Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) bietet  das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss für  Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Gefördert werden unter anderem automatisch beschickte Biomassefeuerungen mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW.

Förderfähige Maßnahmen
Förderfähig sind Pelletöfen mit Wassertasche, Pelletkessel, Pelletkessel mit einem Pufferspeicher, Holzhackschnitzelanlagen mit einem Pufferspeicher sowie Kombinationskessel zur Verbrennung von Holzpellets und Scheitholz oder Hackschnitzel und Scheitholz.

Antragsteller
(1) Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und sonstige juristische Personen des Privatrechts insbesondere gemeinnützige Organisationen (z. B. eingetragene Vereine) oder Genossenschaften (2) Unternehmen, freiberuflich Tätige

Art und Höhe der Förderung
Die Förderung kann als Basisförderung im Gebäudebestand oder als Innovationsförderung im Gebäudebestand bzw. im Neubau erfolgen. Als Bestandsgebäude gelten Gebäude, in denen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme bereits seit mehr als 2 Jahren ein anderes Heizungssystem installiert war. Daneben besteht die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen einen Regenerativen Kombinations- bzw. Effizienzbonus oder einen Optimierungszuschuss zu beziehen.

Basisförderung
a) Für automatisch beschickte Biomasseanlagen im Gebäudebestand mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW zur Verfeuerung von Holzpellets beträgt die Basisförderung 80 EUR je kW installierte Nennwärmeleistung. Hierbei gelten folgende Mindestbeträge:

• Pelletofen mit Wassertasche: 2.000 EUR
• Pelletkessel: 3.000 EUR
• Pelletkessel mit neu errichtetem Pufferspeicher und einem Speichervolumen von mindestens 30 l/kW: 3.500 EUR

Ebenfalls förderfähig sind Kombinationskessel für Holzpellets und Scheitholz. Diese müssen jedoch über einen Mindest-Pufferspeichervolumen von 55 l/kW Nennwärmeleistung für den handbeschickten Teil der Anlage verfügen. Seit 2017 erhalten Kombikessel für beide Anlagenteile die entsprechende Förderung aus dem MAP, d.h. für den Pellet- und für den Scheitholzteil.

b) Für automatisch beschickte Biomasseanlagen im Gebäudebestand von 5 kW bis 100 kW Nennwärmeleistung zur Verfeuerung von Holzhackschnitzeln beträgt die Förderung pauschal 3.500 EUR je Anlage, sofern diese über ein Mindestspeichervolumen von 30 l/kW Nennwärmeleistung verfügt. Ebenfalls förderfähig sind Kombinationskessel mit einem Mindest-Speicherpuffervolumen von 55 l/kW installierter Nennwärmeleistung für den handbeschickten Teil der Anlage. Seit 2017 erhalten Kombikessel für beide Anlagenteile die entsprechende Förderung aus dem MAP, d.h. für den Hackschnitzel- und für den Scheitholzteil.

Innovationsförderung
Gefördert werden Anlagen mit Brennwertnutzung oder Partikelfilter. Hier wird bei der Förderhöhe zwischen Neubau und Bestandsgebäuden unterschieden. Nachrüstungen von Brennwerttechnik oder Partikelfiltern werden ob in Neubau oder Bestand pauschal mit 750 EUR gefördert (für alle förderfähigen Anlagenarten außer Pelletöfen mit Wassertasche). Bei Neuerrichtung werden folgende Fördergelder vergeben:

Förderung von Brennwertanlagen:
• Pelletkessel: im Neubau 3.000 EUR, im Bestand 4.500 EUR
• Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher von mindestens 30 L/kW: im Neubau 3.500 EUR, im Bestand 5.250 EUR
• Hackschnitzelanlagen mit mindestens 30 l/kW Pufferspeichervolumen: im Neubau 3.000 EUR, im Bestand 4.500 EUR

Förderung von Anlagen mit Partikelfilter:
• Pelletöfen mit Wassertasche: im Neubau 2.000 EUR, im Bestand 3.000 EUR
• Pelletkessel: im Neubau 3.000 EUR, im Bestand 4.500 EUR
• Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher von mindestens 30 L/kW: im Neubau 3.500 EUR, im Bestand 5.250 EUR
• Hackschnitzelanlagen mit mindestens 30 l/kW Pufferspeichervolumen: im Neubau 3.500 EUR, im Bestand 5.250 EUR

Förderung von Anlagen für Prozesswärme:
Für alle o.g. Anlagenarten kann im Falle der Erzeugung von Prozesswärme für industrielle oder gewerbliche Zwecke eine Innovationsförderung von bis zu 30 % der Nettoinvestition gewährt werden. Die förderfähigen Nettoinvestitionskosten (einschließlich Planungskosten sowie Mehrkosten für die Einbindung der Biomasseanlage in den vorhandenen Prozess und die zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfassungseinrichtungen) betragen höchstens 40.000 EUR.

Bonusförderung
i) Kombinationsbonus:
Zusätzlich zur Basisförderung können Sie sowohl im Neubau als auch im Bestand einen Bonus erhalten, sofern Sie neben der förderfähigen Biomasseanlage gleichzeitig eine nach dem MAP förderfähige Solaranlage oder Wärmepumpe errichten, oder die Anlage an ein Wärmenetz angeschlossen wird. Die Höhe des Bonus beträgt jeweils 500 EUR.
ii) Zuschuss für Optimierungsmaßnahmen:
Für Optimierungsmaßnahmen können sowohl im Neubau als auch im Bestand höchstens 10 % der Investitionskosten und bis zu 50 % der Basisförderung als Zuschuss gewährt werden, sofern die Anlage neu errichtet wird. Optimierungsmaßnahmen an bestehenden durch das MAP geförderte Anlagen können mit bis zu 200 € gefördert werden.
iii) Effizienzbonus:
Durch den Effizienzbonus wird die Basis- bzw. Innovationsförderung auf das 1,5-fache angehoben. Voraussetzung hierfür ist, dass die förderfähige Biomasseanlage in einem bestehenden Wohngebäude errichtet wird, das die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt.

Zusatzförderung APEE

Ein Zusatzbonus von 20% auf die zuvor geschilderten Basis- und Bonuszahlungen kann auf Grundlage des neuen Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) für Anlagen gewährt werden, die seit dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden und zudem bestehende Wärmeerzeuger ersetzen, die

  • ein Gas- oder Ölkessel sein müssen;
  • weder Brennwerttechnik noch Brennstoffzellentechnologie nützen;
  • und (noch) nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 der Energieeinsparverordnung für mindestens 30 Jahre alte Konstanttemperaturkessel unterliegen.
  • Zusätzlich ist eine Optimierung der gesamten Heizungsanlage zwingend erforderlich, wofür ein einmalig pauschaler Investitionszuschuss von 600 € gewährt wird. Hierbei ist zu beachten, dass eine Kumulierbarkeit mit der MAP-Zusatzförderung Heizungsoptimierung nicht gegeben ist.

Antragstellung
Ab dem 01.01.2018 müssen alle Antragsteller vor Umsetzung der Maßnahme einen Förderantrag beim BAFA einreichen. Als Beginn gelten der Abschluss eines Lieferungs- und/oder Leistungsvertrages sowie die Auftragsvergabe. Maßgeblich ist dabei das Eingangsdatum des Antrags beim BAFA.
Übergangsfrist für Inbetriebnahmen im Jahr 2017:
Antragsteller gemäß Kategorie (1), die ihre förderfähige Anlage noch 2017 in Betrieb nehmen, können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme stellen.

Verbindliche Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der Bewilligungsbehörde:
BAFA - Förderung von automatisch beschickten Biomassefeuerungen bis 100 kW


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