Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


38 2015Versicherung und Dokumentation – wichtige Bausteine für einen erfolgreichen Anlagenbetrieb

Straubing, 19. November 2015 * (uk) * Der 39. Niederbayerische Biogasstammtisch am 17. November 2015 in Rottersdorf bei Landau, wie immer organisiert von C.A.R.M.E.N. e.V. und der Regionalgruppe Niederbayern des Fachverbands Biogas, beschäftigte sich mit den Themen Versicherung und Dokumentation.

 

Als erster Referent trat Thomas Straßer von der CONZEPTA'S Assekuranzmakler GmbH aus München auf. Er stellte aktuelle Entwicklungen auf dem Versicherungsmarkt für Biogasanlagen dar und gab einen Ausblick auf die möglichen Entwicklungen in der Zukunft. Derzeit, so Straßer, zögen sich mehr und mehr Versicherungen aus dem Bereich Biogasanlagen zurück. „Und die verbleibenden bewerten aufgrund der Alterung des Anlagenbestandes und einer aktuellen Häufung von Unfällen das Schadensrisiko von Biogasanlagen deutlich kritischer“, warnte er. Dies werde längerfristig im günstigsten Fall zu Prämienerhöhungen, aber auch zu Deckungseinschränkungen und Kündigungen und im Schadensfall zur Ablehnung der Kostenübernahme („Fluchtverhalten“) führen. Um hier gegenzusteuern, riet Straßer den Biogasanlagenbetreibern zu zwei Strategien:

  1.          Professionelles und aktiv gegenüber der Versicherung kommuniziertes Wartungsmanagement, um diese davon zu überzeugen, dass das Schadensrisiko minimiert wird.
  2.          Zusammenschluss von Anlagen zu Pools, um einen Risikoausgleich und mehr Marktmacht gegenüber der Versicherung zu erzielen.

Den zweiten Vortrag hielt Birgitta Clausen von der SLP GmbH aus Reisbach, einem Projektentwickler für Biogasanlagen. Sie erläuterte, welche Dokumentationspflichten gesetzlich vorgeschrieben sind und damit die Grundlage für einen (rechts-)sicheren Anlagenbetrieb darstellen. „Mit dem Einsatzstofftagebuch ist es nicht getan“, so Clausen, denn insbesondere regelmäßige Kontrollgänge sollten nicht nur durchgeführt, sondern auch schriftlich festgehalten werden. Dies sei – und damit spannte sie den Bogen zum ersten Vortag – auch gegenüber der Versicherung ein Nachweis dafür, dass der Landwirt die Anlage professionell betreibe und instand halte. Wichtig sei ebenfalls, für den Fall einer externen Kontrolle, etwa durch Behörden oder Gutachter, die Dokumente geordnet, griffbereit und auf dem aktuellen Stand vorlegen zu können.

Im Anschluss berichtete Franz Winkler aus Mamming vom Bundestreffen der Betreibersprecher, bei dem der aktuelle Diskussionsstand im Hinblick auf EEG-Anschlussregelungen für Bestandsanlagen vorgestellt wurde.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 2.400 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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