Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Neue Förderbedingungen seit 01.01.2020! Im Rahmen des Marktanreizprogramm (MAP) bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss für  Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

Förderfähige Maßnahmen

Gefördert wird im Neubau die Errichtung von Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen sowie Wärmepumpenanlagen, wenn diese die entsprechenden Mindestanforderungen erfüllen. Listen der förderfähigen Anlagen finden Sie auf der Seite des BAFA.

Im Gebäudebestand (Heizungs- bzw. Kühlsystem zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits 2 Jahre im Betrieb) werden folgenden Maßnahmen zur Unterstützung oder Austausch des vorhandenen Systems gefördert:

  • Solarkollektoranlagen
    Fördervorrausetzung ist die thermische Nutzung der Anlage überwiegend zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz

  • Biomasseanlagen ab 5 kW Nennwärmeleistung
    Gefördert wird die Installation von:

    • Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und –hackschnitzeln
    • Pelletöfen mit Wassertasche
    • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
    • sowie besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel
    • Alternativ können Biomassekessel größer 100 kW auch über die KfW gefördert werden

  • Wärmepumpenanlagen
    Fördervoraussetzung ist die thermische Nutzung der Anlage überwiegend zur Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung von Gebäuden oder der Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz

  • EE-Hybridheizung:
    Die technischen Voraussetzungen für die Förderung der EE-Hybridheizung ergeben sich aus den technischen Voraussetzungen der jeweiligen Technologie-Komponenten.

  • Gas-Hybridheizungen:
    Technische Vorrausetzungen:
    • Mind. 92 % jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S)
    • Bestand oder Installation einer hybridfähigen Steuerungs- und Regeltechnik
    • Bereitstellung von mind. 25 % der Heizlast des versorgten Gebäudes durch regenerative Wärmeerzeugung
    • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

  •  „Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen
    Technische Voraussetzungen
    • der Maßnahme liegt das Konzept für die geplante Gas-Hybridheizung, die alle technischen Voraussetzungen erfüllt, zu Grunde
    • Mind. 92 % jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S)
    • Bestand oder Installation einer hybridfähigen Steuerungs- und Regeltechnik
      Ausnahme:
      In Nichtwohngebäuden kann auf einen Speicher verzichtet werden, wenn Biogas zu einem Anteil von mehr als 55 % dauerhaft über die Mindestnutzungsdauer der Anlage eingesetzt wird.
    • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

Bei einer Austauschpflicht gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 kann keine Förderung gewährt werden.

Antragsteller:

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • Unternehmen
  • gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften

Art und Höhe der Förderungen

„Die Höhe der Förderung wird als prozentualer Anteil der tatsächlich für den Austausch bzw. die Erweiterung der Heizungsanlage entstandenen förderfähigen Kosten berechnet. Dabei werden auch die Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen zur Installation der neuen Anlage berücksichtigt. Antragsteller, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, können die Kosten außerdem einschließlich der Umsatzsteuer ansetzen.“ (Quelle: BAFA)

Die entsprechenden Fördersätze können Tabelle 1 entnommen werden.

BAFA Tabelle 2020

Folgende Kosten können für die Förderung angesetzt werden:

  • Anschaffungskosten für die neue Heizung
  • Kosten der Installation, Einstellung und Inbetriebnahme der neuen Heizung
  • folgende notwendige Maßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung:
    • Deinstallation und Entsorgung der Altanlage inkl. ggf. Tanks
    • Optimierung des Heizungsverteilsystems (Anschaffung und Installation von Flächenheizkörpern, Verrohrung, Hydraulischer Abgleich, Einstellen der Heizkurve etc.)
    • notwendige Wanddurchbrüche
    • Erdbohrungen zur Erschließung der Wärmequelle bei Wärmepumpen
    • Schornsteinsanierung
    • Anschaffung und Installation von Speichern bzw. Pufferspeichern
  • Kosten für die Errichtung eines Staubabscheiders oder einer Einrichtung zur Brennwertnutzung bei Biomasseanlagen
  • Ausgaben für die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung des Einbaus der geförderten Anlage

Die förderfähigen Kosten, die anerkannt werden können, sind auf max. 50.000 € pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und auf max. 3,5 Mio. € bei Nichtwohngebäuden begrenzt.

Austauschprämie für Ölheizungen!

Bei Austausch einer Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage erhöht sich der Basis-Fördersatz um 10 % (siehe Tabelle 1).

Antragstellung:

Alle Antragsteller müssen vor Umsetzung der Maßnahme einen Förderantrag beim BAFA einreichen. Als Beginn gelten der Abschluss eines Lieferungs- und/oder Leistungsvertrages. Maßgeblich ist dabei das Eingangsdatum des Antrags beim BAFA.

 

Verbindliche Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der Bewilligungsbehörde BAFA - Heizen mit Erneuerbaren Energien

 

 


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