Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


35 2014bC.A.R.M.E.N. e.V. besucht Landwirt Alfons Griesbauer in Aiterhofen

Straubing, 31. Juli 2014 * (cli) * Am Montag, den 28. Juli 2014 besuchte C.A.R.M.E.N. e.V. gemeinsam mit Walter Danner, Sprecher der Regionalgruppe Niederbayern des Fachverbands Biogas e.V., den Landwirt Alfons Griesbauer in Aiterhofen bei Straubing. Dieser baut ein außergewöhnliches Biogas-Substrat an: Wildpflanzen, deren Saatgut er selbst züchtet und vermehrt. Diese Woche wurde die Blütenpracht geerntet und direkt in der nahegelegenen Biomethananlage eingesetzt.

Der niederbayerische Landwirt betreibt eine vielfältige Arbeit: Er bewirtschaftet einen 80 Hektar Ackerbaubetrieb und betreibt gemeinsam mit seiner Frau Renate einen eigenen Hofladen. In dem wird das am Hof gehaltene Geflügel neben anderen Bio-Produkten aus der Region verkauft. Auch regionale Wirtshäuser verarbeiten die heimischen Produkte. Griesbauer hat ebenfalls die Jagdpacht für das Revier über und somit findet man gelegentlich auch Wild im abwechslungsreichen Sortiment des Hofladens. Die große Leidenschaft von Alfons Griesbauer sind aber seine Wildpflanzen, deren Züchtung und Pflege für ihn immer wieder eine neue Herausforderung darstellt. Seine Wildpflanzen-Biogasmischungen wachsen nun bereits im vierten Jahr und sind eine Augenweide im fruchtbaren Gäuboden. Beifuß, Rainfarn, Natternkopf und Färberkamille verschönern die Felder. Vier Teilstücke mit einer Fläche von insgesamt 5 Hektar bewirtschaftet er mit diesen Wildpflanzen-Mischkulturen. Seit 2009 vermehrt er selbst unter anderem Margeriten und Blutweiderich zur Saatgutgewinnung. Das Erntegut der Felder kommt in die große, von Eon betriebene, Biomethananlage nahe Aiterhofen.

35 2014aDie Wildpflanzen zeigen sich aufgrund der Vielfalt stabil im Ertrag und sind auch eine gute Alternative für Gebiete mit hohem Wildaufkommen und -schaden. Der Gasertrag ist gemäß Herrn Griesbauer vergleichbar zu Grünroggen und liegt bei etwa 80% des Maisertrags. Er betont besonders die ökologischen Vorzüge dieser Flächen. Die Felder bieten vielen Wildtieren und Insekten Unterschlupf und sind ein Erlebnis für alles Sinne. C.A.R.M.E.N. und die Regionalgruppe konnten sich selbst davon überzeugen. Der Häcksler fährt so langsam, dass kein Wild zu Schaden kommt. Ein Geruch von ätherischen Ölen liegt in der Luft und hunderte Insekten schwirren und surren. Ein Besuch der Aiterhofener Wildpflanzen-Felder im Frühjahr ist definitiv empfehlenswert.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 2.300 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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