Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


45 2014C.A.R.M.E.N. e.V. informierte Hersteller, Betreiber, Banken und weitere Interessierte zum aktuellen Stand

Straubing, 17. Oktober 2014 * (cli) * C.A.R.M.E.N. e.V. informierte im Oktober in vier Fachgesprächen bayernweit rund 80 Interessierte über die „Flexibilisierung von Biogasanlagen" und wann sich diese lohnt. Die Veranstaltungen in St. Wolfgang (Oberbayern), Augsburg, Herrieden und Bayreuth wurden von den Teilnehmern gut angenommen. Referenten von C.A.R.M.E.N. e.V. informierten die interessierten Zuhörer über die Rahmenbedingungen, die technischen Voraussetzungen und die Wirtschaftlichkeit der Anlagenflexibilisierung. Im Anschluss daran referierten verschiedene Umweltgutachter über den Ablauf und die Anforderungen eines Umweltgutachtens. Abschließend berichteten Praktiker über ihre Erfahrungen. Das Fachgespräch richtete sich vor allem an Anlagenbetreiber, freie Berater und Firmenkundenbetreuer von Banken, aber auch verschiedene Landesämter nahmen an der Veranstaltung teil.

Hintergrund der Veranstaltung war die Novellierung des EEG im August 2014, die es auch Bestandsbiogasanlagen ermöglicht, die Flexibilitätsprämie in Anspruch zu nehmen. Diese belohnt das Bereitstellen höherer installierter BHKW-Leistung als durchschnittlich über das Jahr gefahren wird. Die Flexiprämie ist allerdings auf einen Zubau von 1.350 MW bundesweit gedeckelt. Wenn dieser Wert erreicht ist, kann keine weitere BHKW-Leistung für die Flexiprämie angemeldet werden. Ziel eines flexiblen Anlagenbetriebes für den Anlagenbetreiber ist neben der bedarfsgerechten Bereitstellung von Strom auch die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Biogasanlage.

Zuerst informierte C.A.R.M.E.N. e.V über die Rahmenbedingungen und Beantragungsformalitäten der Direktvermarktung, der Flexibilitätsprämie und der Regelleistung. Diese wurden anhand von verschiedenen Fallbeispielen verdeutlicht. In einem zweiten Vortrag wurde auf die Technik eingegangen und dabei vor allem die BHKW-Technik, Gasspeicherung und Wärmespeicher erklärt. Zudem wurden verschiedene mögliche Fahrpläne für Blockheizkraftwerke aufgezeigt. Im letzten Vortrag von C.A.R.M.E.N., der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung, ging es um die Wirtschaftlichkeit der Anlagenflexibilisierung. Mit anschaulichen Beispielen wurde die Höhe der Flexiprämie, verschiedene Anlagenkonzepte und die Preisentwicklung an der Strombörse erläutert. Verschiedene Konzepte wurden durchgerechnet und verdeutlichten somit die Wirtschaftlichkeit der Anlagenflexibilisierung. Die Ergebnisse wurden von den Teilnehmern rege diskutiert. Der Informationsbedarf ist nach der Novellierung des EEG Anfang August groß und es konnten viele offene Fragen der Anwesenden beantwortet werden.

Im Anschluss stellten - je nach Veranstaltungsort - verschiedene Umweltgutachter den Ablauf und die Anforderungen des Umweltgutachtens dar. Es wurde der Weg zum flexiblen Anlagenbetrieb und das Gutachten, d.h. Ablauf, Kriterien und Nachweise genauer beleuchtet und besprochen. Zuletzt berichtete jeweils ein Praktiker den Anwesenden über seine Erfahrungen. Beim anschließenden Mittagessen konnten die Teilnehmer weiter diskutieren und Fragen mit den Referenten klären.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 3.120 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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