Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


7 2018 KopieStraubing, 8. Februar 2018 * Mit der ausgebuchten Veranstaltung „Mieterstrom – ein Projekt für Mieter und Vermieter" machte C.A.R.M.E.N. e.V. zusammen mit dem Landratsamt Forchheim sowie dem Haus- und Grund Forchheim e.V. am Donnerstag, den 1. Februar, über die Möglichkeiten und Grenzen von Mieterstrom aufmerksam. Rund 100 Teilnehmer aus dem kommunalen und unternehmerischen Bereich sowie Vertreter von Versorgungsunternehmen, Planungsbüros, Installateure und Privatpersonen kamen im Landratsamt Forchheim zusammen, um sich über unterschiedliche Geschäftsmodelle, entscheidende technische und wirtschaftliche Faktoren sowie rechtliche Anforderungen zu informieren. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um sich fachlich auszutauschen und beteiligten sich rege mit Nachfragen und Diskussionsbeiträgen.

Moderator Dominik Bigge, Klimaschutzmanager des Landkreises Forchheim begrüßte die Teilnehmer und führte durch das Programm. Nach einführenden Grußworten durch den Landrat des Landkreises Forchheim Dr. Hermann Ulm und des Geschäftsführers von Haus- und Grund Forchheim e.V. Jürgen Schüpferling, thematisierte Franziska Materne von C.A.R.M.E.N. e.V. das Marktpotenzial, die Anreize für Vermieter und Mieter sowie bisherige Hürden. Deshalb und aufgrund der Komplexität des Themas sei die Zusammenarbeit der Beteiligten bei der Projektumsetzung von höchster Priorität.

Im nächsten Fachvortrag erläuterte Dr. Christina Bönning-Huber, Rechtsanwältin bei der Dr. Bönning Rechtsanwaltsgesellschaft mbH den Zuhörern, wie das Thema Mieterstrom rechtlich gehandhabt wird. Dabei legte sie den Begriff Mieterstrom dar und klärte die Frage, ob Mietern überhaupt Strom geliefert werden dürfe. Sie stellte das Förderprogramm vor und wies die Mieterstrominteressierten auf auftretende Pflichten, wie beispielsweise die Abrechnungsmodalitäten und Pflichten als EVU hin. Die juristischen Sachverhalte untermalte sie mit praxisnahen Beispielen und wertvollen Tipps für den Verbraucher.

Michael Greif von der Firma IBC SOLAR AG aus Bad Staffelstein zeigte den Zuhörern, wie die Planung von Mieterstromphotovoltaikanlagen in Angriff genommen werden kann und präsentierte mögliche Flächen auf Mehrfamilienhäusern in Forchheim. Gerade die typischen Bedarfslastprofile im Geschoßwohnungsbau zeigen, dass Mieterstromprojekte den Eigenverbrauch und die Autarkie der Mieter in Kombination mit dem richtigen Messkonzept voranbringen.

Dass Mieterstromprojekte umweltfreundlich und günstig sein können, eine Wertsteigerung der Immobilien mit sich bringen und eine große Chance für die Energiewende bieten, machte Norbert Müller von der Naturstrom AG in seinem Vortrag deutlich. Mit Projekten aus Mosbach, Regensburg, München, Landshut und Berlin demonstrierte er, wie Mieterstrom als Serienprozess zum Erfolg geführt werden kann und dass sich die Projektanforderungen nach der Gebäudeart richten.

Abschließend präsentierten Andreas Müller von den Stadtwerken Forchheim und Dr. Clemens Bloß, Geschäftsführer der infra new energy GmbH gemeinsam die Erfahrungen der Stadtwerke mit dem Thema Mieterstrom. Sie zeigten Rahmenbedingen für erfolgreiche Projekte auf und stellten die besonderen Stärken von Stadtwerken dar, die schon lange Erfahrungen mit der Konzeptionierung und Betriebsführung elektrischer Anlagen im eigenen Versorgungsnetz vorweisen können und durch neue Projekte die Kunden binden und für eine bürgerfreundliche Kommune stehen möchten.

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