Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


47 2014C.A.R.M.E.N. traf sich mit Experten der Biogas-Branche

Straubing, 05. November 2014 * (cli) * Mit der Frage, wie es in Zukunft mit Biogas weitergeht, beschäftigte sich am 29. und 30. Oktober 2014 eine ausgewählte Expertengruppe der Biogas-Branche in einem von C.A.R.M.E.N. e.V. organisierten Workshop in Schweinfurt. Durch die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes am 01. August 2014 haben sich die Bedingungen für Biogas grundlegend geändert. Dies gab C.A.R.M.E.N. den Anlass, nach neuen Konzepten für die Gewinnung und Nutzung von Biogas zu suchen. Die Gruppe bestand aus Vertretern von praxisnahen Forschungseinrichtungen, Beratern aus dem Bereich Biogas, Herstellern, Betreibern und Experten angrenzender Themenfelder wie Naturschutz und Stromversorgung. Mediatorin und Prozessbegleiterin Monika Arzberger unterstützte bei der Konzeption und Durchführung vor Ort.

Der Workshop begann mit einer kurzen Begrüßung durch Robert Wagner, Abteilungsleiter Biogas und Mobilität bei C.A.R.M.E.N. e.V.. Dieser betonte, wie wichtig es sei, dass es in der Biogasbranche weitergeht und dafür mehrere Akteure zusammenhelfen müssen. Monika Arzberger, die Moderatorin des Workshops, klärte die Teilnehmer über die Arbeitsvereinbarungen sowie den Ablauf des Workshops auf. Dann gab es zum gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen verschiedene Blitzvorstellungsrunden, bei der die Teilnehmer Gemeinsamkeiten sowie Erwartungen zusammentrugen und schnell zu einem Netzwerk zusammenfanden. Dabei lag der Fokus vor allem darauf, ein einheitliches Ziel zu finden, mit dem die Anwesenden nach dem Workshop weiterarbeiten konnten.

In der ersten Einheit wurde von verschiedenen Klein-Gruppen die Geschichte der Biogas-Branche bis heute beleuchtet. Seit den 80er Jahren wurden Biogas-Anlagen stetig weiterentwickelt und etablierten sich von verschiedenen „Tüftleranlagen" zu einer technisch hochentwickelten und wichtigen Branche der Erneuerbaren Energien. Nach einer kurzen Kaffeepause wurde der Blick auf die Gegenwart fokussiert. Die Gruppe stellte gemeinsam eine Übersicht der Trends zusammen, die momentan in der Biogas-Branche herrschen. Besonders beleuchtet wurde dabei die Integration von Biogas in verschiedene Energiesysteme und auch die Verwertung der Reststoffe zeigte sich als Thema mit großem Diskussionsbedarf. Eine große offene Frage für die Zukunft ist, wie die Entwicklung nach dem EEG weitergeht und ob dies zu einem Know-How-Verlust der Branche führen könnte? Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden die Resultate des ersten Tags vertieft.

Am zweiten Tag erarbeiteten verschiedene Interessengruppen die ideale Zukunft „Biogas 2030" und stellten vor, was bis dahin „machbar – erstrebenswert – motivierend" ist. Diese Szenarien wurden dem gesamten Teilnehmerkreis vorgestellt. Danach entwarfen verschiedene Kleingruppen Ideen, die sich in den nächsten 1-2 Jahren konkretisieren und umsetzen lassen. Dadurch fanden sich verschiedene Projektgruppen, die ihre Ideen in Zukunft ausführen wollen. Am Ende der Veranstaltung wurden die weiteren Schritte der Weiterarbeit beschlossen und Robert Wagner dankte allen für die sehr aktive und konstruktive Teilnahme. Monika Arzberger fasste die Zusammenarbeit treffend zusammen mit den Worten: „Biogas ist auch 2030 ein gefragter Energieträger eines nachhaltigen und ökologischen Energiemix! Alle organischen Reststoffe werden genutzt, flexible KWK-Anlagen sind Bestandteil regionaler Energieversorgung und -produktion. Politik, Bürger, Betreiber und Hersteller entwickeln gemeinsam mit der Wissenschaft ganzheitliche, sichere Biogas und EE-Konzepte weiter."

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 3.300 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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