Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


21 2015aFachaustausch und Preisverleihung im Historischen Rathaussaal

Straubing, 08. Juli 2015 * (cli) * Am 06. und 07. Juli fand im Hotel ASAM in Straubing das 23. C.A.R.M.E.N.-Symposium statt. Rund 350 Tagungsgäste aus Deutschland und Österreich, größtenteils Vertreter von Unternehmen, Kommunen, Behörden, Forschungseinrichtungen, Land- und Forstwirte, Banken, Stadtwerke, Energieversorger und -berater, Planungsbüros, Journalisten und fachlich Interessierte, hatten die Gelegenheit, sich in verschiedenen Fachblöcken zum Thema „Erneuerbare – Rohstoffe und Energie sicher und effizient" auf den neuesten Stand zu bringen. Über 60 namhafte Referenten bereicherten die Veranstaltung durch ihre Beiträge und den fachlichen Austausch mit den Teilnehmern. Es wurden verschiedene Antworten auf die Fragen gegeben, wie Rohstoffe und Energie sicher und effizient eingesetzt werden können, um die Energiewende zu meistern.

Interessantes Fachplenum und aufschlussreiche Themenblöcke

Dr. Ulrike Wolf vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie eröffnete am Montagvormittag das Fachplenum. Sie betonte, dass die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und Aufgabe sei und diese nur gelingen kann, wenn sich alle daran beteiligen. Außerdem freute sich Frau Dr. Wolf, denn der Freistaat Bayern kann eine positive Bilanz beim Ausbau der erneuerbaren Energien vorweisen. Weitere Anstrengungen sind aber erforderlich, um auch die Energieversorgung zu sichern. Dazu betonte sie auch die Ergebnisse des Energiedialogs Bayern, welcher durch die vielen Beteiligten eine gemeinsame Basis geschaffen hat und auch die verschiedenen Positionen der Beteiligten der Energiebranche verdeutlicht hat. Das Ziel einer sicheren, bezahlbaren und sauberen Energieversorgung darf nicht gefährdet werden. Der zweite Sprecher des Fachplenums, Detlef Fischer, Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft forderte, dass der Gesellschaft bewusst gemacht werden muss, dass auch die weitere Förderung erneuerbarer Energie sichergestellt werden muss und ein „Weniger" nicht immer auch „Verzicht" bedeutet. Die Gesellschaft soll bei der Aufgabe Energiewende zusammenarbeiten und dafür auch bestimmte Wahrheiten erkennen und wissen.

Am Nachmittag folgten Fachblöcke, die über die nachhaltige Holznutzung und die Wärmewende als zentralen Baustein der Energiewende informierten. Auch verschiedene Perspektiven der Nachhaltigkeit und die Zukunftsstrategien der Energieversorger wurden dargestellt und diskutiert. Auf großes Interesse der Teilnehmer stießen vor allem die Vorträge der verschiedenen Energieversorger, welche die Pläne für die Zukunft darlegten und auch diejenigen Beiträge, welche sich mit den Herausforderungen und Chancen der Wärmewende beschäftigten.

Am Dienstag wurden die Parallelveranstaltungen weitergeführt und die Herausforderung Netzinfrastruktur, die dezentrale erneuerbare KWK als substanzieller Bestandteil der Energiewende, die Energieeffizienz und die Wege zum Holzbau diskutiert. Am Nachmittag wurden Mobilitätskonzepte von morgen und zukunftsfähige Stromvermarktungsmodelle vorgestellt. Auch die verschärften Emissionsanforderungen an Holzheizungen und ökologisches und energieeffizientes Bauen wurden ausführlich behandelt. An diesem Nachmittag fanden besonders die aktuellen Diskussionen zur Netzinfrastruktur und die mögliche Stromvermarktung Anklang bei den Zuhörern.

21 2015bStaatssekretär Franz Josef Pschierer verlieh Ernst-Pelz-Preis 2014 und Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2014

Circa 230 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung kamen am Montagabend zur Preisverleihung in den Historischen Rathaussaal der Stadt Straubing. Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, betonte in seiner Festrede die Wichtigkeit an der Energiewende zu bleiben und auch, dass der Standort Straubing mit dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe dafür sehr wichtig sei. Er lobte das Engagement, dass hier am Gelingen der Energiewende hart gearbeitet werde. Er freute sich, dass beim Spitzengespräch in Berlin Anfang Juli wichtige politische Weichenstellungen vorgenommen wurden und die Argumente dafür vor allem aus Bayern kommen.

Darauf folgte die Verleihung des Ernst-Pelz-Preises und des Förderpreises Nachwachsende Rohstoffe, welche jeweils mit 10.000€ dotiert sind. Der Ernst-Pelz-Preis ging dieses Jahr an Frau Anke Domaske von der Firma Qmilch GmbH. Die Firma entwickelt Biopolymere und andere Produkte aus Casein nicht verwerteter Milch. Die Preisträgerin dankte in ihrer Rede dem Preiskuratorium und freut sich sehr über den Preis. Ihre Firma startete 2011 in einer kleinen Küche mit dem Ziel, eine Faser zu entwickeln, die nicht chemisch belastet ist. Nach langwieriger Forschungsarbeit entstand die QMILK® Milchfaser. Unbelastet, kompostierbar und mit allen positiven Eigenschaften der Milch als Grundrohstoff. Der Preis wurde vom Unternehmer Peter Pelz in Erinnerung an seinen Vater gestiftet und zeichnet besondere Verdienste um Nachwachsende Rohstoffe aus.

Der Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe des Bayerischen Ministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ging an Rainer Weng aus Alerheim. Der „Biogasanlagenbetreiber aus Leidenschaft" - wie ihn Staatssekretär Pschierer betitelte - erhielt den Preis für herausragende (und oftmals ehrenamtliche) Leistungen bei der gemeinschaftlichen Direktvermarktung von Biogas-Strom und sein Engagement im Fachverband Biogas. Er hat ein Poolkonzept entwickelt, in dem sich Anlagen zusammenschließen, um gemeinsam zu besseren Konditionen Verträge mit Stromhändlern abzuschließen. Heute kooperiert der Pool mit vier Direktvermarktern und fungiert als Informationsbörse und Austauschplattform.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 5.300 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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