Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Die Lagerung von Hackschnitzeln dient dem Ausgleich des saisonal schwankenden Brennstoffangebots und des Wärmebedarfs der Verbraucher. Auch der Gedanke der Versorgungssicherheit spielt für den Anlagenbetreiber eine große Rolle.

 Brennstofflagerung eines großen Biomasseheizerks 3 MW mit Brennstoffbunker Lagerhalle und AußenlagerungGroßes Biomasseheizwerk (3 MW) mit Hackschnitzelbunker, Lagerhalle und FreigeländeDabei ist zwischen der Vorlagerung der Biomasse beim Brennstofflieferanten, der just in time das Heizwerk versorgt und der kurzfristigen Lagerung der Biomasse direkt beim Heizhaus mit unmittelbarer Anbindung an das Austragungssystem zu unterscheiden. Insbesondere größere Heizwerke mit entsprechend großzügiger Betriebsfläche betreiben zuweilen auch eine mittelfristige Lagerhaltung, wobei bereits bestehende Hallen oder auch Freiflächen sinnvoll genutzt werden und so einen kostenoptimierten Brennstoffeinkauf ermöglichen. 

Aus Kostengründen ist das unmittelbare Brennstofflager so klein wie möglich, aber so groß wie nötig zu dimensionieren.  In der Regel ist es ausreichend, wenn das Hackschnitzellager am Heizwerk einen Bedarf für fünf bis sieben Tage bei Nenn-Wärmeleistung des Holzheizkessels fassen kann; dies entspricht in der Regel fünf bis zehn Prozent des Jahresbedarfs an Holzbrennstoffen. Mit diesem Vorrat sollte es möglich sein, den Betrieb der Anlage auch im Winter über ein verlängertes Wochenende hinweg sicherzustellen. In schneereichen Regionen kann ein größerer Vorrat sinnvoll sein. Abgestimmt sollte das Fassungsvolumen auch auf die Transportkapazitäten der Anlieferungsfahrzeuge sein. Während ein landwirtschaftlicher Anhänger rund 20 m³ Hackgut anliefert, können es bei professionellen Brennstofflieferanten mit Container- oder Sattelzügen auch 80 m³ sein.

 

Der jährliche Biomasse-Brennstoffbedarf eines Heizwerks ist primär abhängig von der Summe des Jahresnutzwärmebedarfs aller an die Wärmeversorgungseinheit angeschlossenen Verbraucher.

Holzpellets werden in geschlossenen und trockenen Lagerräumen  oder Behältnissen gelagert. Montagefertig leiferbar sind z.B. Stahl-, Kunststoff- und Gewebetanks. Die Befüllung erfolgt meist pneumatisch, bei größeren Unterflursilos vereinzelt auch durch Abkippen. Die Austragung geschieht bei kleinen Lagern mittels Förderschnecken oder pneumatisch, bei größeren Lagern wird häufig eine Knickarm-Raumaustragung installiert.

Individuelle Lösungen sind gefragt, je nach Größe der Anlage, der Topographie und des Brennstoffs …


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