Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Holzpellets sind ein gut handhabbarer, kompakter und sehr gleichmäßiger Holzbrennstoff. Lagerung, Transport und Verbrennung des Brennstoffes werden dadurch einfacher und gut automatisierbar. Heizkessel und Öfen können sehr kleine Abmessungen erhalten und sind sehr gut regelbar. Beste Verbrennungsqualität und geringste Schadstoffemissionen könne erzielt werden. Pelletheizkessel eignen sich besonders gut für die direkte Versorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern mit Wärme zum Heizen und zum Erwärmen des Trinkwassers. Pelletöfen bieten außerdem eine umweltfreundliche und in der Bedienung bequeme Alternative zu herkömmlichen Kaminöfen.

Holzpellets sind Presslinge aus naturbelassenem Holz, haupt-pellets11
sächlich aus Hobel- und Sägespänen. Durch das Pelletieren wird aus den losen Spänen ein sehr kompakter Brennstoff erzeugt, der trocken und gut rieselfähig ist und bei Transport und Lagerung nur wenig Platz erfordert. Durch die sehr gleichmäßigen guten Brennstoffeigenschaften können sehr kompakte Wärmeerzeuger mit einer relativ einfachen Anlagentechnik realisiert werden: automatische Pelletöfen und Pelletheizkessel mit nur sehr kleinem Lagerraumbedarf. Pellets haben einen für einen Holzbrennstoff hohen Heizwert von ca. 4,9 MWh/ t. Zum Vergleich: Heizöl hat einen etwa doppelt so hohen Heizwert.

Holzpellets werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Werden sie anstelle von Heizöl für die Wohnraumbeheizung und Trinkwassererwärmung verwendet, ist dies ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Zudem können Pelletheizungen Umweltgefahren vermindern: In hochwassergefährdeten Bereichen macht der Austausch einer Ölheizung gegen eine Pelletheizung besonders viel Sinn.

Holzpellets werden derzeit hauptsächlich aus naturbelassenen Sägespänen hergestellt. Es gibt aber auch Ansätze sie aus Material aus Kurzumtriebsplantagen (KUP) oder Waldrestholz herzustellen. Das Prinzip der Pelletierung basiert auf der Bildung von Festkörperbrücken durch die Bindung mit verklebenden Holzinhaltsstoffen, wie Wachs, Eiweiß oder Pektin. Um die Bindefähigkeit zu erhöhen und den Pelletiervorgang zu erleichtern ist es in Deutschland erlaubt Zusatzstoffe zuzugeben. Zugelassen sind Stärke, pflanzliches Paraffin oder Melasse. Meistens wird dafür Mais- oder Roggenmehl verwendet. Die Späne müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Die Körnung darf bis zu 4 mm betragen, aber der Feinanteil darf nicht „stauben“. Der Wassergehalt soll zwischen 10 und 15 % liegen, ansonsten ist eine Trocknung bzw. Befeuchtung von Nöten.

Augenscheinliche Qualitätsmerkmale für Holzpellets sind eine feste Struktur, ein geringer Staubanteil und eine glatte, glänzende Oberfläche.

Die internationale Norm DIN EN ISO 17225-2: Klassifizierung von Holzpellets ist seit 2014 gültig und löste die europaweit gültige Norm DIN EN 14961-2: Holzpellets für nichtindustrielle Verwendung ab. Auf deren Anforderungen beziehen sich die Zertifizierungen ENplus und DINplus.

Ein Handbuch zur Zertifizierung nach ENplus des DEPI (Deutsches Pelletinstitut) findet sich hier.

Sogenannten Premiumpellets, also Holzpellets hoher Qualität für Feuerstätten kleiner und mittlerer Leistung, sind gegenüber konventionellen Brennstoffen durchaus konkurrenzfähig – auch bei den Kosten. In den vergangenen Jahren sind die Preise für Holzpellets in Deutschland sogar gesunken. In 2016 lag der Preis für lose Ware im Mittel bei rund 235 € pro Tonne Holzpellets. Dies entspricht in etwa einem Preis von 0,48 € pro Liter Heizöl. Zwar sind meist Mindestabnahmemengen vorausgesetzt, aber auch Mengenrabatte können erzielt werden. Sackware wurde 2016 für rund 300 € pro Tonne angeboten. C.A.R.M.E.N. erhebt seit 2002 monatlich die Preisentwicklung bei Holzpellets.

Die so genannten Industriepellets, welche meist geringere Qualitäten aufweisen als die Premiumpellets, bewegen sich i.d.R. auf einem niedrigeren Preisniveau.

Informationen zur Preisentwicklung bei Premiumpellets sowie eine Liste mit Herstellern und Lieferanten von Holzpellets, Pelletheizanlagen und verschiedenen Komponenten finden Sie in unserer Infothek.

 

Seit der Markteinführung Ende der 1990er Jahre sind Nachfrage, Produktion und Produktionskapazität von Holzpellets stetig angestiegen. Dabei überstieg die produzierte Menge zu jeder Zeit die verbrauchte Menge und die Produktions­kapazität lag und liegt deutlich über der produzierten Menge. Das heißt im Moment und in absehbarer Zukunft ist nicht mit einer Versorgungsknappheit im Pelletsektor zu rechnen. Der Deutsche Pelletverband hat für 2017 einen Verbrauch von 2,2 Mio. t, eine Produktion von 2,3 Mio. t und eine Produktionskapazität von 3,4 Mio. t prognostiziert.



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