Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


33 2014aBesichtigung der Wolf Gruppe und rege Diskussionen

Straubing, 23. Juli 2014 * (cli) * Am Dienstag, den 22. Juli 2014 veranstaltete C.A.R.M.E.N. e.V. gemeinsam mit der Regionalgruppe Niederbayern des Fachverbands Biogas den 27. Biogas Praxistag. Dabei wurde von rund 55 interessierten Teilnehmern das Werk der Firma Wolf System Bau in Osterhofen besichtigt. Danach referierte und diskutierte Robert Wagner von C.A.R.M.E.N. und der Regionalgruppe des Fachverbands Biogas über die Novellierung des EEG für Bestandsanlagen. Der Vortrag fand regen Anklang bei den Teilnehmern.

Traditionsunternehmen Wolf System Bau – einer der führenden Baubetriebe Europas

Um 14.30 Uhr trafen sich Interessierte, Biogasanlagenbetreiber, Mitglieder des Fachverbands und C.A.R.M.E.N. Mitarbeiter auf dem Firmengelände von Wolf System Bau in Osterhofen. Abteilungsleiter Hubert Sperlein begrüßte die 55 Teilnehmer und gab einen kleinen Überblick über die Firmengeschichte. 1962 begann Gründer Johann Wolf mit einer kleinen Handelsfirma auf dem elterlichen Bauernhof im österreichischen Scharnstein, wo heute noch die Hauptniederlassung der Firma ist. Der Grundstein für Wolf Systembau wurde 1966 mit der Errichtung einer Bau- und Schalungsschlosserei gelegt. Die ersten Produkte waren Stahlbetonbehälter und -silos für die Landwirtschaft. Zwischen 1968 und 2010 wurden über 20 Tochterfirmen gegründet. So auch 1980 im niederbayerischen Osterhofen, dessen Werke nach und nach zur zweitgrößten Dependanz erweitert wurden. 1975 begann die Fertighaus-Entwicklung, welche bereits zweimal mit dem „Golden Cube" Award ausgezeichnet wurde. Wolf System Bau wurde mit dem großen Produktsegment für Agrar, Industrie und Gewerbe zum führenden Behälterbau-Betrieb Europas. Der Bedarf sei weiterhin groß und auch Nischenprodukte werden entwickelt. Die Firma beschäftigt derzeit über 3500 Mitarbeiter, davon 1250 in Osterhofen. Bei der Werksbesichtigung führte Herr Sperlein die 55-köpfige Gruppe durch die verschiedenen Beton-, Stahl- und Holzbau-Produktionshallen. Er betonte die tiefe Verwurzelung der Familie Wolf in die Landwirtschaft und bedauert das fehlende Interesse am Handwerk und den Fachkräftemangel der heutigen Zeit.

Interessierte Zuhörer und rege Diskussionen zur EEG-Novelle

Im Tagungssaal begrüßte Walter Danner, Sprecher der Regionalgruppe Niederbayern des Fachverbands Biogas e.V., die Teilnehmer des Praxistags. Er lobte das Engagement der Biogasbranche mit den Worten „Wir müssen zusammenhalten und weitermachen". Auch Michael Stadler, Geschäftsführer der Firma Wolf System, hieß die Gruppe herzlich willkommen und nahm am anschließenden Vortrag teil. Robert Wagner von C.A.R.M.E.N. e.V. und stellvertretender Regionalgruppensprecher ging in seiner Präsentation auf die EEG-Novelle 2014 ein, welche ab 01. August gilt. Neuerungen für Bestandsanlagen sind unter anderem, dass nun auch - um die Umlage zu senken - Eigenversorger anteilig die EEG-Umlage von circa 6 Cent zahlen müssen. Eine weiterhin völlige Umlagebefreiung trifft zu bei Kraftwerkseigenverbrauch, bei Dach- Photovoltaikanlagen bis 10 kW und Bestandsanlagen, welche bereits vor dem 31.07. Eigenverbrauch praktiziert haben. Ab dem 01.08. gilt zudem eine Höchstbemessungsleistung für Biogas. Die Bemessungsleistung wird berechnet aus der erzeugten Strommenge und den Zeitstunden pro Jahr. Bestandsanlagen können für die Leistung ihre bisherige höchste Bemessungsleistung oder 95% der zum 31.07. installierten Leistung angeben. Strommengen über dieser Höchstbemessungsleistung werden nicht mehr nach dem EEG vergütet. Desweiteren gilt bis zum 01.04.2015 eine Nachrüstpflicht um Fernsteuerbarkeit für Direktvermarkter. Auch die Flexiprämie wurde nicht abgeschafft und Bestandsanlagen können ab dem 01.08. weiter in die bekannte Flexiprämie wechseln. Dies gilt ab diesem Tag nicht nur für Volleinspeiser, sondern auch für Überschusseinspeiser. Eine weitere Änderung findet beim Landschaftspflegebonus und -begriff statt, denn landwirtschaftliches Erntegut wie Kleegras, öffentlicher und privater Rasenschnitt und Straßengrün erhält keinen Nawaro-Bonus mehr und darf in einschlägigen Anlagen somit nicht mehr eingesetzt werden. Nach dem Vortrag diskutieren die Teilnehmer rege miteinander. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde von der Firma Wolf eine bayerische Brotzeit zur Verfügung gestellt. Walter Danner bedankte sich auch nochmals ganz herzlich bei der Firma Wolf für die Gastfreundschaft.


Weitere Informationen: C.A.R.M.E.N. e.V., Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel. 09421/960-300, Fax: -333, E-Mail: (www.carmen-ev.de).


Circa 4.000 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Presseanfragen an C.A.R.M.E.N. e.V., Tel.: 09421/960-300


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