Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Ökologisch ist es sinnvoll, ohnehin anfallenden Bioabfall aus der Biotonne zunächst über Biogasanlagen energetisch zu nutzen und die Reststoffe als Kompost zu vermarkten. Diesen Gedanken trägt die Kommunalrichtlinie Rechnung und sieht eine entsprechende Förderung vor:

Über dieses Programm können kommunale Bioabfallvergärungsanlagen für Biotonneninhalt samt Nachrotte bezuschusst werden. Die förderfähigen Kosten können ein Zuschuss bis zu 40 % bzw. bis zu maximal 600.000 € erhalten. Eine Kumulierung mit dem Erneuerbaren Energien Gesetz ist allerdings ausgeschlossen.

Förderfähig sind:

• Anlagen zur kontinuierlichen Trockenfermentation; ggf. auch Nassfermentation bei Nachweis der Fördervoraussetzungen

• begleitende Öffentlichkeitsarbeit maximal, 5 000 €


Antragsberechtigt - unter anderem:

– Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise) und Zusammenschlüsse, an denen ausschließlich Kommunen beteiligt sind,

– Betriebe, Unternehmen und sonstige Organisationen mit mindestens 25 % kommunaler Beteiligung; für kommunale Eigenbetriebe ohne eigene Rechtspersönlichkeit ist die jeweilige Kommune antragsberechtigt,

– öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Kindertagesstätten und Schulen bzw. deren Träger

Fördervoraussetzungen:

– installierte Leistung > 150 kW,

– Abbaugrad > 90 % (Methanertrag = 90 % des ermittelten Methanpotenzials der Fermenter-Einsatzstoffe),

– gasdichte Kapselung des Lagertanks für flüssigen Gärrückstand,

– Gaspendelleitung des Lagertanks für Biogas aus Nachgärung,

– Aerobisierung (Nachrotte) der festen Gärrückstände nach geeigneter Vorbehandlung des Gärrückstands (beispielsweise durch Fest-/Flüssigtrennung),

– Installation eines hochwertigen sauren Wäschers zur Reduzierung von Ammoniakemissionen und Vermeidung von De-novo-Bildung von Lachgas im Biofilter,

– flächendeckende Einführung der Biotonne mit Anschluss- und Benutzungszwang gegeben oder sich nachweislich in der Umsetzung/Planung befindet,

– Föderrichtlinie gilt bis 31.12.2022: Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld vom 05.12.2019 des BMU

Nähere Informationen finden Sie beim PtJ  


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