Rührenergieaufwand. Die Anlage, die auch eine mechanische Vorzerkleinerung beinhaltet, werde schlüsselfertig im Container an der Biogasanlage installiert und könne sich schon in wenigen Jahren amortisieren.

Im Anschluss stellte Daniel Waldauf von der ECI Distribution GmbH, Schwaz/Tirol, seine Firma und die von ihr angebotenen Produkte und Dienstleistungen im Bereich Blockheizkraftwerke vor. Herzstück des Portfolios ist ein eigenentwickelter 4-Ventil-Zylinderkopf für Jenbacher-Gasmotoren, bei dem laut Waldauf gegenüber dem Originalmodell eine Erhöhung des elektrischen Wirkungsgrads um 2,5 Prozentpunkte garantiert erreicht werde. Ebenso garantiere die Firma eine Standzeit von 40.000 Betriebsstunden – eine Ersparnis werde aber bereits nach 15.000 Stunden erzielt. Ein weiteres wichtiges Produkt ist ein Blow-by-Filtersystem, mit dem eine Ölabscheiderate von 99,98 Prozent erreicht werde.

Nach der ausführlichen Diskussion der Vorträge ging Regionalgruppensprecher Winkler noch auf einige für die Betreiber aktuelle Themen ein. So werde derzeit im Bayernwerk-Netzgebiet die Funktionsfähigkeit der Einspeisemanagement-Schaltungen getestet. Außerdem berichtete er über neueste Entwicklungen im Zusammenhang mit den Anforderungen der novellierten Düngeverordnung.

Circa 2.500 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.


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