Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Energiewende A-Z

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A...wie Akkumulator

Handelt es sich bei einer Anlage zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien um eine sog. bauliche Anlage, unterliegt diese dem Bauordnungsrecht. Gemäß der jeweiligen Landesbauordnung muss dann ein bestimmter Bereich im Umfeld der Anlage von sonstiger Bebauung frei gehalten werden. Bei der Genehmigung der Anlage werden die Abstände zu Siedlungen gemäß dem Immissionsschutzrecht (TA-Lärm) geprüft.

Wärme, die beim Betrieb von technischen Geräten sowie Produktions- und Energieumwandlungsanlagen anfällt und als überschüssige Energie ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. In der Nutzung dieser Energie, der sog. Abwärmenutzung, liegt ein großes Potenzial für Effizienzsteigerungen.
Ein Akkumulator ist eine wieder aufladbare „Batterie“, also ein sogenanntes Speichermedium, welches mehrfach elektrische Energie in Form von chemischer Energie speichern und diese wieder als elektrische Energie abgeben kann.
Als energetische Amortisationszeit wird die Betriebsdauer einer energieerzeugenden Anlage oder einer Investition in Energieeffizienz  bezeichnet, die benötigt wird, um den entstandenen konventionellen Energieverbrauch aus Produktion, Transport, Auf- und Abbau sowie der Entsorgung einer Anlage oder einer Effizienzmaßnahme durch die Erzeugung Erneuerbarer Energie oder die Energieeinsparung auszugleichen.
Die Anreizregulierung ist ein behördliches Regulierungsinstrument, das Kostensenkungen, Effizienzsteigerungen und mehr Wettbewerb beim Betrieb der Strom- und Gasnetze bewirken soll, um dadurch sinkende Preise für Verbraucher zu realisieren. Seit dem Jahr 2009 regelt die Anreizregulierung die Festsetzung der Netznutzungsentgelte. In Deutschland sind die Bundesnetzagentur (BNetzA) und die Regulierungskammern der Länder für die Umsetzung der Anreizregulierung zuständig.
Arbeit ist physikalisch das Produkt aus Leistung und Zeit (Arbeit = Leistung x Zeit), z. B. kWh = kW*h
Bei Energielieferungen bezieht sich der Arbeitspreis auf die abgenommene Energiemenge (meist in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) oder Euro pro Megawattstunde (€/MWh)). Er spiegelt in der Regel die verbrauchsgebundenen Kosten der Energieerzeugung wider und steht damit im Gegensatz zum Leistungspreis.
Ausgleichsenergie bezeichnet die Differenz zwischen dem prognostizierten Verbrauch und dem tatsächlichen Verbrauch an elektrischer Arbeit innerhalb eines Bilanzkreises.
Ausschlussgebiete sind ein Instrument der Regionalplanung, mit dem für festgelegte Flächen einzelne Nutzungsformen von Erneuerbaren Energien, z. B. der raumrelevanten Erzeugung von Windkraft, untersagt werden können. Üblicherweise sind Wasser- und Deichflächen, Schwerpunktgebiete für Erholung und Tourismus, Siedlungsachsen und Siedlungsschwerpunkte, Natur-, Landschafts-, Vogel- und FFH-Schutzgebiete als Ausschlussgebiete für Windkraft ausgewiesen.

B...wie Biodiesel

Bei der thermischen Bauteilaktivierung werden massive Gebäudeteile zur Regulierung der Raumtemperatur oder auch zur Wärme- und Kältespeicherung genutzt. Dazu werden in die Mauern oder Decken Rohrleitungen verlegt, durch die Wasser zur Heizung oder Kühlung geleitet wird. Das gesamte Bauteil wird somit zur Wärmeübertragung und -speicherung genutzt. Bauteilaktivierungen eignen sich vor allem für Heiz- und Kühlsysteme mit niedrigen Temperaturspreizungen wie z. B. Wärmepumpen oder Grundwasserkühlung
Ein Bilanzkreis bezeichnet ein virtuelles Energiemengenkonto, in dem der Verbrauch der Entnahmestellen und die Einspeisung gegenübergestellt werden. Da i.d.R. Abweichungen auftreten, ist die Vorhaltung von Regelleistung erforderlich.
Biodiesel ist ein Biokraftstoff, der durch die chemische Reaktion der Umesterung von pflanzlichen oder tierischen Ölen, z. B. Rapsöl, mit einwertigen Alkoholen wie Methanol, hergestellt wird. Biodiesel besitzt dem fossilen Diesel sehr ähnliche Eigenschaften und mischt sich mit diesem problemlos in beliebigen Verhältnissen. Biodiesel wird heute normgerecht (EN590) dem fossilen Diesel mit bis zu 7 % beigemischt, findet teilweise aber auch als Reinkraftstoff Verwendung.
Ethanol gehört zur Stoffgruppe der Alkohole und trägt die Bezeichnung Bioethanol, wenn es das durch die alkoholische Vergärung von Zucker oder Stärke hergestellt wird. Es eignet sich aufgrund der hohen Klopffestigkeit gut als Kraftstoff für Ottomotoren. Zumeist wird Ethanol deshalb in verschiedenen Anteilen Benzin beigemischt und als Biokraftstoff verwendet. (E5: 5 % Bioethanol, E10: 10 % Bioethanol, E85: 85 % Bioethanol). Da sich die chemischen Eigenschaften vom Benzin unterscheiden, ist ab einem bestimmten Anteil eine Anpassung der Fahrzeugmotoren erforderlich ist.
Biogas entsteht in Biogasanlagen durch den anaeroben Abbau von feuchtem organischem Material (z. B. Pflanzen(-reste), tierische Exkremente und Abfälle) unter Licht- und Luftabschluss in einem Faulbehälter. Biogas enthält je nach Ausgangsstoffen und Prozessführung ca. 55 % Methan, 40 % Kohlenstoffdioxid sowie 5 % Wasserdampf und andere Spurengase.

sind Materialien organischer Herkunft, zum Beispiel Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen, nicht aber Material fossilen Ursprungs (BMELV (2013): Politikstrategie Bioökonomie). Biogene Rohstoffe werden durch Entnahme aus der Natur gewonnen und haben das Potenzial, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern. Ab welchem Zeitraum ein Rohstoff nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt; die Angaben schwanken üblicherweise zwischen 100 und 1.000 Jahren (Umweltbundesamt (2016): Die Nutzung natürlicher Ressourcen).

Biokraftstoffe sind flüssige oder gasförmige Kraftstoffe, die aus Biomasse hergestellt werden und zum Antrieb von Fahrzeugen oder in anderen Motoren (BHKW) eingesetzt werden. Für die Herstellung von Biokraftstoffen dürfen in Deutschland nur solche Rohstoffe eingesetzt werden, die aus nachhaltigem Anbau stammen sowie bestimmte Rest- und Abfallstoffe. Zu den Biokraftstoffen zählen u. a. Pflanzenölkraftstoff, Biodiesel, Bioethanol und Biomethan.
Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen und Menschen anfallende oder erzeugte organische Substanz. Für die Energieerzeugung bedeutsam sind Holz, Energiepflanzen, landwirtschaftliche Koppelprodukte und Reststoffe sowie sonstige biogene Rest- und Abfallstoffe. Biomasse gehört zu den Erneuerbaren Energieträgern und steuert einen bedeutenden Teil zur Strom-, Wärme- und Kraftstoffversorgung bei.
Als Biomethan bezeichnet man Methan, das aus Biogas gewonnen wurde. Methan ist der Hauptbestandteil von Biogas. Vor einer Einspeisung ins Erdgasnetz muss Biogas zu Biomethan aufbereitet werden, indem es von den anderen Gasbestandteilen getrennt wird. Biomethan steht damit wie fossiles Erdgas für die Produktion von Elektrizität und Wärme in Kraftwerken, Industrie und Haushalten oder als Treibstoff für Fahrzeuge zur Verfügung.

ist eine Wirtschaftsform, die auf der Bereitstellung
und Nutzung nachwachsender Ressourcen,
wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen, sowie der
Vermeidung von Abfall beruht und sich an natürlichen
Stoffkreisläufen orientiert. Sie umfasst die Entwicklung
und Vernetzung ökologischer, (bio)technologischer und
sozioökonomischer Forschung sowie die Sektoren der
Wirtschaft, in denen diese angewendet wird. Auch ein
gesellschaftlicher Wertewandel zugunsten nachhaltiger
Formen von Produktion, Handel und Konsum ist unverzichtbarer
Bestandteil der Bioökonomie.

In einer Bioraffinerie wird Biomasse in einem komplexen System von physikalischen, chemischen und / oder biotechnologischen Prozessen in eine Vielzahl von Produkten, chemischen Substanzen oder auch Energie umgewandelt. Dabei werden hochwertige Verbindungen aus den eingesetzten Rohstoffen isoliert oder die darin vorkommenden Substanzen durch entsprechende Verfahren modifiziert.
Als Blackout werden plötzliche Ausfälle der Stromversorgung in einem Stromnetz bezeichnet.
Blindleistung ist der Anteil der elektrischen Leistung, der durch den Aufbau von magnetischen (z. B. in Motoren und Transformatoren) oder von elektrischen Feldern (z. B. in Kondensatoren) in Wechselstromkreisen entsteht und nicht nutzbar ist. Die Blindleistung muss regional ausgeglichen werden. Dies wird bislang durch konventionelle Kraftwerke sichergestellt, kann aber auch durch Wechselrichter von großen PV-Anlagen oder Windparks geleistet werden.
Blockheizkraftwerke sind kompakte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme, deren Leistungs- und / oder Baugröße signifikant kleiner ist als die von herkömmlichen Kraft- und Heizkraftwerken. BHKW können mit Erdgas, Biogas, Heizöl, Biokraftstoffen oder indirekt über Vergasung mit Holzhackschnitzeln oder Holzpellets betrieben werden. Sie werden in der Nähe der Abnehmer eingesetzt. Durch die gleichzeitige Energieausnutzung (Strom und Wärme) erhöht sich die Energieausbeute gegenüber der reinen Stromerzeugung erheblich.
Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel für Warmwasserheizungen. Im Gegensatz zu konventionellen Heizkesseln wird im Brennwertkessel auch die Kondensationswärme aus dem im Abgas enthaltenen Wasserdampf genutzt. Dadurch kann der Kessel einen besonders hohen Nutzungsgrad erreichen.
Die Bruttoleistung beschreibt die durch ein Kraftwerk bereitgestellte elektrische Leistung vor Abzug des für die Erzeugung im Kraftwerk selbst notwendigen Leistungsbedarfes (z. B. für Hilfsaggregate oder Transformatoren im Kraftwerk).
Die Bruttostromerzeugung umfasst die insgesamt durch eine Anlage erzeugte elektrische Energie einschließlich des Eigenbedarfs der Anlage (z. B. für den Betrieb von Brennstoffförderanlagen). Entsprechend kann der Begriff auf die Summe der Stromerzeugungsanlagen einer abgegrenzten Region (z. B. eines Landes) angewandt werden.
Unter Bruttostromverbrauch versteht man die gesamte in einer abgegrenzten Region (z. B. einem Land) erzeugte Strommenge, zuzüglich der Stromimporte und abzüglich der Stromexporte.
Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) dient dem Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen etc. und regelt die Genehmigungspflicht von Anlagen.
Die Bundesnetzagentur ist eine Bundesbehörde, die 2005 aus der 1998 gegründeten Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hervorgegangen ist. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, die Einhaltung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), des Postgesetzes (PostG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zu überwachen. Als Regulierungsbehörde ist sie u. a. für die Regulierung der Netznutzungsentgelte sowie die Koordination des Netzausbaus zuständig.
Bürgerbeteiligung im Rahmen der Energiewende umfasst mehrere Formen. Bei einer finanziellen Beteiligung kommen vor allem konkrete Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und bisweilen auch Wärme- und Stromnetze in Betracht. Bei der formellen Bürgerbeteiligung können Bürger im Rahmen von Planungs- und Genehmigungsverfahren von Anlagen und Infrastrukturvorhaben Stellung zum Vorhaben nehmen. Eine informelle Bürgerbeteiligung findet z. B. in Form von Informationsveranstaltungen, Diskussionsrunden oder Planungszellen statt. Private und öffentliche Vorhabenträger akzeptieren und wünschen zunehmend eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung vor allem von betroffenen Personengruppen.

C...wie CO2-Emissionen 

CCS steht für die Abscheidung und Speicherung von CO2 (Kohlenstoffdioxid) zum Zweck der Reduzierung seines Anteils in der Atmosphäre. Das Verfahren sieht vor, CO2 aus Abgasen, z. B. aus dem Kraftwerksbetrieb, abzuscheiden und es an geologisch geeigneten Orten, in der Regel in gasdichten unterirdischen Hohlräumen, zu lagern.
Die Clearingstelle EEG, eine 2007 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gegründete Einrichtung, trägt zur Klärung von Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei.
CO2 ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Das unbrennbare, farb- und geruchlose Gas zählt zu den Treibhausgasen, die zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen. CO2 entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen, wie z. B. Kohle, Methan, Erdöl und Holz, aber auch im Organismus von Lebewesen als Endprodukt des Stoffwechsels. CO2 wird von Pflanzen zur Photosynthese benötigt.
Das CO2-Äquivalent ist eine einheitliche Bemessungsgrundlage, um eine Vergleichbarkeit der Klimawirksamkeit von Treibhausgasen zu ermöglichen. Hierbei wird das globale Erwärmungspotenzial von Treibhausgasen in Relation zum CO2 (Kohlenstoffdioxid) gestellt. Die Angabe erfolgt in der Regel in Gramm pro Kilowattstunde bereitgestellter Energie (g/kWh).
CO2-Emissionen treten bei Verbrennungsprozessen von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen, wie z. B. Kohle, Methan, Erdöl und Holz, auf. Bei der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, die nicht auf Verbrennungsprozessen basiert, entstehen im Betrieb keine oder deutlich weniger CO2-Emissionen.
CO2-Vermeidungskosten beschreiben die Kosten, welche für die Reduktion einer definierten CO2-Menge gegenüber einem Referenzsystem oder einem Referenzzeitpunkt anfallen. Sie werden in der Regel spezifisch in Euro pro Kilogramm CO2 (€/kg CO2) angegeben.
CO2-Zertifikate berechtigen Unternehmen zum Ausstoß einer bestimmten Menge von Treibhausgasen entsprechend der zugeteilten Anzahl an Zertifikaten und wurden als ein Instrument der Umweltpolitik mit dem Emissionsrechtehandel der EU im Jahr 2005 eingeführt. Die zugeteilte Menge an Zertifikaten wird entsprechend der CO2-Minderungsziele begrenzt. Der Handel mit Zertifikaten führt dazu, dass Einsparungen an CO2-Emissionen an der kostengünstigsten Stelle vorgenommen werden.
Der Verkauf von Energiedienstleistungen (z. B. Wärmeversorgung, Beleuchtung, Effizienzmaßnahmen) wird als Contracting bezeichnet, wenn ein Contracting-Nehmer (Auftraggeber) die Investition, Planung, Bau und Betrieb von Anlagen komplett oder teilweise an einen Contractor (ausführendes Unternehmen) abgibt. Unterschieden wird zwischen Anlagen-, Betriebsführungs- und Einsparcontracting sowie kombinierten Lösungen. Der Grundgedanke beim Energie-Contracting ist, dass Aufgaben eines Gebäude- oder Anlagenbesitzers auf spezialisierte externe Firmen übertragen werden, die diese auf effiziente und kostengünstige Weise planen und realisieren. Der Contracting-Nehmer vermeidet zudem hohe Anfangsinvestitionen und profitiert von der Erfahrung des Contractors. Es besteht allerdings die Gefahr, dass in erster Linie nur sich schnell amortisierende Maßnahmen umgesetzt werden und langfristig optimale Lösungen nicht umgesetzt werden (z. B. Wärmedämmmaßnahmen).

D2...wie Dampfturbine 

 

Eine Dampfturbine ist eine Wärme-Kraft-Maschine, die von Dampf, meistens Wasserdampf, durchströmt wird und die dabei aus dem Druckunterschied gewonnene Kraft zum Antrieb eines Generators nutzt. Dampfturbinen werden  z. B. in Biomasse-, Kohle- und Kernkraftwerken eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen spezifischen Kosten kommen Dampfturbinen mit einer elektrischen Leistung von unter 1 MWel selten zur Anwendung.
Demand-Side-Management (kurz DSM oder Laststeuerung) bezeichnet die Steuerung der Nachfrage nach netzgebundenen Dienstleistungen, v.a. nach Strom, bei Abnehmern in Industrie, Gewerbe und Privathaushalten. Durch das Demand-Side-Management kommt es in Engpasszeiten zu einer Verringerung der Nachfrage, ohne das Angebot erhöhen zu müssen. Der Ausgleich erfolgt durch höhere Nachfrage außerhalb der Engpasszeiten.
Unter dezentraler Stromerzeugung versteht man die meist verbrauchsnahe Erzeugung von elektrischer Energie durch kleine, in der Fläche verteilte Anlagen. Neben Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Blockheizkraftwerken (BHKW) sowie Gas und Dampfturbinenkraftwerken (GuD-Kraftwerke) sind dies vermehrt auch Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung, also Windräder, Photovoltaik- oder Biomasseanlagen. Die Einspeisung erfolgt, im Gegensatz zur zentralen Erzeugung in Großkraftwerken, in der Regel ins Mittel- oder Niederspannungsnetz.
Direktvermarktung im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bezeichnet den direkten Verkauf von erneuerbar erzeugtem Strom an Verbraucher und Stromhändler anstelle des Bezugs einer festen Vergütung nach dem EEG für den eingespeisten Strom. Bei der am häufigsten im Rahmen des EEG genutzten Form der Direktvermarktung wird die Differenz zwischen dem erzielten Stromverkaufspreis und der theoretisch möglichen EEG-Vergütung durch die sogenannte Marktprämie ausgeglichen.
Als Diskoeffekt bezeichnet man die von Windkraftanlagen ausgehende periodische Blendwirkung, die auftritt, wenn die beweglichen Rotorblätter Teile der auftreffenden Sonnenstrahlung reflektieren. Von neueren Windkraftanlagen geht dank matter Lackierungen an den Rotoren keine Beeinträchtigung auf Grund dieses Effekts mehr aus.
Der Begriff Drehstrom bezeichnet drei Wechselströme, die um je 120 Grad phasenverschoben zueinander schwingen. Drehstrom bildet die Basis für Transport und Verteilung von elektrischer Energie in Stromnetzen, da der Materialaufwand bei gleich großer elektrischer Leistung gegenüber einem Einphasensystem deutlich vermindert ist.
Als Drei-Liter-Haus wird ein Gebäude bezeichnet, das aufgrund guter Dämmung, möglichst luftdichter Bauweise sowie kontrollierter Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung einen maximalen Heizwärmebedarf von 30 kWh/(m² a) (entspricht 3 Liter Heizöl pro m² und Jahr) aufweist. Während im Neubaubereich der Passivhausstandard („1,5-Liter-Haus“) als Stand der Technik gilt, wird das Drei-Liter-Haus im Hinblick auf Komfort und Effizienz als Stand der Technik bei einer zukunftsfähigen Sanierung  angesehen.
Druckluftspeicher nutzen zu speichernden Strom für die Verdichtung von Luft. Diese Druckluft kann z. B. in gasdichten und druckstabilen, unterirdischen Hohlräumen gelagert werden. Bei der Rückverstromung wird die komprimierte Luft mittels Turbine zum Antrieb eines Generators verwendet.

E...wie Elektromobilität

Durch die sogenannte EEG-Umlage werden die Mehrkosten für die Vergütung von Strom aus Erneuerbare-Energie-Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die Stromendverbraucher verteilt. Die Höhe der EEG-Umlage ergibt sich aus der Differenz zwischen der zu zahlenden EEG-Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbare-Energie-Anlagen und dem beim Verkauf durch die Übertragungsnetzbetreiber an der Börse erzielten Strompreis („Differenzkosten“).
Wenn ein dezentraler Stromerzeuger selbst erzeugten Strom in der eigenen Liegenschaft verbraucht und nicht in das Stromnetz des regionalen Netzbetreibers einspeist, spricht man von Eigenverbrauch.
Bei der Stromerzeugung aus Biomasse im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kann ein Erzeuger eine von der eingesetzten Biomasse abhängige erhöhte Vergütung für den nach EEG eingespeisten Strom erhalten. Deren Höhe richtet sich nach zwei Einsatzstoffvergütungsklassen, denen die nach der Biomasseverordnung in Frage kommenden Biomassen zugeordnet sind.
Ein Erzeuger elektrischer Energie (z. B. eine Privatperson oder ein Unternehmen), der diese in ein öffentliches Netz abgibt, wird auch als Einspeiser bezeichnet.
Einspeisemanagement bezeichnet Maßnahmen, die vom Netzbetreiber zur Stabilisierung der Stromnetze durch Eingriff in den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen ergriffen werden können. Dies kann zur Abschaltung einer Erzeugungsanlage führen. Regeln für das Einspeisemanagement sind im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) enthalten.
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird für den Zeitraum von 20 Jahren eine gesetzliche Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien durch den regionalen Netzbetreiber zugesichert. Die Einspeisevergütung ist gestaffelt nach zum Einsatz kommender Technologie, Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage, Anlagengröße, Standort und ggf. eingesetztem Brennstoff.
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind Netzbetreiber verpflichtet, den gesamten angebotenen Strom aus regenerativen Energiequellen vorrangig vor solchem Strom abzunehmen, der aus konventionellen Energiequellen stammt. Diese Regelung wird mit dem Begriff Einspeisevorrang beschrieben.
Der Stromzähler, der die von einer netzgekoppelten dezentralen Stromerzeugungsanlage eingespeiste elektrische Energie ermittelt, wird Einspeisezähler genannt. Dieser kann mit dem Stromzähler für den aus dem Netz bezogenen Strom zu einem Zwei-Wege-Zähler zusammengefasst sein.
Unter Eiswurf versteht man eine potenziell von Windkraftanlagen ausgehende Gefährdung durch Eisanhaftungen, die sich bei der Drehbewegung des Rotors von den Rotorblättern ablösen und unkontrolliert in die Umgebung geschleudert werden. Um dies zu verhindern, werden die Anlagen bei Eiswurfgefahr entweder abgeschaltet oder die Rotorblätter beheizt, wodurch die Eisbildung von vorne herein vermieden wird.
In der Elektromobilität wird statt eines Verbrennungsmotors ein Elektromotor für den Antrieb verwendet. Dieser benötigt anstelle von flüssigen oder gasförmigen Kraftstoffen Strom, der in Akkus gespeichert wird. Durch die Verwendung von regenerativem Strom werden die Abgas- und CO2-Emissionen des Verkehrs reduziert. Außerdem können Elektrofahrzeuge einen Beitrag zur Stromspeicherung und Netzstabilisierung leisten.
In einer Emissionsbilanz werden die durch die Nutzung eines Energieträgers vermiedenen Emissionen den verursachten Emissionen gegenübergestellt. Bei Erneuerbaren Energien entsprechen die vermiedenen Emissionen denen, die bei der Produktion der gleichen Energiemenge aus konventionellen Energieträgern angefallen wären. Die verursachten Emissionen kommen z. B. durch Produktion, Transport, Aufbau, Betrieb und Abbau sowie Entsorgung einer Anlage zustande.
Der Emissionsrechtehandel ist ein marktbasiertes Instrument zur Begrenzung der CO2-Emissionen. Dazu wird die Menge an Rechten zur Emission von CO2 (Kohlenstoffdioxid) und anderen Treibhausgasen, die z. B während eines Jahres emittiert werden dürfen, begrenzt und ggf. entsprechend von Minderungszielen in den darauffolgenden Jahren verringert. Im Jahr 2003 haben sich die EU-Staaten auf die Einführung eines grenzüberschreitenden Handels mit CO2-Emissionsrechten geeinigt, dessen erste Handelsperiode 2005 begann. Die jeweils einer Tonne CO2 entsprechenden CO2-Zertifikate können von den Teilnehmern (hierzu verpflichtete Industrieunternehmen und Kraftwerksbetreiber) untereinander gehandelt werden, sofern sie die für sie maximal festgelegte Menge CO2 unter- oder überschritten haben.
Die Endenergie ist der Anteil der Primärenergie, der nach Abzug von Umwandlungs- und Transportverlusten beim Verbraucher ankommt, z. B. in Form von Brenn- und Kraftstoffen oder auch als Strom.
Energiebedarf senken, Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien ausbauen sind die Bestandteile eines nachhaltigen Umgangs mit Energie. Diese drei Bestandteile werden als "Energie-3-Sprung" bezeichnet, um zu verdeutlichen, dass nur mit allen drei Sprüngen Energiewende und Reduzierung der CO2-Emissionen zu schaffen sind.
Der Energie-Atlas Bayern ist das zentrale Internet-Portal der Bayerischen Staatsregierung zum Energiesparen, zur Energieeffizienz und zu Erneuerbaren Energien. Die eng miteinander verzahnten interaktiven Karten und Texte bieten Informationen für Bürger, Kommunen und Unternehmen.
Der Energieausweis ist ein Dokument, in dem die energetische Qualität eines Gebäudes dargestellt wird. Abhängig von der Art der Berechnung unterscheidet man Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis. Für die Erstellung des Bedarfsausweises wird auf der Basis des energetischen Zustands eines Gebäudes die Energiemenge berechnet, die für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung bei durchschnittlicher Nutzung benötigt wird. Um einen Verbrauchsausweis zu erstellen, wird der um Witterungseinflüsse bereinigte Energieverbrauch der Gebäudenutzer in den letzten drei Jahren herangezogen. Potenziellen Mietern und Käufern von Gebäuden muss auf Verlangen ein Energieausweis vorgelegt werden.
Unter Energieberatung versteht man eine qualifizierte Hilfestellung zur Erkennung von Effizienz- und Einsparpotenzialen sowie zur Ableitung geeigneter Maßnahmen oder Nutzungsänderungen. Energieberatungen sollen zudem dabei helfen, ein zunehmendes Bewusstsein für energiesparendes Verhalten bei allen Zielgruppen zu entwickeln.
In einer Energiebilanz werden das Aufkommen und die Verwendung von Energieträgern innerhalb einer definierten Systemgrenze zeitraumbezogen und detailliert dargestellt. Die Energiebilanzen des Bundes und der Länder bestehen aus den drei Hauptteilen Primärenergiebilanz, Umwandlungsbilanz und Endenergieverbrauch.
Die Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis aus erzieltem Nutzen und zugehörigem Energieeinsatz. Eine Steigerung der Energieeffizienz kann daher grundsätzlich auf zwei Wegen erreicht werden. Entweder muss bei gleichem Nutzeffekt (= konstanter Nutzen) der Energieverbrauch reduziert werden (z. B. durch Wärmedämmung) oder bei konstantem Energieeinsatz ein zusätzlicher Nutzen hinzukommen (z. B. durch Abwärmenutzung).
Unter Energieeinsparung versteht man die Reduktion des Energieverbrauches im Vergleich zu einem Status Quo. Im engeren Sinne wird der Begriff häufig mit der Vermeidung von Energieverbrauch durch verbessertes Nutzerverhalten gleichgesetzt, im weiteren Sinne kann auch die Steigerung der Energieeffizienz als Maßnahme zur Energieeinsparung verstanden werden.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt Mindeststandards für den Primärenergiebedarf und die thermische Ausstattung von Gebäuden sowie für die energetische Bewertung der Gebäudetechnik (Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasserversorgung) fest. Der laut EnEV zulässige Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung eines zu errichtenden Gebäudes orientiert sich am Primärenergiebedarf eines virtuellen Referenzgebäudes, welches dieselbe Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung wie das tatsächliche Gebäude aufweist.
Die Energieintensität beschreibt den spezifischen Energieeinsatz eines abgegrenzten Systems (z. B. eine Volkswirtschaft, eine Branche, ein Unternehmen) und errechnet sich aus dem Energieeinsatz dividiert durch eine Bezugsgröße (z. B. BIP, Umsatz, Stückzahl).
Ein Energiemanagementsystem dient der systematischen und kontinuierlichen Optimierung des Energieeinsatzes in einem Betrieb. Es basiert auf einer Erfassung der betrieblichen Energieströme Darauf aufbauend werden Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung des Energieaufwandes definiert. Durch ein übergreifendes Monitoring und regelmäßiges Anpassen der Maßnahmen auf geänderte Rahmenbedingungen wird eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz erreicht. Ein standardisiertes Energiemanagementsystem ist z. B. die internationale Norm ISO 50001.
Ein Energienutzungsplan /-konzept ist ein informelles Planungsinstrument mit direktem räumlichem Bezug (z. B. Landkreis, Kommune, Ortsteil). Ziel ist es, Energiebedarf, -infrastruktur und -potenziale abzubilden und daraus optimierte Lösungen für die Energieversorgung des betrachteten Raumes und Ansätze zur Energieeinsparung in Form eines Maßnahmenpakets abzuleiten.
Als Energiepflanzen werden ein- oder mehrjährige Pflanzen bezeichnet, die auf landwirtschaftlichen Nutzflächen speziell für den Zweck der energetischen Verwertung angebaut werden. Ihr Einsatz erfolgt in der Kraftstoff-, Wärme- und Stromerzeugung. Beispiele sind Mais, Raps, Elefantengras, Zuckerrüben, Silphie und andere.
Energieträger sind Stoffe, die aufgrund ihrer chemischen und / oder physikalischen Eigenschaften in der Lage sind, Energie zu speichern. Darunter fallen z. B. Biomasse, Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran.
Energieversorgungsunternehmen (EVU) im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sind ohne Rücksicht auf ihre Rechtsform und Eigentumsverhältnisse Unternehmen und Betriebe, die Energie an andere liefern, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einem Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungsbefugnis besitzen.
Am derzeit bestehenden Strommarkt werden nur zu liefernde Strommengen gehandelt (Energy-only-Markt), nicht aber die Bereitstellung von Stromerzeugungskapazitäten durch Stromerzeugungsanlagen.
EPEX SPOT mit Sitz in Paris ist eine europäische Strombörse für kurzfristige Stromhandelsgeschäfte in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Dieser sogenannte Spotmarkt schafft die Möglichkeit, kurzfristig benötigte Strommengen einzukaufen bzw. Überschussstrom zu verkaufen.
Als Erneuerbare Energien werden nachhaltige Energiequellen, wie Solarenergie (Photovoltaik, Solarthermie), Windkraft, Wasserkraft, und nachhaltig produzierte Biomasse bezeichnet. Im Gegensatz zu fossilen und nuklearen Brennstoffen können Erneuerbare Energien sich laufend erneuern und stehen praktisch zeitlich unbegrenzt zur Verfügung.
Mit dem Ziel, die Nutzung Erneuerbarer Energien voranzutreiben, trat am 1. April 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft und löste damit das frühere Stromeinspeisungsgesetz ab. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Anschlusspflicht für Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen sowie den Einspeisevorrang und die Einspeisevergütung für den erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien.
Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) verpflichtet Eigentümer neuer Gebäude (Bauantrag nach dem 1.1.2009) und grundlegend sanierter öffentlicher Gebäude, einen Teil des Wärme- oder Kühlungsbedarfs aus Erneuerbaren Energien zu decken oder Ersatzmaßnahmen wie z. B. eine über die jeweils gültigen gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Wärmedämmung vorzunehmen. Hinsichtlich der Auswahl der Energieträger bei Deckung des Pflichtanteils an Erneuerbaren Energien besteht Wahlfreiheit.
Durch die Vorgabe allgemeiner und spezifischer Anforderungen soll die EU-Ökodesign Richtlinie (2009/125/EG) dazu beitragen, die Umweltverträglichkeit energiebetriebener Produkte zu verbessern, insbesondere durch die Steigerung der Energieeffizienz. Erfasst werden alle Endgeräte, die mit Energie gleich welcher Art betrieben werden (Elektrizität; feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe), mit Ausnahme von Fahrzeugen und Rüstungsgütern. Da die Ökodesign-Richtlinie eine Rahmenrichtlinie ist, enthält sie selbst keine konkreten Anforderungen an einzelne Produkte. Diese werden in den dazugehörigen EU-Verordnungen geregelt und sind für alle EU Länder verbindlich.
Die EEX mit Sitz in Leipzig ist eine Energiebörse für den Handel mit Strom, Erdgas, CO2-Emissionszertifikaten und Kohle. Sie bietet einen Terminmarkt für die langfristige Strombeschaffung mit Monats-, Quartals-, und Jahreskontrakten und einen Spotmarkt zu kurzfristigen Handel mit Gas. Der Spotmarkt für Strom wurde hingegen in die EPEX SPOT überführt.
Die externen Kosten der Energiebereitstellung umfassen Kosten, welche aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsschäden entstehen und über die direkt zuordenbaren Kosten für Herstellung, Aufbau, Betrieb und Rückbau von Energieerzeugungsanlagen hinausgehen. Eine Ermittlung der Kostenhöhe sowie des Verursachers ist schwer umzusetzen. Daher werden die externen Kosten in der Regel von der Allgemeinheit getragen.

F...wie fossile Energieträger

Unter Fernwärme versteht man die Versorgung von Wärmeabnehmern über ein weiträumiges Wärmenetz zur Bereitstellung von Heizwärme, Warmwasser und / oder Prozesswärme. Die thermische Energie wird in der Regel in erdverlegten, gedämmten Rohrsystemen mittels eines erhitzten Mediums (meist Wasser oder Dampf) transportiert. Der Begriff Fernwärme wird genutzt, um flächige Wärmenetze von kleinräumiger zentraler Wärmeversorgung (Nahwärme) abzugrenzen, wobei es keinen festgelegten Grenzwert für diese Differenzierung gibt.
Die energetische Flächeneffizienz ist ein Maß zur Beurteilung, in welchem Grad Energie auf einer bestimmten Fläche durch eine Anlage erzeugt werden kann. Hierzu wird die erzeugte Energie ins Verhältnis zur Fläche gesetzt, die eine Erzeugungsanlage und die für ihren Betrieb notwendige Rohstoffproduktion in Anspruch nimmt.
Landwirtschaftliche Flächen können auf verschiedene Weisen genutzt werden. So können Pflanzen zur Nahrungsmittel-, Futtermittel- oder Energieerzeugung angebaut werden. Darüber hinaus können sie der landwirtschaftlichen Nutzung durch Versiegelung (Bau-, Gewerbegebiet, Straße), Anlegen eines Golfplatzes oder Umwidmung in Naturschutzflächen ganz entzogen werden. Wenn eine landwirtschaftliche Fläche von unterschiedlichen Nutzungsweisen beansprucht wird, spricht man von Flächenkonkurrenz.
Fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle haben sich über lange Zeiträume aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren unter Einwirkung von Druck und Wärme gebildet. Aufgrund des aus menschlicher Sicht langen Entstehungsprozesses können fossile Energieträger im Gegensatz zu Erneuerbaren Energien vollständig aufgebraucht werden, da ihre Nutzung ungleich schneller erfolgt als die Neubildung. Zudem setzt die Verbrennung von fossilen Energieträgern CO2 (Kohlenstoffdioxid) frei, das über sehr lange Zeiträume als Kohlenstoff in ihnen gebunden war und entlässt dieses in die Atmosphäre.

sind in Lagerstätten vorkommende Rohstoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft,zum Beispiel Kohle, Erdöl und Erdgas. Sie zählen neben mineralischen und metallischen Materialien zu den nicht-erneuerbaren Rohstoffen, da sie nicht das Potenzial haben, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern (vgl. biogene Rohstoffe) (Umweltbundesamt (2016): Die Nutzung natürlicher Ressourcen).

Unter funktionaler Stromspeicherung versteht man die Umwandlung und Speicherung von Strom in Form der späteren Stromanwendung, v.a. leicht speicherbarer Wärme oder Kälte. Die Energie wird zwar nicht wieder in  Strom umgewandelt, durch gezielten Verzicht auf Strombezug in Engpasszeiten ist der Effekt auf das Stromnetz allerdings vergleichbar mit einer Wiedereinspeisung. Ermöglicht wird dies durch Lastverschiebung mit Hilfe intelligenter Stromnetze (smart grid). Viele industrielle Stromverbraucher (z.B. Schmelzbetriebe) haben z.B. in Stromengpasszeiten die Möglichkeit, für eine definierte Zeit auf Strombezug zu verzichten und den Strombezug auf günstigere Zeiten zu verschieben.

G...wie Generator

In einer Gasturbine wird ein brennbares Gas oder eine brennbare Flüssigkeit mittels verdichteter Luft in komprimiertem Zustand innerhalb einer Brennkammer verbrannt. Das entstehende heiße Abgas steht durch die Verbrennungswärme unter hohem Druck und die Entspannung auf niedrigeren Druck liefert die mechanische Energie zum Antrieb des Verdichters für die Luft und des Generators für die Stromerzeugung.
Ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk ist eine Stromerzeugungsanlage, bestehend aus einer Gasturbinen-Generatoreinheit, deren Abgase zur Dampferzeugung genutzt werden. Mit dem Dampf wird dann in einer Dampfturbinen-Generatoreinheit zusätzlicher Strom erzeugt, so dass elektrische Wirkungsgrade von über 60 % realisiert werden können.
Ein Generator wandelt mechanische Energie in elektrische Energie um, indem durch Bewegung eines Leiters in einem Magnetfeld eine elektrische Spannung induziert wird.
Geothermische Energie wird auch als Erdwärme bezeichnet. Erdwärme ist eine Form gespeicherter Energie unterhalb der Erdoberfläche. Unter Geothermie versteht man die technische Ausnutzung dieser natürlichen Wärmequelle zur Energiegewinnung (Wärme und Strom). Von Tiefengeothermie, die zum Teil auch eine Erzeugung von Strom ermöglicht, spricht man bei der Nutzung von Wärme aus Tiefen zwischen 400 und 7.000 Metern. Die in der Regel durch Wärmepumpen erfolgende Nutzung von Erdwärme oder Grundwasser als Wärmequelle bis zu einer Tiefe von 400 Meter wird oberflächennahe Geothermie genannt.
Als Gleichstrom (direct current, DC) bezeichnet man elektrischen Strom, dessen Stärke und Richtung sich zeitlich nicht ändern. Strom aus Photovoltaikanlagen und Akkumulatoren, liegt prinzipiell als Gleichstrom vor. Im öffentlichen Stromnetz wird Wechselstrom bereitgestellt.
Die Globalstrahlung der Sonne ist die auf eine horizontale Fläche auftreffende Strahlungsleistung, gemessen in W/m². Sie setzt sich zusammen aus der diffusen, durch Einflüsse in der Atmosphäre (z. B. Nebel und Wolken) gestreuten Solarstrahlung und der direkten Strahlung, die ohne Streuung direkt auf die Erdoberfläche trifft.
Die Grundlast (Base load) ist die kontinuierlich benötigte Leistung, die unabhängig von Spitzenlastzeiten bereitgestellt werden muss. Dies gilt für das Stromnetz ebenso wie z. B. für die Wärmeversorgung von Gebäuden.
Der Begriff Grünstromprivileg ist die Bezeichnung für eine Regelung innerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), mit der Elektrizitätsversorgungsunternehmen eine Reduzierung der EEG-Umlage von derzeit 2 ct/kWh erreichen können, sofern sie über einen Zeitraum von mindestens acht Monaten eines Jahres Strom an ihre Kunden verkaufen, welcher zu mehr als 50 % aus Erneuerbare-Energie-Anlagen und gleichzeitig zu mindestens 20 % aus PV- und Windkraftanlagen stammt.
Der g-Wert (Energiedurchlassgrad) ist ein Maß für die Gesamtdurchlässigkeit der Energie bei transparenten Bauteilen, z.B. Fensterscheiben. Ein g-Wert von 0,60 bedeutet, dass 60 % der eingestrahlten Energie in den Raum hinter einer lichtdurchlässigen Oberfläche gelangen kann. Der g-Wert als Gesamtenergiedurchlassgrad ist die Summe aus der direkt durchgelassenen Sonnenstrahlung und der sekundären Wärmeabgabe, die vom Glas nach innen durch Abstrahlung und Konvektion erfolgt.

H...wie Holzpellets

In einem Heizkraftwerk wird in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Strom und Wärme erzeugt. Die Wärme wird meist über ein Wärmenetz an die Verbraucher verteilt und dient dort der Heizung, Warmwasserbereitung und / oder einem wärmeintensiven Prozess. Der Strom wird abhängig von der Bedarfsstruktur direkt vor Ort zur Eigenversorgung des Betreibers verwendet oder in das Stromnetz eingespeist. Im Vergleich zur separaten Erzeugung von Strom und Wärme wird bei gleichem Endenergiebedarf deutlich weniger Brennstoff benötigt.

Ein Heizwerk ist eine Anlage zur zentralen Erzeugung von Wärme für Heizung, Warmwasserbereitung und / oder wärmeintensive Prozesse. Die Wärme wird häufig über Wärmenetze an die Verbraucher verteilt.
Die Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung ist ein Verfahren zur verlustarmen Übertragung großer elektrischer Leistungen bei sehr hohen Spannungen (ab 220 kV) meist über weite Entfernungen wie beispielsweise bei Offshore-Windparks. Für die Verbindung mit dem herkömmlichen Wechselstromnetz sind Stromrichter erforderlich.
Der Begriff Holzhackschnitzel bezeichnet mit schneidenden Werkzeugen (Hacker) zerkleinertes Holz mit Kantenlängen im Zentimeterbereich. Sogenannte Waldhackschnitzel werden aus Waldrestholz oder Schwachholz hergestellt, also dem Rohholzaufkommen, das nicht als Stammholz oder Industrieholz stofflich verwertbar ist. Andere Holzhackschnitzel werden aus Industrierestholz (z. B. aus der Sägeindustrie), holzigem Landschaftspflegematerial, Kurzumtriebsplantagenholz oder auch aus Altholz produziert.
Holzpellets sind zylindrische Presslinge aus naturbelassenem Holz, meist mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Länge zwischen 3 und 5 cm, die hauptsächlich aus Säge- und Hobelspänen hergestellt werden. Durch das Pelletieren wird aus den losen Spänen ein kompakter Brennstoff erzeugt, der trocken und gut rieselfähig ist und bei Transport sowie Lagerung nur wenig Platz erfordert. Der Heizwert von einem Kilogramm Holzpellets beträgt ca. 5 kWh und entspricht damit etwa dem Heizwert von einem halben Liter Heizöl.
Holzvergasungsanlagen wandeln Holz in Form von Hackschnitzeln oder Pellets durch einen mehrstufigen Prozess in einen gasförmigen Sekundärbrennstoff (Holzgas) um. Für die Gasnutzung problematische Teere und Kohlenwasserstoffe werden im Prozess gespalten bzw. aus dem Gas abgetrennt. Das Gas wird in der Regel gekühlt und meist in einem BHKW als Brennstoff genutzt.
Durch den hydraulischen Abgleich einer Heizungsanlage wird eine homogene Wärmeverteilung im gesamten Heizsystem durch bedarfsgerechte Justierung der Volumenströme in allen Leitungen sichergestellt. Bei nicht abgeglichenen Systemen besteht in Folge differierender hydraulischer Widerstände in der Heizungsanlage die Gefahr von hydraulischen Kurzschlüssen und damit einer ungleichmäßigen Wärmeverteilung. Für eine ordnungsgemäße Funktion der Heizungsanlage gewinnt ein hydraulischer Abgleich mit steigender Anlagengröße bzw. Rohrleitungslänge an Bedeutung.

IJ...wie Infraschall und Jahreshöchstlast

Als Infraschall werden Schallwellen bezeichnet, deren Frequenzbereich unterhalb der menschlichen Hörschwelle von etwa 20 Hertz liegt. Der Mensch kann Infraschall demnach nicht hören, bei hohen Schalldruckpegeln aber unter Umständen spüren. Bei Infraschallpegeln unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle können nach heutigem Stand der Wissenschaft keine gesundheitlichen Auswirkungen hervorgerufen werden. Auch moderne Windkraftanlagen produzieren Infraschall, der aber schon ab einer Entfernung von 250 Metern unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle liegt.
Wenn eine Stromerzeugungsanlage nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden ist, sondern Verbraucher innerhalb eines getrennten Stromnetzes mit Energie versorgt, spricht man von einer Inselanlage. In der Regel existieren Inselanlagen dort, wo die Anbindung an ein bestehendes Stromnetz aus technischer oder wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll ist (z. B. im Hochgebirge).
Die Jahreshöchstlast ist der innerhalb eines Jahres in einem Netz auftretende maximale Bedarf an elektrischer Leistung.

K...wie Kurzumtriebsplantage

Die Stromerzeugungskapazitäten von Kraftwerken, die nicht endgültig stillgelegt, sondern unter Wahrung der Einsatzfähigkeit für einen längeren Zeitraum außer Betrieb genommen werden, werden als Kaltreserve bezeichnet. Kraftwerke aus der Kaltreserve können in besonderen Situationen (z. B. hoher Strombedarf während einer Kälteperiode) relativ kurzzeitig reaktiviert oder aufgrund veränderter Rahmenbedingungen (z. B. geänderte Brennstoffpreise) wieder in den Normalbetrieb überführt werden.
Unter Kernenergieausstieg versteht man die politische Entscheidung, auf die Erzeugung von Strom aus Kernenergie zu verzichten. Kurz nach der nuklearen Katastrophe in Japan beschloss der Deutsche Bundestag am 30. Juni 2011 acht Kernkraftwerke unverzüglich und dauerhaft abzuschalten und die übrigen neun schrittweise bis zum Jahr 2022 vom Netz zu nehmen.
Die Förderbank des Bundes KfW fördert u. a. energetische Maßnahmen in Neubau und Gebäudesanierung. Sie hat eigene Energieeffizienzstandards für Gebäude definiert, die auf der Berechnung eines Referenzgebäudes nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) beruhen. Ein KfW-Effizienzhaus 40 darf beispielsweise einen Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung von max. 40 % des EnEV-Referenzgebäudes (Mindestanforderung nach EnEV) aufweisen. Ein weiteres Kriterium für die Einstufung ist der über die Gebäudehülle an die Umgebung abgegebene Transmissionswärmeverlust, welcher einen jeweils festgelegten Wert unterschreiten muss.
Bei einer Photovoltaikanlage wird die abgegebene elektrische Leistung unter Standard-Testbedingungen in Kilowatt peak (kWp) angegeben. Die Angabe entspricht trotz der abweichenden Form der installierten Leistung, bzw. etwa der maximalen Leistung.
Eine Kilowattstunde (kWh) gibt die Energiemenge an, die ein Verbraucher mit einer Leistung von 1 kW innerhalb einer Stunde benötigt, bzw. eine Energieerzeugungsanlage mit 1 kW Leistung in derselben Zeit erzeugt.
Kleinwindkraftanlagen erzeugen ebenso wie „große“ Windkraftanlagen Strom aus der Energie des Windes. Sie lassen sich mit Hilfe folgender Kriterien von Großanlagen abgrenzen: Ihre Gesamthöhe beträgt maximal 50 Meter, ihre Nennleistung liegt bei maximal 75 KW und ihre überstrichene Rotorfläche beläuft sich maximal auf 200 m². Kleinwindkraftanlagen bis zu einer Gesamthöhe von 10 m sind nicht genehmigungspflichtig, bis zu einer Gesamthöhe von 50 m bedürfen sie einer baurechtlichen Genehmigung.

bezeichnet das Ergebnis der Reduktion und Begrenzung der Treibhausgasemissionen, sodass diese keinen weiteren negativen Einfluss auf Ökosysteme und das Klima ausüben (Umweltbundesamt (2014): Klimaneutral leben. Für Mensch und Umwelt).

Die kommunale Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien ergibt sich durch positive ökonomische Effekte, die in der jeweiligen Gebietskörperschaft erreicht werden. Bei der Bezifferung der kommunalen Wertschöpfung werden die Nettogewinne der beteiligten Unternehmen, die Nettoeinkommen der beteiligten Beschäftigten und die an die Kommunen gezahlten Steuern für sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette (Produktion von Anlagen, Planung und Installation, Betrieb und Wartung, Betreibergesellschaft) betrachtet. Die Höhe der kommunalen Wertschöpfung ist davon abhängig, wie viele dieser Stufen von Beteiligten aus der Kommune abgedeckt werden können und insbesondere, ob der Sitz der Betreibergesellschaft in der Kommune liegt.
Das Kommunale Energiemanagement ist ein Instrument zur laufenden Analyse und Optimierung des Energieverbrauchs kommunaler Liegenschaften. Es handelt sich dabei um einen fortwährenden Prozess, der auf eine schrittweise Reduzierung des Energieverbrauchs und Optimierung von energieintensiven Arbeitsprozessen abzielt. Kommunales Energiemanagement umfasst die regelmäßige Verbrauchsdatenerfassung, Datenauswertung, Feststellung des Handlungsbedarfs und Umsetzung von konkreten Verbesserungsmaßnahmen sowie ein Monitoring.
Als Konversionsfläche im Sinne des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) wird eine Fläche bezeichnet, die ehemals wirtschaftlich, verkehrlich, wohnungsbaulich oder militärisch genutzt wurde und deren Vornutzung noch fortwirkt. Klassische Konversionsflächen sind z. B. ehemalige Deponien oder Truppenübungsplätze. Strom aus einer Photovoltaik-Freiflächenanlage, die auf einer Konversionsfläche errichtet ist wird nach EEG vergütet.
Wenn die beim Betrieb einer Stromerzeugungsanlage entstehende Wärme genutzt wird, spricht man von Kraft-Wärme-Kopplung. Durch diese Kopplung kann die eingesetzte Energie effizienter genutzt werden als bei der getrennten Erzeugung.
Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz regelt die Zuschlagszahlungen, die Betreiber von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für den produzierten Strom erhalten. Die Höhe der zeitlich befristeten Zuschlagszahlung richtet sich nach der Nennwärmeleistung der Anlage und wird nach Leistungsklassen gestaffelt berechnet.
In Kurzumtriebsplantagen werden schnellwachsende Baumarten wie Pappeln und Weiden auf Ackerflächen angebaut, in regelmäßigen Intervallen (alle 3 - 20 Jahre) abgeerntet und in Form von Holzhackschnitzeln zur Energiegewinnung oder stofflich genutzt. Aus den verbleibenden Wurzelstöcken wächst der Neuaustrieb für die nächste Ernte. KUP-Flächen gelten weiterhin als Ackerland, sofern die Umtriebszeiten nicht mehr als 20 Jahre betragen.
Gemäß dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) erhalten Betreiber von KWK-Anlagen für den produzierten Strom Zuschlagszahlungen. Finanziert werden diese über die KWK-Umlage, die auf den Strompreis für die Endverbraucher aufgeschlagen wird.

L...wie LED-Lampe

Unter Lastmanagement ist die gezielte und aktive Steuerung des Stromverbrauchs zu verstehen. Zum einen kann dies die vertraglich vereinbarte Zu- oder Abschaltung von Energieverbrauchern und –erzeugern durch einen Netzbetreiber bedeuten, der damit einen stabilen Netzbetrieb sicherstellt. Auch die Vermarktung durch Bereitstellung von Regelenergie zum Ausgleich von Unterschieden zwischen Erzeugung und Last, sowie die Nutzung des Lastmanagements zum Ausgleich eines Bilanzkreises bei kurzfristigen Abweichungen des Fahrplans sind möglich. Zum anderen kann Lastmanagement von Verbraucherseite aus vor allem auf die Kostensenkung durch Vermeidung von Spitzenlastbezug (s. Leistungspreis) und Verlagerung des Strombezugs in Zeiten mit niedrigerem Strompreis ausgerichtet sein.
Der Begriff der Lastregelung umfasst alle Maßnahmen zur Deckung des fluktuierenden Strombedarfs eines Verteilnetzes. Zumeist wird die Energieerzeugung dem Bedarf mit Hilfe von Grund-, Mittel- und Spitzenlastkraftwerken angeglichen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der Leistungsänderungsgeschwindigkeit sowie des Leistungsspektrums zur Regelung der Stromerzeugung. Der Lastregelung zur Steuerung der Energieerzeugung steht das Lastmanagement gegenüber, mit dem gezielt der Verbrauch gesteuert wird.
Das Prinzip der latenten Speicherung nutzt den Wechsel des Aggregatzustands von wärmespeichernden Medien (z. B. Paraffin). In der Praxis wird bei der Beladung eines Latentwärmespeichers ein sogenanntes Phasenwechselmaterial (PCM) geschmolzen, das die beim Schmelzen gespeicherte Wärme beim Erstarren zum Feststoff wieder freigeben kann. Dieser Speichertyp zeichnet sich gegenüber üblichen Warmwasserspeichern durch eine höhere Speicherdichte und geringere Verluste aus.
LED-Leuchtmittel bestehen aus einer oder mehreren Licht emittierenden Halbleiter-Bauelementen (Licht emittierenden Dioden). LED-Lampen zeichnen sich durch ihre Effizienz, ihren geringen Platzbedarf und eine lange Betriebsdauer sowie durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten (Haushalt, Straßenbeleuchtung, Signaltechnik, Bildschirme etc.), aus.
Die elektrische Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte Energiemenge (Arbeit).
Die gesicherte Leistung einer Anlage ist der Leistungsanteil, der mit hoher Sicherheit ständig verfügbar ist.
Der Leistungspreis ist der Preis für die höchste abzudeckende Leistung bei der Energielieferung über Netze (Strom, Wärme, Gas), der unabhängig von der tatsächlichen Verbrauchsmenge gezahlt werden muss, da die entsprechende Leistung vom Anbieter immer bereit gehalten wird. Er spiegelt in der Regel die kapitalgebundenen Kosten der Energieversorgung wider und bildet damit das Gegenstück zum Arbeitspreis..
Niedrigenergie-, Passiv- und Plusenergiehäuser müssen, um Energieverluste und Bauschäden zu vermeiden, möglichst luftdicht errichtet werden. Die Luftdichtigkeit kann mit einem Differenzdrucktest (z. B. „Blower-Door-Test“) überprüft werden. Dabei wird mit speziellen Ventilatoren und Messgeräten, die in eine Fenster- oder Türöffnung eingebaut werden, ein konstanter Druckunterschied zur Umgebung aufgebaut. Der sich aufgrund von Gebäudeundichtigkeiten einstellende Luftstrom, der zu einem Druckausgleich führt, gibt Auskunft über die Dichtheit des Gebäudes.

MN...wie Merit-Order-Effekt und Netzausbau

Durch die sogenannte Merit-Order (Wert-Reihenfolge) wird die Einsatzreihenfolge von Kraftwerken anhand der variablen Erzeugungskosten festgelegt. Der Merit-Order-Effekt beschreibt die Verdrängung von Kraftwerken mit hohen variablen Erzeugungskosten durch den Markteintritt von Anlagen mit geringeren variablen Erzeugungskosten, z. B. die Abschaltung konventioneller Kraftwerke zu Zeiten mit hoher Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen. Der Preis für Strom an der Strombörse sinkt durch den Merit-Order-Effekt, da für den Börsenpreis nur die variablen Kosten der aktuell teuersten einspeisenden Erzeugungsform relevant sind.

bedeutet, dass moderne land- und forstwirtschaftliche Betriebe zusätzlich Dienstleistungs-, Öko- und Ausgleichsfunktionen für Gesellschaft, Natur und Umwelt erfüllen. Durch vielfältige Vorleistungen für andere Wirtschaftsbereiche tragen sie maßgeblich zur Entwicklung und Stabilität ländlicher Räume bei (StMELF (2016): www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft).

bezeichnet die quantitative und qualitative Steigerung der Produktivität bei gleichzeitigem Erhalt oder der Verbesserung der natürlichen Ressourcen und Ökosystemdienstleistungen. Die Steigerung der Produktivität soll dabei im Wesentlichen auf bereits existierendem Agrarland stattfinden und durch die Anwendung unterschiedlicher Techniken und Produktionsmethoden erreicht werden, welche die wissensbasierte ökologische Intensivierung mit Kosteninternalisierung der Umweltmedien als zukunftssichernde, nachhaltig wirkende Bioökonomie gestalten. Dies könnten zum Beispiel mögliche Neuzüchtungen, ein Einsatz resistenterer und effizienterer Sorten, effizienterer und emissionsärmerer Dünger, die Nutzung der biologischen
Stickstofffixierung oder der Einsatz von Techniken der
Präzisionslandwirtschaft sein. Auch die bessere Integration von Pflanzen- und Tierproduktion oder diejenige von Bioraffinerien (einschließlich Biogasanlagen) in regionale, zu den natürlichen Vorgaben passende Stoffkreisläufe gehören zu den möglichen Maßnahmen.

Das (n-1)-Kriterium der Stromnetzplanung besagt, dass die Netzsicherheit auch dann gewährleistet sein muss, wenn in Zeiten maximaler Übertragungs- und Versorgungsbeanspruchung eine beliebige Komponente (z. B. ein Kraftwerk) ausfällt oder abgeschaltet wird. Es darf auch dann nicht zu Versorgungsunterbrechungen oder einer Ausweitung der Störung kommen. Zudem muss sich die Spannung innerhalb der zulässigen Grenzen bewegen und verbleibende Betriebsmittel dürfen nicht überlastet werden.
Nachwachsende Rohstoffe sind Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die ganz oder in Teilen als Rohstoffe für die Industrie oder als Energieträger genutzt werden können. Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen erneuern sie sich in kurz- bis mittelfristigen Zeiträumen.
Die Nennleistung ist eine technische Größe, welche die Leistung einer Anlage unter Nennbedingungen angibt, z. B. für eine Windkraftanlage bei einer festgelegten Windgeschwindigkeit. Sie wird häufig auch als installierte Leistung bezeichnet.
Die Nettoleistung beschreibt bei einer Stromerzeugungsanlage die von ihr bereitgestellte elektrische Leistung, die bereits um die für die Erzeugung notwendige Leistung (z. B. für Hilfsaggregate oder Leitungen in der Anlage) bereinigt ist.
Die Nettostromerzeugung umfasst die durch eine Anlage erzeugte elektrische Energie nach Abzug des Eigenbedarfs der Anlage (z. B. für den Betrieb von Brennstoffförderanlagen). Entsprechend kann der Begriff auf die Summe der Stromerzeugungsanlagen einer abgegrenzten Region (z. B. eines Landes) angewandt werden.
Unter Nettostromverbrauch versteht man die Menge elektrischer Energie, die nach Abzug des Eigenbedarfs der Erzeugungsanlagen sowie der Umwandlungs- und Übertragungs- bzw. Netzverluste letztendlich von den Verbrauchern in einer abgegrenzten Region (z. B. einem Land) genutzt wird.
Der Netzanschlusspunkt ist der Punkt, an dem ein Netznutzer mit dem Stromnetz verbunden ist. Die Kosten des Netzanschlusses bis zum Netzanschlusspunkt trägt der Betreiber einer Stromerzeugungsanlage, die Kosten für das Netz (einschließlich erforderlicher Ausbaumaßnahmen) ab dem Netzanschlusspunkt die Netzbetreiber.
Der Begriff Netzausbau beschreibt die Erweiterung und Verstärkung der bestehenden Stromnetzinfrastruktur, um z. B. die Versorgung neuer Verbraucher und den Anschluss neuer Energieerzeugungsanlagen sicherzustellen oder eine Überbeanspruchung des bisherigen Stromnetzes, z. B. infolge der steigenden Einspeisung dezentraler Energieanlagen zu vermeiden.
Netznutzungsentgelte sind Gebühren, die für die Durchleitung von Energie in Form von Strom und Gas durch die Betreiber der Energienetze erhoben werden. Grundlage hierfür ist die Strom- bzw. Gasnetzentgeltverordnung (StromNEV / GasNEV). Erfolgt der Strombezug über einen Energieversorger, werden die Gebühren in der Regel zunächst von diesem an die Netzbetreiber entrichtet und anschließend auf den Endverbraucherpreis umgelegt. Die Höhe der Netznutzungsentgelte wird von der Bundesnetzagentur (BNetzA) reguliert.
Von Netzparität spricht man in der Regel dann, wenn einen Endkunden die Herstellung von Strom mit einer eigenen Stromerzeugungsanlage ebenso viel kostet, wie der Strombezug aus dem Netz, dessen Kosten sich aus Erzeugung, Transport, Umlagen und Steuern zusammensetzen.
Die Nutzenergie ist der Teil der Endenergie, der dem Verbraucher nach der letzten Umwandlung für den jeweiligen Nutzungszweck zur Verfügung steht (z. B. Licht für die Beleuchtung, mechanische Arbeit von Motoren, Wärme für Raumheizung).
Der Nutzungsgrad beschreibt das Verhältnis aus nutzbarer und zugeführter Energie eines Energieumwandlungsschrittes über einen bestimmten Zeitraum (i.d.R. ein Jahr). Der Nutzungsgrad ist nicht zu verwechseln mit dem Wirkungsgrad, der zu einem bestimmten Zeitpunkt die abgegebene Leistung der zugeführten Leistung gegenüberstellt.

O...wie Offshore-Energiegewinnung

Die Offshore-Energiegewinnung umfasst u. a. die Energieträger Erdöl, Wind, Wellen, Gezeiten, Thermik und Meeresströmung.
In Abgrenzung zur Offshore-Energiegewinnung umfasst die Onshore-Energiegewinnung die Energiegewinnung mittels verschiedener konventioneller und erneuerbarer Energieträger auf dem Land.
Der ORC-Prozess (Organic Rankine Cycle) ist ein Dampfkraftprozess, bei dem anstelle von Wasser ein organisches Arbeitsmedium (z. B. Silikonöl) verwendet wird, das geringere Siede- und Kondensationstemperaturen sowie ein höheres Molekulargewicht als Wasser aufweist. Der ORC-Prozess wird vor allem zur Nutzung von Abwärme aus Produktionsprozessen angewandt und wurde für Anwendungen in den Bereichen Geothermie und Bioenergie weiterentwickelt.

P...wie Photovoltaikanlage

Als Passivhaus wird ein Gebäude bezeichnet, das aufgrund guter Dämmung und luftdichter Bauweise sowie kontrollierter Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung nur einen sehr geringen Energieverbrauch aufweist und zudem den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt entspricht. Die maximal zulässige Heizlast beträgt 10 W/m² und muss auch an sehr kalten Tagen allein über die Zuluft gedeckt werden können. Daraus ergibt sich für ein Wohngebäude in Deutschland ein Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/(m² a). Weitere Kriterien sind der Kühl- und Primärenergiebedarf sowie die Luftdichtigkeit.
Pflanzenöl ist nicht nur Ausgangsstoff für Biodiesel, sondern kann auch in unveränderter Form in umgerüsteten oder dafür serienmäßig vorgesehenen Dieselmotoren verwendet werden. In Deutschland wird hauptsächlich Rapsölkraftstoff eingesetzt. Der Kraftstoff muss der DIN-Norm 51605 entsprechen.
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenstrahlung in nutzbare elektrische Energie um. Der Umwandlungsprozess erfolgt in Solarzellen, in denen mithilfe von Halbleitern durch einfallendes Licht ein Elektronenfluss ausgelöst wird.
Ein Plusenergiehaus zeichnet sich dadurch aus, dass es per Jahressaldo eine positive Energiebilanz aufweist, also mehr Energie gewinnt als es selbst verbraucht. Dies wird i. d. R. durch die Nutzung von Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeproduktion erreicht. Eine allgemein akzeptierte Definition oder Norm für das Plusenergiehaus existiert bisher nicht.
Die in der Entwicklung befindliche Power-to-Gas-Technologie soll in der Regel mit erneuerbarem Überschussstrom durch Wasserelektrolyse Wasserstoff und durch eine weitere optionale Reaktion mit CO2 synthetisches Methan herstellen. Beide Gase können vor Ort gespeichert sowie, bei Wasserstoff in begrenztem Umfang, in das Erdgasnetz eingespeist werden. Das Erdgasnetz kann dann sowohl der Verteilung als auch der Speicherung der Gase dienen, so dass sie bei Bedarf entweder als Brennstoff zur Strom- und Wärmeversorgung oder als Kraftstoff genutzt werden können.

bezeichnet das Ergebnis der Entwicklung einer Wirtschafts- und Lebensweise in weitgehender Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Gas, Öl) (Berg & Schneidewind (2013): Beyond Oil?: Transformation in eine post-fossile Gesellschaft).

Unter Power-to-Heat versteht man die Umwandlung von erneuerbarem Überschussstrom in Wärme oder Kälte, mit dem Ziel, die Wärme direkt oder nach einer zwischenzeitlichen Speicherung zur späteren Wärme- oder Kältebedarfsdeckung zu nutzen. Die Speicherung von Wärme oder Kälte ist in der Regel einfacher und kostengünstiger als die Stromspeicherung. Allerdings kann die gespeicherte Wärmeenergie nicht so vielfältig eingesetzt werden wie Strom.
Als Primärenergie wird jene Energie bezeichnet, die in den natürlich vorkommenden Energieträgern wie z. B. Biomasse, Erdöl, Erdgas, Kohle etc. enthalten ist, ohne dass der Energieträger einem Umwandlungsprozess unterzogen wurde.
Prozesswärme wird im Gegensatz zu Wärme zur Raumheizung und Warmwasserbereitung für technische Prozesse wie Garen, Schmieden, Schmelzen oder Trocknen benötigt.
In Pumpspeicherkraftwerken wird bei Stromüberschuss Wasser aus einem tiefer gelegenen Becken in ein höher gelegenes gepumpt. Überwiegt zu einem späteren Zeitpunkt der Strombedarf, findet eine Rückverstromung statt, indem das Wasser über das natürliche Gefälle wieder in das untere Becken geleitet wird, über eine Turbine einen Generator antreibt und dadurch Strom erzeugt. Ein Pumpspeicherkraftwerk kann eine regulierende Funktion im Stromversorgungssystem einnehmen, da es kurzfristig Strom speichern aber auch liefern kann. Pumpspeicherkraftwerke sind die kostengünstigste Form der Stromspeicherung und haben mit ca. 80 % den höchsten großtechnischen Speicherwirkungsgrad. Nachteile sind die geringe Verfügbarkeit geeigneter Standorte und Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung.

R...wie Rotorblatt

Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass eine Steigerung der Energieeffizienz nicht automatisch zu einer Senkung des Energieverbrauchs in gleichem Maß führt, sondern sogar zu einer Steigerung des Verbrauchs führen kann. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass durch die Effizienzsteigerung eine Energiedienstleistung verhältnismäßig günstiger wird, was zu einer höheren Nachfrage am Markt führen kann(z. B.: eines Kühlschranks wird das Altgerät im Keller weiterbetrieben).(Beispiel: Nach Umstellung auf energieeffiziente Beleuchtung lässt man diese dafür oft länger eingeschaltet.)
Der Referenzertrag ist die Strommenge, die ein bestimmter Windkraftanlagentyp mit definierter Nabenhöhe bei Errichtung an einem Referenzstandort rechnerisch erbringen würde. Die Einspeisevergütung für Strom aus Windkraftanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) richtet sich in ihrer Höhe bzw. Zahlungsdauer nach dem Verhältnis von tatsächlichem Ertrag zum Referenzertrag.
Die Regelleistung wird benötigt, um mögliche Leistungsungleichgewichte im Netz zwischen Stromeinspeisung und -bezug auszugleichen und so die Stabilität der Netzfrequenz zu gewährleisten. Es existiert sowohl eine negative als auch eine positive Regelleistung, die entweder Übereinspeisung oder fehlende Einspeisung kompensieren kann.
Aufgabe der Regionalplanung ist es, die räumliche Entwicklung der jeweiligen Region fachübergreifend zu koordinieren und dabei unterschiedliche Interessen abzustimmen. Die Regionalen Planungsverbände erstellen hierfür Regionalpläne, die bei Bedarf fortgeschrieben werden (z. B. hinsichtlich des Ausbaus der Windkraftnutzung). Darin können u. a. Gebietsfestlegungen für bestimmte Nutzungen vorgenommen werden (z. B. Vorrang-, Vorbehalts-, Ausschlussgebiete). Der Regionalplan konkretisiert die Festlegungen des Landesentwicklungsprogramm, bzw. -plans in räumlicher und inhaltlicher Hinsicht und bildet einen langfristigen planerischen Ordnungs- und Entwicklungsrahmen für die jeweilige Region. An der Aufstellung der Ziele und Grundsätze der Raumordnung und Landesplanung wirkt die Regionalplanung bereits mit.
Bei der Rekommunalisierung werden zuvor privatisierte Werte in kommunales Eigentum zurückgeführt. Dies kann z. B. bei einem Rückkauf von Strom- und Gasnetzen durch Kommunen bzw. kommunale Betriebe (z. B. Gemeinde- oder Stadtwerke) der Fall sein. In den vergangenen Jahren hat aufgrund des Auslaufens zahlreicher bestehender Konzessionsverträge für Stromnetze die Zahl der Rekommunalisierungen zugenommen.
Unter Repowering wird der Ersatz bereits installierter Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien durch neue Anlagen mit höheren Energieerträgen verstanden.

sind Stoffe, die bei der Produktion, Verarbeitung, Umarbeitung oder beim Gebrauch von Stoffen und Materialien übrig bleiben. Reststoffe können unter Umständen in sekundären und weiteren Stoffkreisläufen eingesetzt und weiterverwendet werden. Reststoffe sind somit Wertstoffe und sind keinesfalls mit Abfällen gleichzusetzen. Der Wert eines Reststoffes misst sich an seinem Bedarf und dessen Verwendbarkeit, so dass aus Reststoffen, wenn sie zum Material für neue Produktionsprozesse werden, Rohstoffe werden können.

Die Reservekraftwerksverordnung wurde im Juni 2013 verabschiedet und soll für eine Übergangsphase bis Ende 2017 sicherstellen, dass ausreichend gesicherte, flexible Kraftwerkskapazität zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit zur Verfügung steht. Hierfür definiert sie Regelungen für eine transparente Beschaffung von Reservekapazitäten sowie zur Stilllegung von Kraftwerken.
Die Residuallast beschreibt die Differenz zwischen der tatsächlich eingespeisten Leistung aus volatilen erneuerbaren Stromquellen und dem aktuellen Leistungsbedarf. Diese Differenz muss durch die Bereitstellung regelbarer Energiequellen ausgeglichen werden.

beschreibt das Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Ressourceneinsatz (UBA (2012): Glossar zum Ressourcenschutz). Durch eine Steigerung der Ressourceneffizienz kann zum Beispiel die Wirtschaft den Ressourceneinsatz pro produzierter Gütereinheit reduzieren, Ressourcen schonen und negative Umweltauswirkungen verringern.

Als Rotorblatt bezeichnet man den Flügel einer Windkraftanlage, der vom vorbeistreichenden Wind aufgrund des aerodynamischen Auftriebsprinzips in eine Drehbewegung versetzt wird. Ein Generator erzeugt hieraus elektrische Energie. Rotorblätter bestehen derzeit meist aus zwei Halbschalen, die aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) oder kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) gefertigt sind.
Die Rotorfläche entspricht der Kreisfläche, die von den Rotoren einer Windkraftanlage bei ihrer Drehbewegung überstrichen wird. Sie bestimmt demnach die Querschnittsfläche des Luftstroms, dem eine Windkraftanlage während des Durchtritts kinetische Energie zur Stromerzeugung entziehen kann. Daher wird die Rotorfläche häufig auch als Erntefläche bezeichnet.

ST...wie Scheitholz und Transformator

Eine energetische Sanierung ist eine Baumaßnahme zur grundlegenden Verbesserung der thermischen Gebäudeeigenschaften mit dem Ziel, den Energiebedarf des Gebäudes wesentlich zu reduzieren. Neben Maßnahmen zur Verringerung der Transmissionswärmeverluste über die thermische Gebäudehülle (Dämmung, Fenstertausch) ist meist auch eine gleichzeitige Modernisierung und optimale Auslegung der Gebäudetechnik (Heizungs-, Lüftungsanlage) sinnvoll. Eine energetische Sanierung ist auf Basis eines qualifizierten Energiekonzepts auch in Abschnitten umsetzbar. Bei einer Sanierung hin zum Drei-Liter-Haus- oder Passivhausstandard spricht man auch von einer „Tiefensanierung“.
Unter Schattenwurf wird unter anderem der durch eine Windkraftanlage verursachte Schatten verstanden. Die Größe und der Ort der durch den Schatten beeinflussten Fläche sind abhängig von der Wetterlage sowie der Tages- und Jahreszeit. Der Schattenwurf unterliegt immissionsschutzrechtlichen Grenzwerten und ist Prüfgegenstand bei der Genehmigung einer Windkraftanlage.
Die Scheinleistung setzt sich  aus Wirk- und Blindleistung zusammen, entspricht aber aufgrund der Phasenverschiebung nicht der Summe. Sie ist u. a. für die Auslegung elektrischer Anlagen entscheidend.
Scheitholz bezeichnet in Längsrichtung gespaltene Holzstücke mit einer Länge von etwa 25 bis 100 cm. Der Einsatz von Scheitholz in Holz-Einzelfeuerstätten und -Zentralheizungskesseln zur Wärmeerzeugung nimmt einen bedeutenden Teil der Energiebereitstellung aus Biomasse ein.
Einige Kraftwerke, wie Pumpspeicher- und Gasturbinenkraftwerke, besitzen die Fähigkeit, bei einem Stromausfall ohne die Unterstützung durch das Stromnetz den Betrieb selbstständig wieder aufzunehmen. Die Schwarzstartfähigkeit ist bei einem Netzzusammenbruch wichtig zum Wiederaufbau der Versorgung.
Als Sekundärenergie wird jene Energie bezeichnet, die nach einem Umwandlungsprozess aus einem Primärenergieträger rechnerisch bereit steht. Da jeder Umwandlungsprozess grundsätzlich mit Energieverlusten einhergeht, z. B. vom Erdöl (Primärenergieträger) zum Benzin (Sekundärenergieträger), liegt der Energiegehalt des Sekundärenergieträgers unter dem Niveau des Primärenergieträgers.
Unter Smart Grid (Intelligentes Stromnetz) wird eine kommunikative Vernetzung der Stromerzeuger und -verbraucher verstanden. Bei ausreichender Vernetzung kombiniert mit einem veränderten Erzeugungs- und Verbrauchsverhalten wird eine effizientere Stromversorgung ermöglicht. Intelligente Stromnetze sind die Voraussetzung für eine Anpassung des Stromverbrauchs an die volatile Erzeugung (Demand Side Management).
Smart Meter (Intelligente Stromzähler) sind elektronische Zähler, die zu jedem Zeitpunkt das tatsächliche Verbrauchsverhalten erfassen, speichern und zur Auswertung ausgeben können.
Unter Solarthermie wird die Umwandlung von Solarstrahlung in nutzbare thermische Energie mittels Solarkollektoren verstanden. Zum Einsatz kommen derzeit vor allem Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren, die der Brauchwasser- und Heizwassererwärmung dienen.
Die elektrische Spannung ist ein Maß für den Energieinhalt je Ladungseinheit. Je höher die elektrische Spannung ist, umso geringer muss der Strom bei gleicher elektrischer Leistung sein.
Als Spitzenlast bezeichnet man den Anteil der elektrischen Leistung in einem Versorgungsgebiet, der nur über einen relativ kurzen Zeitraum zusätzlich zur Grund- und Mittellast benötigt wird.
Unter Stromgestehungskosten versteht man die Summe der Kosten, die für die Erzeugung von elektrischem Strom anfallen. Sie umfassen kapitalgebundene, betriebsgebundene, verbrauchsgebundene (u. a. Brennstoffkosten) und sonstige Kosten. Sie  können sich bei verschiedenen Energieträgern und Anlagenstandorten stark unterscheiden.
Das deutsche Stromnetz lässt sich anhand der Höhe der zum Einsatz kommenden elektrischen Spannung in Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannungsebene unterteilen. Die übertragbare Energie steigt dabei mit der Höhe der Spannung, während die spezifischen Verluste bei höherer Spannung sinken. Die Funktionen des Stromnetzes sind die Aufnahme des Stroms von Erzeugungsanlagen und der Transport zu den Verbrauchern. Hinsichtlich des Transportes wird zwischen Übertragungs- und Verteilnetz unterschieden. Mit seiner hohen zeitlichen Stromverfügbarkeit weist es eine im europäischen Vergleich führende Zuverlässigkeit auf. Das deutsche Stromnetz hat derzeit eine Länge von rund 1,78 Mio. km.
Ein Stromspeicher kann elektrische Energie speichern und bei Bedarf in Form von Strom wieder abgeben. Die verfügbaren Technologien unterscheiden sich in ihrer technischen Anwendung (z. B. Kurz- und Langzeitspeicher), ihrer regionalen Einsetzbarkeit (abhängig von geografischen und geologischen Gegebenheiten), ihren technischen Eigenschaften (Leistung, Wirkungsgrad, Reaktionszeit, Baugröße etc.) sowie ihren Umweltauswirkungen. Derzeit häufig zum Einsatz kommende Technologien sind Pumpspeicherkraftwerke und Akkumulatoren, erprobt wird die Stromspeicherung über das Power-to-Gas-Verfahren und in Druckluftspeichern. Funktionale Stromspeicher (z. B. Power-to-Heat) speisen den Strom zwar nicht mehr ins Netz zurück, haben aber durch die Entlastungsfunktion in Engpasszeiten die gleiche Wirkung auf das Stromnetz wie echte Stromspeicher.
Suffizienz beschreibt einen nachhaltigen Lebensstil mit gleichzeitig hoher Lebensqualität. In Bezug auf das Thema Energie beschreibt er die Reduktion des Energiebedarfes auf ein „rechtes Maß“. Dies umfasst sowohl das Vermeiden unnötigen Energieverbrauches (z.B. „Licht aus in nicht benutzen Räumen“) als auch den Verzicht auf zusätzliche Produkte (z.B. „Computer und Laptop und Tablet“).
Als Systemdienstleistungen werden in der Elektrizitätsversorgung für die Funktionstüchtigkeit des Stromnetzes unvermeidliche Dienstleistungen bezeichnet. Dazu gehören Frequenz- und Spannungshaltung, Versorgungswiederaufbau und Netzengpassmanagement. So setzen Netzbetreiber z. B. zur Frequenzhaltung Regelleistung ein.
Ein Transformator kann Wechselspannungen verringern oder erhöhen. Anwendung finden Transformatoren in nahezu allen elektrischen Geräten, an den Übergangspunkten zwischen den verschiedenen Netzspannungsebenen und meist an den Netzeinspeisepunkten von stromerzeugenden Anlagen wie z. B. Windkraftanlagen.

UV...wie Übertragungsnetz und Verteilnetz

Als Übertragungsnetz wird der Teil des Stromnetzes bezeichnet, der auf den Spannungsebenen 220 kV und 380 kV (Höchstspannungsnetz) die überregionale Weiterleitung des Stroms ermöglicht, aber auch für große konventionelle Kraftwerke, Wasserkraftwerke und Windparks zur Einspeisung von Strom zur Verfügung steht.
Unbundling (Entflechtung) soll den freien Wettbewerb auf dem Energiemarkt gesetzlich gewährleisten. 1998 wurde sämtlichen beteiligten Energieversorgungsunternehmen (EVU) eine organisatorische und buchhalterische Trennung des Stromtransports von ihren übrigen Geschäftsfeldern wie Stromerzeugung, -handel und -vertrieb vorgeschrieben. Hierdurch soll die Unabhängigkeit von Netz sowie Vertrieb und somit ein diskriminierungsfreier Netzzugang sichergestellt werden.
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ist ein Maß für die spezifische Wärmeleistung, die bei gegebener Temperaturdifferenz pro Flächeneinheit durch ein Bauteil dringt. Der U-Wert errechnet sich aus der Wärmeleitfähigkeit eines Bauteils sowie dessen Dicke und ist somit ein spezifisches Merkmal für die Wärmedämmqualität eines Bauteils, wobei ein höherer Wert einen höheren Wärmedurchgang beschreibt und folglich schlechtere thermische Dämmeigenschaften anzeigt.
Unter Versorgungssicherheit wird die jederzeit dauerhaft abrufbare Verfügbarkeit eines Gutes verstanden. So ist es z. B. für eine verlässliche Stromversorgung erforderlich, ausreichend Strom zu erzeugen, diesen zu den Verbrauchern zu transportieren und dabei die Stabilität des Stromnetzes aufrechtzuerhalten. Die zunehmende Einspeisung fluktuierender dezentraler Energien stellt die Aufrechterhaltung der Netzstabilität und damit die Sicherheit bei der Stromversorgung vor neue Herausforderungen.
Das Verteilnetz bildet mit derzeit 1,7 Mio. km Gesamtlänge 98 % des deutschen Stromnetzes und besteht aus Nieder-, Mittel- und Hochspannungsebene mit Spannungen von 230 V bis 110 kV. Ursprünglich hatte es primär die Aufgabe, Strom aus dem Übertragungsnetz an die Endverbraucher weiterzuleiten. Weil jedoch regenerative Energien an zahlreichen Orten direkt in das Verteilnetz einspeisen, muss es zusätzliche Funktionen übernehmen.
Als Virtuelles Kraftwerk bezeichnet man einen Zusammenschluss aus verschiedenen dezentralen, meist mit Erneuerbaren Energien betriebenen Stromerzeugungsanlagen. Aufgrund der zentralen Steuerung wirkt das Virtuelle Kraftwerk wie ein einzelnes Kraftwerk und ist in der Lage, Volatilitäten bei der Erzeugung auszugleichen.
Unter der Volatilität Erneuerbarer Energien wird verstanden, dass die Stromerzeugung aus bestimmten Erneuerbaren Energien witterungsbedingt sowie jahres- und tageszeitlich bedingt Schwankungen unterworfen ist. Betroffen ist davon insbesondere die Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie sowie in geringem Maße die Wasserkraft.
Die Volllaststunden bezeichnen die Stunden pro Jahr, in denen eine Anlage bezogen auf die von ihr tatsächlich bereitgestellte Energiemenge rechnerisch mit Nennleistung betrieben würde.
Das Vorbehaltsgebiet ist ein Instrument der Regionalplanung. In Vorbehaltsgebieten ist bestimmten Nutzungsformen gegenüber anderen ein besonderes Gewicht beizumessen. So kann beispielsweise der Windkraftnutzung in einem Vorbehaltsgebiet für die Windkraftnutzung gegenüber der Gewinnung von Bodenschätzen eine besondere Bedeutung eingeräumt werden.
Das Vorranggebiet ist ein Instrument der Regionalplanung und dient der Sicherung einer bestimmten Nutzungsform im Planungsraum. In einem Vorranggebiet für die Windkraftnutzung sind beispielsweise alle Nutzungsformen, die der Windkraftnutzung entgegenstehen, unzulässig.

WZ...wie Wasserkraftanlage und Zweirichtungszähler

 

Eine Wärmebrücke ist ein Gebäudebereich, bei dem der Wärmedurchgang wesentlich höher ist als bei den angrenzenden Bauteilen. Man unterscheidet zwischen konstruktiven, materialbedingten und geometrischen Wärmebrücken. Wärmebrücken sollten beim Bau oder der Sanierung eines Gebäudes unbedingt vermieden werden, da hier erhöhte Wärmeverluste auftreten und diese Stellen durch geringere Oberflächentemperaturen an der Innenseite anfällig für Kondensation und damit für Schimmelbildung sind. Typische konstruktive und materialbedingte Wärmebrücken sind zum Beispiel durchgehend betonierte Balkone, Befestigungselemente, nach außen reichende Anschlüsse, Rollladenkästen, Heizkörpernischen, Fensterbank- oder Dachanschlüsse. Geometrische Wärmebrücken, wie z. B. Gebäudeecken, erfordern entsprechende Wärmedämmmaßnahmen,   was insbesondere in Altbauten eine besondere Herausforderung darstellen kann.
Eine Wärmedämmung wird angebracht, um Gebäude vor Abkühlung und / oder Erwärmung zu schützen, Wärmebrücken zu beseitigen und somit den Energiebedarf zu reduzieren. Als Dämmstoffe werden Materialien eingesetzt, die eine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit (λ) aufweisen, darunter auch Recyclingmaterialien (z. B. Zellulose) und nachwachsende Rohstoffe (z. B. Holzfasern, Stroh, Schilf, Hanf, Flachs, Schafwolle). Dämmstoffe können entweder in Form von Platten und Matten an Decken und Wänden angebracht oder als Granulat / Flocken in Hohlräume eingebracht werden. Eine besondere Form der Dämmung stellen Vakuumdämmplatten dar. Diese bestehen aus gasdicht versiegelten und evakuierten Platten (mikroporöser Kieselsäure).
Eine Wärmepumpe nimmt mit einem Kollektor aus Luft, Wasser oder Erdreich Umgebungswärme auf und hebt das Temperaturniveau der Wärme durch den zusätzlichen Einsatz mechanischer Energie, in der Regel mittels eines Kompressors, auf ein Niveau, das für die Beheizung eines Wohngebäudes mit Flächenheizungen (z. B. eine Fußbodenheizung) ausreichend ist. Das Verhältnis der zusätzlich zugeführten Energie zur nutzbaren Wärme wird mit der Arbeitszahl beschrieben. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist.
Durch Wärmerückgewinnung wird Wärme, die einen technischen Prozess oder ein Gebäude verlässt (z. B. im Abwasser, in der Abluft oder in Abgasen), zur Erwärmung eines anderen Mediums verwendet und so wieder nutzbar gemacht. Dies geschieht entweder mittels Wärmeübertrager, in dem die Wärme vom abfließenden Stoffstrom auf einen kälteren, zufließenden Stoffstrom übertragen wird oder mittels Wärmepumpen, die es ermöglichen, Wärme auch auf Medien mit höherer Temperatur zu übertragen, wenngleich mit zusätzlichem Energieeinsatz. Durch die Rückführung der Wärme lässt sich ein erheblicher Anteil der sonst benötigten Energie einsparen.
Thermische Energie lässt sich in Form von Wärme oder Kälte speichern. Man unterscheidet sensible Wärmespeicher (Veränderung der „fühlbaren“ Temperatur bei Wärmeaufnahme und -abgabe), Latentwärmespeicher (Änderung des Aggregatzustandes) und thermochemische Speicher (Speicherung durch wärmeaufnehmende und -abgebende Reaktionen).
Wärmeübertrager (auch häufig Wärmetauscher genannt) übertragen Wärme von einem wärmeren auf einen kühleren Wärmeträger. Sie bestehen meist aus Metall, in der Regel wegen der guten Wärmeleitfähigkeit aus Kupfer oder Aluminium. In der Energietechnik kommen Wärmeübertrager z. B. in Heizanlagen, in Wärmerückgewinnungsanlagen, in der Kühltechnik oder in Dampfprozessen vor. Hochwertige Wärmeübertrager in Lüftungsanlagen von Gebäuden können über 90 % der Wärme aus der Abluft zurückgewinnen.
Eine Wasserkraftanlage wandelt die kinetische oder die potenzielle Energie von Wasser über eine oder mehrere Turbinen in mechanische Energie um, die in einem Generator zur Stromerzeugung genutzt wird. Unterschieden wird zwischen Laufwasserkraftwerken, Speicherkraftwerken und Pumpspeicherkraftwerken.
Ein Wechselrichter, auch Inverter genannt, wandelt Gleichstrom, welcher z. B. durch PV-Anlagen erzeugt wird, in Wechselstrom um, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.
Wechselstrom (alternating current, AC) bezeichnet elektrischen Strom, der seine Polarität periodisch und regelmäßig, in der Regel in Form einer Sinusschwingung, ändert.

bezeichnet eine Vielzahl von Schnittstellen verteilt über alle wertschöpfenden Prozesse und Geschäftsbereiche. Dies geht deutlich über die lineare Betrachtung einer Wertschöpfungskette (von der Rohstoffbereitstellung über die Rohstoffverarbeitung und Produktfertigung hin zum Endverbraucher) hinaus (Consumer Goods Forum (CGF) (www.theconsumergoodsforum.com), Rethinking the Value Chain (www.futurevaluenetwork.com)).

Die Windhöffigkeit beschreibt das durchschnittliche Windaufkommen an einem Standort und damit auch seine Eignung zur Nutzung der Windkraft. Sie  dient  der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Windkraftanlage an diesem Standort. Mit der über das Jahr gemittelten, in Nabenhöhe herrschenden Windgeschwindigkeit sowie der Häufigkeits- und Richtungsverteilung der Windgeschwindigkeiten können Ertragsprognosen erstellt werden.
Eine Windkraftanlage (WKA), häufig auch Windenergieanlage (WEA) genannt, nutzt die Kraft des Windes, um Rotoren in Bewegung zu setzen. Die Drehbewegung wird auf einen Generator übertragen, welcher die mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt. Anlagen mit einer Gesamthöhe von mehr als 50 m bedürfen einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung.
Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die in eine andere Leistung, z. B. mechanische, thermische, chemische oder akustische Leistung umgewandelt werden kann.
Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis der nutzbaren Leistung zur zugeführten Leistung, z. B. einer Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Wirkungsgrad ist nicht zu verwechseln mit dem Nutzungsgrad, der das Verhältnis von nutzbarer Energie zu zugeführter Energie während eines bestimmten Zeitraums beschreibt.
Ist eine Stromerzeugungsanlage mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden, muss die eingespeiste Strommenge gemessen werden, um Vergütungsansprüche geltend machen und einen eventuellen Eigenverbrauch bestimmen zu können. Ein Zweirichtungszähler ersetzt zwei Stromzähler, indem er der am Netzanschlusspunkt sowohl den vom Netz abgenommenen Strom misst, als auch die in das Netz eingespeiste Strommenge. Neben der damit verbundenen Platzersparnis liegt der Hauptvorteil des Zweirichtungszählers in der Möglichkeit einer saldierenden Zählweise, die beim Eigenverbrauch des erzeugten Stroms einen Mehrerlös bringt, wenn die eingesparten Strombezugskosten über der Einspeisevergütung liegen.