Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


WaldBezogen auf den Holzvorrat ist Deutschland das waldreichste Land Europas. Die Menge des nachwachsenden Holzes - im Schnitt wachsen in Deutschland jährlich rund 11 Festmeter pro Hektar heran - überstieg in den letzten Jahren deutlich die Menge des eingeschlagenen Holzes. Die größten Holzvorräte befinden sich in Privatwäldern, die mit 48% den höchsten Anteil der Waldfläche einnehmen.

Für die einzelne häusliche Feuerstätte steht Holz in Deutschland also in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Die Preise sind zwar in der Vergangenheit aufgrund der Nachfrage etwas gestiegen, von Verknappung kann aber noch nicht gesprochen werden. Ist eine größere Feuerungsanlage mit hohem Brennstoffbedarf geplant, sollten vor der Realisierung der Anlage aber die zur Verfügung stehenden Mengen, die Qualitäten und die Preise abgefragt werden. Denn je nach Region und abhängig von der Brennstoffqualität können die Unterschiede in Preis und Verfügbarkeit doch recht groß sein. So stehen in ländlichen Regionen mehr Holzressourcen zur Verfügung als in stark urbanisierten Gebieten. Auch die zu Verfügung stehende Logistik ist dementsprechend stärker oder schwächer ausgeprägt.

 

Potenzialstudien

Die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur wurden im Oktober 2014 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht. Demnach ist die Holznutzung auf hohem Niveau, dennoch ist der Holzvorrat seit der letzten Bundeswaldinventur im Jahr 2002 weiter angestiegen auf 336 m³ pro Hektar. Mit einem Gesamtvorrat von 3,7 Mrd. m³ steht im deutschen Wald mehr Holz als in jedem anderen Land der Europäischen Union. Es wurde weniger Holz genutzt als nachgewachsen ist: Holznutzung und natürliches Absterben von Bäumen machten nur 87 % des Zuwachses aus, die restlichen 13 % gingen in den Vorratsaufbau.

Diverse Potenzialstudien, die teils im Internet verfügbar sind, geben die Entwicklung in der Vergangenheit, den aktuellen Stand der Verfügbarkeiten und teils auch Prognosen für zukünftige Entwicklungen wider.

Für Bayern bietet der im zweijährigen Turnus erscheinende Energieholzmarktbericht einen Überblick über das Aufkommen und die Verwendung von Holz aus dem Wald und anderer Holzsortimente. Der Bericht wird im Auftrag des StMELF von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und C.A.R.M.E.N. erstellt. 

Informationen zur aktuellen Situation auf dem Rohholzmarkt in Bayern werden quartalsweise von der Bayerischen Forstverwaltung veröffentlicht. Die lokale Situation auf dem Holzmarkt, insbesondere auch zu den Holzpreisen und zum Energieholz, kann bei den Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzerverbänden erfragt werden.

Die Folgende Grafik zeigt die Nutzungsstruktur in Bayern nach Besitzarten:

Sortimentsaushaltung nach Wald-Besitzarten in Bayern 2016

Quelle: LWF Energieholzmarkt Bayern 2016 (2018)

 Publikationen und Informationen:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Hrsg.): Der Wald in Deutschland. Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur; Berlin 2014

Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (Hrsg): Energieholzmarktbericht Bayern 2016

Deutsche Säge- und Holzindustrie (Hrsg.): Faktenbuch der Säge- und Holzindustrie in Deutschland. Rohstofflage, Holzverwendung und Hintergründe; Berlin 2015

Bayerische Bodenzustandserhebung im Wald (BZE II)

Waldbesitzerportal Bayern

Weimar, Holger: Holzbilanzen 2013 bis 2015 für die Bundesrepublik Deutschland; Hamburg 2016

Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft: Energieholz nutzen - Nährstoffe bewahren; Freising 2016

 


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