Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Individuelle Lösungen sind gefragt, je nach Größe der Anlage, der Topographie und des Brennstoffs …

 Lagerhallen

befahrbare BrennstoffhalleFreistehende Biomasseheizwerke werden in der Regel mit ebenerdigen befahrbaren Hackschnitzellagern im Anschluss an den Heizraum geplant. Die Einhausung soll luftig und offen gestaltet sein, um ein Nachtrocknen der Biomasse zu ermöglichen. Ein Radlader sorgt für die Aufbringung der Hackschnitzel auf die vorgesehene Austragungseinrichtung, häufig einem Schubboden. Dieser kann die gesamte Fläche des Brennstoffbunkers einnehmen, oder aber nur einen kleinen Teil einer Lagerhalle. Bei großzügig gestalteten Lagerhallen mit entsprechender Höhe können die Brennstofflieferanten das Hackgut so direkt in der Halle abkippen. Dabei besteht für den Betreiber auch die Möglichkeit, unterschiedlichen Hackgutqualitäten zu mischen.

Unterflursilo

Unterflursilo Landsberg am LechEine saubere, aber teure Lösung, stellt die Lagerung der Hackschnitzel in Unterflursilos dar und ist daher bei mittleren Anlagen in dichter bebauten Gebieten anzutreffen. Durch Abkippen des Brennstoffs vom Anhänger ist das Silo einfach zu befüllen. Auf die Anschaffung eines Radladers kann daher verzichtet werden. Ein Silodeckel sichert das Lager ab, was aber auch in Verbindung mit dem aus Stahlbeton gefertigten Bunker heißt, dass die Feuchtigkeit des Brennstoffs nicht entweichen kann. 
Anzustreben ist ein Füllgrad des Bunkervolumens von >70%, was bei einer kubischen Form des Silos möglich sein sollte. Andere Bunkerformen benötigen entweder mehrere Silodeckel oder Siloeinschubförderer.

Container

Ein mit dem Brennstofflierferanten abgestimmtes Konzept in Form von mobilen Hackschnitzelcontainern stellt eine kostengünstige Silovariante dar. Insbesondere bei kleineren Anlagen in einem Leistungsbereich bis zu wenigen hundert  kW oder auch beim nachträglichen Einbau einer Biomasseheizung können diese Wechselcontainer sinnvoll sein.  Aufgrund des geschlossenen Systems gibt es durch die Biomasseanlieferung keine Beeinträchtigung der unmittelbaren Nachbarschaft, etwa durch Staubentwicklung. Die Container sind mit  einem Schubboden ausgestattet.

Austragungssysteme

Schubboden leer CaprimaBlick auf einen jungfräulichen SchubbodenDie Fördereinrichtungen vom Brennstoffbunker zum Biomassekessel müssen auf die Stückigkeit des Brennstoffs abgestimmt sein. Gute Hackschnitzelqualitäten (geringe Kantenlänge, keine Störstoffe, geringer Wassergehalt) können mit Förderschnecken transportiert werden. Je höher die Leistung des Biomassekessels, desto eher können "schlechte" Brennstoffsortimente eingesetzt werden und desto eher sollten schiebende Fördereinrichtungen eingesetzt werden (z. B. hydraulische Schieber, Trogkettenförderer). Im mittleren und höheren Leistungsbereich von Holzheizwerken kommen daher in der Regel Schubböden zum Einsatz.


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