Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Finanzierung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.
Gefördert wird im KfW-Programm Erneuerbare Energien "Premium“ mit der Programmnummer 271/281 unter anderem die Errichtung und die Erweiterung eines Wärmenetzes inkl. der Hausübergabestationen.

 Voraussetzungen

  • Bereitstellung von Wärme aus Erneuerbaren Energien
  • im Mittel über das gesamte Netz einen Mindestwärmeabsatz von 500 kWh pro Jahr und Meter Trasse
  • nicht über das KWK-G förderfähig

Dabei muss die verteilte Wärme eine der folgenden Bedingungen einhalten:

Die Wärme stammt

  • zu mindestens 20 % aus Solarwärme, sofern ansonsten fast ausschließlich Wärme aus hocheffizienten KWK-Anlagen, aus Wärmepumpen oder aus industrieller oder gewerblicher Abwärme,
  • zu mindestens 50 % mit Wärme aus erneuerbaren Energien, bei überwiegender Versorgung von Bestandsgebäuden und mindestens zu 60 % bei überwiegender Versorgung von Neubauten
  • zu mindestens 50 % aus Wärmepumpen, bei überwiegender Versorgung von Neubauten 60 %
  • zu mindestes 50 % aus Anlagen zur Nutzung von Abwärme, bei überwiegender Versorgung von Neubauten 60 % oder
  • zu mindestens 50 %, bei überwiegender Versorgung von Neubauten 60 % aus einer Kombination der in den Buchstaben a bis d genannten Maßnahmen und ansonsten fast ausschließlich aus hocheffizienter KWK.

Höhe der Förderung

Es handelt sich um einen zinsgünstigen Kredit, mit dem bis zu 100% der förderfähigen Nettoinvestitionskosten gefördert werden können.

Tilgungszuschuss bei förderfähigem Wärmenetz

  • 60 EUR je neu errichtetem Meter, höchstens jedoch 1 Mio. Euro
  • 1.800 EUR für Hausübergabestationen von Bestandsgebäuden, wenn die Investitionen vom Investor und Betreiber des Wärmenetzes durchgeführt werden und kein kommunaler Anschlusszwang besteht.

Der maximale Tilgungszuschuss erhöht sich auf 1,5 Mio. EUR, sofern Wärme aus Tiefengeothermieanlagen in das Wärmenetz eingespeist wird.

KMU-Bonus

Sofern die Errichtung der Anlage auch dem Betrieb eines kleinen oder mittleren Unternehmens (KMU) dient, kann der Förderbeitrag für KMU um 10 % des gesamten Zuwendungsbetrags erhöht werden.

Zusatzbonus APEE: Ersatz ineffizienter dezentraler Heizungsaltanlagen in Gebäuden

Der Tilgungszuschuss kann um 20% erhöht werden, wenn ineffiziente Heizungsaltanlagen ersetzt werden durch den Anschluss an ein Wärmenetz, das aus überwiegend Erneuerbare Energien - im Sinne der Richtlinie - gespeist wird.

ineffiziente Wärmeerzeuger im Sinne dieses Zusatzbonus sind:

- Kessel (Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie) auf Basis fossiler Brennstoffe (z.B. Gas oder Öl)

- für den betreffenden Kessel liegt kein Fall der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) vor

Dieser Zusatzbonus wird gewährt für:

-  Hausanschlussleitungen zu Gebäuden, deren ineffiziente Heizungsaltanlage ersetzt wird

- für die Hausübergabestationen mit ineffizienten Heizungsaltanlagen

alle Hauptleitungen des Wärmenetzes, wenn der überwiegende Teil der neuen Hausanschlüsse dem Ersatz ineffizienter dezentraler Wärmeerzeuger dient.

Antragstellung

Die Antragstellung muss vor Maßnahmenbeginn bei einem Kreditinstitut (Hausbank) erfolgen. Kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände stellen den Antrag direkt bei der KfW.

Kombination

Eine Kombination mit anderen KfW- oder ERP-Programmen ist nicht möglich.

Ansprechpartner

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Palmengartenstr. 5-9
60325 Frankfurt
Tel.: 069 7431-0
Fax: 069 7431-2944
Infocenter:
Tel.: 0800 5399001 (kostenfrei)
Fax: 069 7431-9500

Auf den Programmseiten der KfW erhalten sie weitere wichtige Informationen.

 

 

 

 


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