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Infoveranstaltung "Wärmegewinnung aus Biomasse" mit Besucherrekord

Straubing, 4. Dezember 2018 * (Pressemitteilung des TFZ) Rund 200 Besucher haben sich am 4. Dezember am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing über das Förderprogramm BioKlima informiert. Die Novelle der Richtlinie tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. Damit fördert der Freistaat Bayern künftig auch kleinere Biomasseheizwerke. Knapp einen Monat vor der offiziellen Einführung stand die novellierte Richtlinie in einer Sonderveranstaltung im Schulungs- und Ausstellungszentrum (SAZ) im Fokus. Bereits seit 2009 fördert Bayern Biomasseheizwerke im Rahmen des Förderprogramms BioKlima, um die Wärmeversorgung mit Nachwachsenden Rohstoffen zu stärken.

Die Veranstaltung fand gemeinsam mit dem Beraternetzwerk LandSchafftEnergie und C.A.R.M.E.N. e. V. im Rahmen der Informationsveranstaltung „Wärmegewinnung aus Biomasse“ statt, die es bereits seit vielen Jahren gibt. Das neue Förderprogramm stieß auf so reges Interesse, dass jeder Stuhl im Vortragsraum des SAZ besetzt war und noch etliche Stühle herangeschafft werden mussten.

Roland Dindaß vom Förderzentrum Biomasse am TFZ stellte die Neuerungen des Förderprogramms BioKlima im Detail vor. Bisher wurden Biomasseheizwerke erst ab einer Nennwärmeleistung von ca. 120 Kilowatt gefördert. „Mit der Novelle sind nun auch kleinere effiziente und umweltschonende Biomasseheizwerke ab einer Nennwärmeleistung von 60 Kilowatt zuwendungsfähig“, erklärte Dindaß. Damit wird der Kreis der potenziellen Antragsteller deutlich erweitert. Um die Fördergelder abgreifen zu können, sei wichtig, das Projekt vorab zu besprechen und den Antrag vor Maßnahmenbeginn am TFZ zu stellen, betonte der Experte des Förderzentrums Biomasse.

Zu effizientem Heizen mit Holz informierte Klaus Reisinger in seinem Vortrag. Der Projektleiter von LandSchafftEnergie erläuterte die Feuerungstechniken von Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletfeuerungen. Dabei ging er darauf ein, wie wirtschaftlich die Feuerungen sind, welche Fördergelder infrage kommen und welche Emissionsgrenzwerte jeweils vorgeschrieben sind. Die Details hierzu sind im TFZ-Bericht Nr. 8 nachzulesen (herunterzuladen unter: www.tfz.bayern.de/festbrennstoffe/publikationen/).

Bernhard Pex von der Abteilung Festbrennstoffe bei C.A.R.M.E.N. e. V. thematisierte, was zu beachten ist, um ein effizientes Nahwärmenetz aufzubauen. „Ein Nahwärmenetz ist nur dann sinnvoll zu betreiben, wenn die Wärmeabnehmer genügend dicht beieinander liegen“, sagte Pex. Für eine erfolgreiche Umsetzung sei elementar, dass in der Planungsphase der Energiebedarf der Liegenschaften fundiert erfasst wird und bereits vor Maßnahmenbeginn 70 Prozent der Wärmeabnahme vertraglich gesichert ist. „Der wichtigste Vorteil von Nahwärmenetzen ist immer die regionale Wertschöpfung“, betonte Pex. Auch die Einbindung von Solarenergie und Abwärme in biobasierte Nahwärmenetze ist in der Novelle von BioKlima neu geregelt und wird mit höheren Zuschüssen und angepassten Förderkriterien unterstützt.

Im Anschluss an die Vorträge beantworteten die Experten aus dem Förderzentrum Biomasse des TFZ und C.A.R.M.E.N. e.V. spezielle Fragen. Viele Gäste besuchten die Dauerausstellung Biomasseheizungen im Keller des SAZ und besichtigten dort die rund 70 Zentralheizungsanlagen. An diesem Tag (wie jeden ersten Dienstag im Monat) waren auch viele Firmenvertreter der ausgestellten Heizkessel anwesend, die zu ihren Produkten informierten. Insgesamt umfasst die Ausstellung rund 120 Exponate, darunter Kaminöfen, Scheitholzherde, elektrostatische Abscheider, Fernwärmeleitungen, Pufferspeicher, Pelletlager und Solarkollektoren.

Weitere Informationen zum Förderprogramm BioKlima sind unter www.tfz.bayern.de/bioklima zu finden, hier sind auch die drei Vorträge der Referenten hinterlegt.

Details zur Ausstellung Biomasseheizungen erhalten Sie unter www.tfz.bayern.de/biomasseheizungen.


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