Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Hackgutqualitaeten bereit zum mischenBiomasseheizwerke in einem Leistungsbereich zwischen 100 kW und mehreren MW verbrennen in Deutschland überwiegend naturbelassene Holzhackschnitzel. Die Hauptfraktionen bilden dabei

  • - Waldrestholz
  • - Nebenprodukte aus der Sägeindustrie,
  • - Industrierestholz des Holzhandwerks,
  • - holziges Landschaftspflegematerial
  • - lediglich mechanisch bearbeitetes Altholz (Altholzkategorie AI)

 

Resthölzer aus der verarbeitenden Industrie, früher auch „Billigmacher“ genannt, sind am freien Markt mittlerweile ein knappes Gut. Sie wandern hauptsächlich in die Holzwerkstoff- bzw. Papierindustrie, werden zu Pellets verarbeitet oder werden direkt im firmeneigenen Biomasseheiz(kraft)werk verbrannt.

Brenstoffeinsatz BiomasseheizwerkeEine Auswertung der im Rahmen des „Gesamtkonzepts Nachwachsende Rohstoffe“ in Bayern geförderten Biomasseheizwerke zeigt, dass über 80% der in Hackgutanlagen verfeuerten Biomasse deshalb Waldrestholz ist. Das an die technische Ausstattung höhere Ansprüche stellende holzige Landschaftspflegematerial ist mit 3% vertreten, Tendenz steigend. Anzumerken ist, dass die Verbrennung von AI-Hölzern im Rahmen dieses Förderprogramms nicht erlaubt ist, sowie holzbe- und verarbeitende Betriebe von einer Förderung ausgeschlossen sind.

Holzpellets sind als komfortabler  Brennstoff für häusliche Feuerungen bekannt, zunehmend halten die Holzsticks aber auch Einzug in den größeren Leistungsbereich, insbesondere in dicht bebauten Gebieten. Auch wenn Holzpellets um etwa zwei Drittel teurer sind als Hackschnitzel, so können in Einzelfällen die Vorzüge dieses kompakten und normierten Brennstoffs überwiegen.

Aufgrund des Genehmigungsrechts werden deutschlandweit  in nur wenigen Biomasseheizwerken Agrarbrennstoffe wie Stroh, Miscanthus oder Getreide thermisch verwertet. Mit diesen Brennstoffen sind die Anlagen nämlich bereits ab 100 kW immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftig.

Brennstoff und Anlagentechnik müssen aufeinander abgestimmt sein. QM Holzheizwerke empfiehlt die Vereinbarung eines Referenzbrennstoffes zu Beginn der Planung. Sowohl Brennstofflieferant als auch Kesselhersteller werden im Verlauf der Projektrealisierung verpflichtet, diese Brennstoffqualität zu beachten. So muss der Hersteller des Holzheizkessels garantieren, dass Heizkessel und Brennstofffördereinrichtung mit dem Referenzbrennstoff funktionieren und dass der Heizkessel damit die vereinbarte Leistung erreicht. Der Lieferant ist für die stets zuverlässige Bereitstellung der vereinbarten Brennstoffqualität verantwortlich.


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