Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


DSC 2460Reger Fachaustausch auf Wissenschaftstagung von C.A.R.M.E.N. und OTTI im KoNaRo Straubing

Straubing, 19. Februar 2015 * (OTTI e.V.) * Am 11. und 12. Februar 2015 traf sich die Bioenergie-Branche zum 1. Forschungskolloquium Bioenergie im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Straubing. Das Forschungskolloquium ist ein Gemeinschaftsprojekt von C.A.R.M.E.N. e.V. und OTTI e.V. und wurde von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Karl, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der erst kürzlich durch das Diskussionspapier „Deutschland ohne Erneuerbare Energien“ einiges Aufsehen erregte, geleitet. Es wurde mit dem Anspruch konzipiert, eine Plattform zur wissenschaftlichen Diskussion der energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu schaffen und langfristig zu etablieren.

88 Teilnehmer informierten sich in über 20 Vorträgen und 30 Posterbeiträgen über den neuesten Stand der Forschung. Während der Pausen im Foyer des Wissenschaftszentrums konnte die Posterausstellung besichtigt und diskutiert werden. Zwei Keynote Presenter eröffneten beide Veranstaltungstage. Am ersten Tag beschäftigte sich Prof. Dr. Martin Kaltschmitt von der TU Hamburg-Harburg mit dem kontroversen Thema „Biomasse im Spannungsfeld wachsender Nahrungs-, Rohstoff- und Energiemärkte“. Prof. Dr. Kaltschmitt ist ein Mann der ersten Stunde der Bioenergie. Am zweiten Tag beschäftigte sich Prof. Dr. Annette Menzel in ihrem Vortrag mit der Frage „Macht der Klimawandel die Erde grün?“. Als Mitautorin des IPCC-Klima-Reports von 2007, der mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, war sie eine der ersten Wissenschaftlerinnen, die sich phänologisch mit dem Klimawandel beschäftigte. Das Themenspektrum des Forschungskolloquiums war breit gefächert und reichte von der Kinetik von Verbrennung und Vergasung über Eigenschaften von Brennstoffen und Aschen bis hin zum Anbau und der Nutzung von Energiepflanzen.

Am 11. Februar 2015 fand die Abendveranstaltung im Historischen Rathaussaal der Stadt Straubing statt. Der Straubinger Oberbürgermeisters Markus Pannermayr sprach ein Grußwort. Auch der Schirmherr der Veranstaltung, Staatssekretär Bernd Sibler vom Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, ist aus München angereist, eröffnete den Abend mit seiner Rede und stellte die Wichtigkeit der Forschung im Bereich der Bioenergie in den Vordergrund.

Anschließend wurde in feierlichem Ambiente von Herrn Professor Dr. Karl der Posteraward der Tagung verliehen. Den Preis für das beste Poster erhielt Frau Monika Fleschhut von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, die die Verwendung von Körnermaisstroh für die Biogasproduktion untersucht hatte. Zum Ende des Forschungskolloquiums konnte Prof. Karl im Namen des gesamten Tagungsbeirats verkünden, dass eine Wiederholung der Tagung beschlossene Sache sei.


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