Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


34 2014
Branche der Nachwachsenden Rohstoffe erreicht neuen Tiefstand

Straubing, 28. Juli 2014 * (cli) * Bereits seit 2010 erforscht C.A.R.M.E.N. e.V. vierteljährlich den wirtschaftlichen Stand der Branche der Nachwachsenden Rohstoffe. Diese einzigartigen Konjunkturumfragen werden nach Abschluss der Auswertung veröffentlicht. Befragt werden dabei Unternehmen aus den Teilbranchen feste Biomasse, Biogas, Biogene Treibstoffe und stoffliche Nutzung. Diese sollen ihre aktuelle Lage und die zukünftigen Entwicklungen einschätzen.

Negative aktuelle Lage bei Umsätzen und Investitionen

Die aktuelle Lage im 2. Quartal 2014 zeigt sich auf dem schlechtesten Stand seit Umfragebeginn 2010. Immer mehr Unternehmen verzeichnen sinkende Umsätze als steigende. Viele stagnieren, bei knapp der Hälfte der Unternehmen (44 %) geht es abwärts. Bemerkenswert ist hierbei die Geschwindigkeit des Abschwungs, denn vor gut einem halben Jahr war die Situation der Umsatzentwicklung noch gegenläufig (50 % steigende und 17 % fallende Umsätze). Die gleiche negative Entwicklung zeigt sich auch bei den Investitionen in die Nachwachsende Rohstoff-Branche. Erstmals haben mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 %) weniger investiert als im Vorjahr oder gar nicht. Vor allem die Tatsache, dass 1/3 der Unternehmen gar keine Investitionen mehr tätigt, gibt Anlass zur Sorge. Die Unternehmen versuchen jedoch, die aktuelle Lage nicht auf den Personalbestand durchschlagen zu lassen. Es zeigt sich zwar ein größerer Abbau von Fachkräften, aber dennoch ist auch ein leichter Zuwachs bei manchen Unternehmen zu verzeichnen. Düsterer sieht es bei der Entwicklung des Auftragsbestandes aus, denn dort werden neue Negativrekorde verzeichnet. Weniger als 1/5 der Unternehmen hat eine gute Auftragslage und 1/3 bezeichnet die Situation sogar als schlecht. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum 1. Quartal fast verdoppelt.

Dramatischer Ausblick auf die nahe Zukunft

Auch der Ausblick auf die weitere Entwicklung fällt nicht rosig aus. Manche Unternehmen sehen kein Licht am Ende des Rezessionstunnels. Die Zahl der Unternehmen, welche zukünftig noch schlechtere Umsätze erwarten, ist um mehr als die Hälfte gegenüber dem vergangenen Quartal gestiegen. Die Erwartungen an die Zukunft sind allerdings nicht nur negativ. Knapp 40 % der Unternehmen erwarten steigende Umsätze. Die Zukunft der Investitionen sieht noch bedrückender aus als die aktuelle Situation, denn 58 % der Unternehmen planen weniger oder gar keine Investitionen. Dennoch ist weiterhin die überwiegende Zahl der Unternehmen bestrebt den Personalbestand zu halten. Fast 87 % rechnen mit gleichbleibender oder steigender Mitarbeiterzahl. Dies ist angesichts der düsteren Prognosen erstaunlich. Die Einschätzung der politischen Rahmenbedingungen verschlechtert sich weiter.

In den einzelnen Bereichen zeigen sich neue Negativrekorde in der Gesamtauswertung und diese fällt auf ein Rekordtief. Dieser Abwärtstrend entsteht vor allem durch den Biogas-Sektor. Die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechtert sich in der Branche von einem Indexwert von 68 (3. Quartal 2011) auf 40. Dies ist ein Rückgang von 40%. Die stoffliche Nutzung zeigt sich weiterhin auf einem guten konstanten Niveau. Die besten Werte hier wurden 2011 erreicht. Auch in der festen Biomasse findet eine deutlich bessere Beurteilung als in den anderen Bereichen statt. Die biogenen Treibstoffe zeigen sich unterdurchschnittlich mit einem leicht fallenden Trend. Die Lage im Biogas-Sektor ist dramatisch.

Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).

Circa 3.200 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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