Die Bayerische Forstverwaltung und die im Landkreis aktiven drei Waldbesitzervereinigungen Mitterfels, Schierling und Straubing setzen sich konsequent für eine umweltverträgliche, nachhaltige und schonende Waldbewirtschaftung bei uns ein. Die knapp 30.000 ha privaten Wälder zu erhalten bedeutet für die ca. 11.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in unserer Region gleichzeitig, ihre Wälder und damit den Rohstoff Holz in all seinen Facetten als CO2-neutralen Energie- und Baustoff bereitzustellen und zu vermarkten.

Holz ist der bedeutendste, nachwachsende Rohstoff, den es im Landkreis Straubing-Bogen gibt. Holz produziert sich durch Wachsen der Waldbäume in den gut 31.000 ha Waldflächen des Landkreises Straubing-Bogen quasi von selbst. Neben der Verwendung von Holz als Bau und Werkstoff hat in den letzten zwei bis drei Jahren Holz als nachwachsender Energieträger in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln oder Holzpellets zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mit der ganzen Diskussion einer ökologischen und nachhaltigen Energienutzung und –versorgung wird diese Bedeutung in nächster Zukunft weiter deutlich zunehmen.

Mehr als 11.000 Waldbesitzer in der Region Straubing-Bogen leisten durch eine nachhaltige Forstwirtschaft die Sicherung des Ökosystems Wald. Ohne aktive und regelmäßige forstliche Nutzung würden sich andere, möglicherweise instabilere, Wälder entwickeln. Das Hauptprodukt der Waldbauern, nämlich Holz, wirkt zum einen über die Lebensdauer der Holzprodukte als Grundstoffspeicher und entzieht der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid. Zum anderen kann die Holzverwendung gleichzeitig Produkte ersetzen, für deren Herstellung umfangreiche fossile Rohstoffe verwendet und verbraucht werden müssten.

Auf einem Großteil der gut 31.000 ha Wald im Landkreis Straubing-Bogen kommt, ob vom Waldbesitzer gewollt oder nicht, ein Wandel in der Baumartenbestockung zu. Dieser wird sich bedingen durch eine Häufung von Schadflächen oder durch den kleinen bis großflächigen Ausfall reiner und nicht standortgemäßen Fichten-bestände, vor allem im südlichen Teil des Landkreises. Die Forstwirtschaft in Bayern und in unserem Landkreis ist der wohl vom Klimawandel am meist betroffendste Produktionszweig, da die Waldbesitzer in der Regel umwelt- und klimaabhängig arbeiten müssen, sie mit sehr langlebigen Individuen, sprich Bäumen bis über 100 Jahre alt arbeiten müssen und weil sie nur eine ortsfeste Produktion nutzen können.
Nach allen Prognoserechnungen der Klimaforschung werden sich die Jahresdurch-schnittstemperaturen in unserem Landkreis nach vorsichtiger Schätzung auf
ca. 10o C Jahresdurchschnittstemperatur im Flachland bewegen. Dies ist eine Steigerung von fast 20 Grad Celsius gegenüber den jetzigen Temperaturen und bedeutet Verhält-nisse, wie sie heute im Oberraingraben oder auch in Norditalien herrschen. Der Freistaat Bayern und damit die Bayerische Forstverwaltung fördert den gezielten Waldumbau hin zu mehr Mischbaumarten mit großer personeller und finanzieller Anstrengung. So ist geplant, dass jedes Jahr auf freiwilliger Basis ca. 50 ha bis 70 ha Wälder umgewandelt, d. h. mit klimastabileren Baumarten wie Buche, Edellaubhölzer, Douglasien oder Eichen angereichert werden. Dieser Waldumbau ist bereits in vollem Gange. Mit Fördersummen von ca. 2.000 € bis 5.000 € pro ha bezuschusst der Freistaat Bayern die einzelnen Waldbesitzer und hilft ihnen hiermit finanziell bei ihrem Waldumbau.


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