Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


42 2017Feierliche Jubiläumsveranstaltung mit 400 Gästen in Straubing

Straubing, 12. Juli 2017 * Rund 300 Teilnehmer besuchten das 25. Symposium von C.A.R.M.E.N. e.V. im Hotel ASAM in Straubing am Montag und Dienstag, den 10. und 11. Juli 2017. Insgesamt 60 Referenten informierten unter dem Motto „Watt, Wärme, Werkstoffe – smart & sauber" zu aktuellen Themen der Energiewende. Am Montagabend begrüßte Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, etwa 400 Gäste im Rahmen eines Staatsempfangs. Neben der Verleihung des Förderpreises Nachwachsende Rohstoffe sowie des Ernst-Pelz-Preises, stand die Feierlichkeit zu 25 Jahren C.A.R.M.E.N. e.V. im Mittelpunkt der Abendveranstaltung.

Zur Jubiläumsveranstaltung am Abend richteten zunächst MDirig. Georg Windisch, Vorstandsvorsitzender von C.A.R.M.E.N. e.V. sowie Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Landrat Josef Laumer Grußworte an die Gäste und Ehrengäste. Staatsministerin Ilse Aigner lobte anschließend in ihrem Festvortrag die Arbeit der C.A.R.M.E.N.-Mitarbeiter. Das Netzwerk sei bekannt für eine neutrale Beratung am Puls der Zeit und trage zum Dialog in und mit der Bevölkerung bei, so die Staatsministerin. C.A.R.M.E.N. e.V. verkörpere die Rolle des Vorantreibers für Innovation und Fortschritt und habe den Boden für Nachwachsende Rohstoffe in Bayern bereitet.


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Den Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe verlieh Staatsministerin Ilse Aigner an die Bürgerenergiegenossenschaft Unterfränkische Überlandzentrale eG für die vorbildliche Umsetzung der Energiewende in der Region. Die Unterfränkische Überlandzentrale eG habe Wege gefunden, aus der Stromwende eine Energiewende zu schaffen, so Ilse Aigner. Gerd Bock von der Unterfränkischen Überlandzentrale eG bedankte sich für die Auszeichnung und betonte, die Dotierung im Sinne der Nachhaltigkeit zu nutzen.

Den Ernst-Pelz-Preis überreichte Ilse Aigner an die Langmatz GmbH für die Entwicklung und Markteinführung eines mit Nachwachsenden Rohstoffen geschäumten Kabelschachtes. Dieser besteht aus dem Werkstoff „ecopolytec" und weist einen hohen Holzanteil auf. Die Staatsministerin lobte die wichtige und erfolgreiche Forschung der Langmatz GmbH. Der neu entwickelte Werkstoff besteche nicht nur durch den Einsatz Nachwachsender Rohstoffe, sondern auch durch eine hohe Qualität.


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Stephan Wulf von der Langmatz GmbH bedankte sich für den Preis, durch den das Unternehmen weiter mit Begeisterung daran arbeiten wolle, das Potenzial umweltschonender Materialien voranzutreiben. Im Anschluss an die Preisverleihungen richteten Peter und Jochen Pelz von der Ernst-Pelz-Stiftung ein Geleitwort an die Gäste. Die Forschung halte vieles für künftige Generationen bereit, so Jochen Pelz. Diese Ideen fördere der Ernst-Pelz-Preis.

Das 25. C.A.R.M.E.N.-Symposium unter dem Motto „Watt, Wärme, Werkstoffe – smart & sauber" begann bereits am Montagmorgen mit einer Begrüßung durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Dr. Friedrich von Hesler von der Novamont GmbH. Anschließend führte MDirig. a.D. Dr. Theodor Weber, der Anfang der 90er Jahre die Gründung von C.A.R.M.E.N. e.V. initiiert hatte, durch die Geschichte des Netzwerks und verwies auf zukünftige Ziele. Weber bedankte sich bei den Beteiligten der ersten Stunde sowie den heutigen Akteuren.

Im Rahmen eines Fachplenums sprach Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH über die „Ökoroutine". Er verwies darauf, dass Klimaschutz zur Routine werden müsse, um eine kulturelle Änderung zu erreichen. Dies könne etwa durch Standards in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden, wie im Bau, der Landwirtschaft und im Verkehr. Die Politik müsse hier die Richtung vorgeben, der Bürger gleichzeitig darauf eingehen und mitmachen, so Kopatz. Im zweiten Vortrag des Fachplenums sprach Amir Roughani von der VISPIRON GmbH über Perspektiven der Energiewende. Er vertritt die Theorie der „Green Disruption", wonach wir uns in einer Umbruchphase zu den Erneuerbaren Energien befinden. Dies verdeutlichte er unter anderem am Beispiel der E-Mobilität.

Am Montagnachmittag konnten sich die Teilnehmer des diesjährigen Symposiums über die Themen „EEG 2017 – Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle", „Klima- und Umweltschutz erreicht alle – Möglichkeiten einer erfolgreichen Kommunikation", „Mikroplastik in der Umwelt – Wendepunkt im Plastikzeitalter?" und „Innovative Finanzierungskonzepte für EE-Projekte" informieren. Am Dienstag bot die Veranstaltung im Hotel ASAM ein breites Spektrum an Fachblöcken zu „Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher – eine erfolgreiche Kombination", „Gärproduktaufbereitung", „Smaffizienz – Potentiale des intelligenten Wohnens", „Ökologische Stadtquartiere", „Trends für die Mobilität", „Entwicklungen im Wärmesektor", „IT-Sicherheit in der Energiewende" und „Von Biogasanlagen zu Bioraffinerien".

Circa 4.800 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.

 

BU1: Das Fachplenum im Rahmen des 25. C.A.R.M.E.N.-Symposiums: MDirig. a.D. Dr. Theodor Weber

BU2: Preisträger Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe Unterfränkische Überlandzentrale eG: v.l. Gerd Bock, Geschäftsführender Vorstand, Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Elmar Henke, Vorstandsvorsitzender, Edeltraud Baumgartl, Bürgermeisterin von Werneck und Bernhard Bedenk, Teamleiter regenerative Energieerzeugung/Energieberatung (Foto: Barbara Rötzer)

BU3: Preisträger Ernst-Pelz-Preis Langmatz GmbH: Jochen Pelz, Stiftungsvorstand Peter Pelz, Preisstifter, Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Stephan Wulf Geschäftsführer Langmatz GmbH und Josef Lohr, Projektleiter ecopolytec (Foto: Barbara Rötzer)