Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Fachtagung am 3. Juni 2016 in Salzburg

Straubing, 8. April 2016 * AEE Intec veranstaltet am 03.06.2016 in Salzburg im Rahmen des Programms "klimaaktiv qm heizwerke" die Fachtagung "Wärmenetze der Zukunft". Die jährlich stattfindende Weiterbildungsveranstaltung "klimaaktiv qm heizwerke" erörtert die Frage, inwieweit neue Entwicklungen und Trends im Bereich Wärmenetz­technologien für bestehende und neue Biomassenah- und -fernwärmeprojekte zielführend eingesetzt werden können.

Der sinkende Wärmebedarf von Neubauobjekten, die Versorgung von Gebieten mit niedrigen Wärmedichten, die dezentrale Einbindung von (Niedertemperatur-) Wärmequellen oder Prosumern und die wirtschaftliche und ökologische Notwendigkeit einer verlustarmen Nah- und Fernwärmeversorgung erfordert neue Konzepte und Denkweisen. Schlagworte wie „Kalte Fernwärme“, „Niedertemperaturnetze“, „Smart Heating Grids“ oder „Bidirektionale Netze“ sind in aller Munde. Aber was steckt dahinter und inwieweit sind diese Technologien für bestehende und neue Biomasseheizwerke und Nahwärmenetze anwendbar?

Die Fachveranstaltung für Betreiber, Planer und Fachpublikum aus der Branche gibt Antwort auf diese und weitere Fragen aus Sicht der Wissenschaft und Forschung, sowie aus Sicht von Herstellern und Betreibern und soll dazu beitragen, neue Technologien vorzustellen und zur Praxisanwendung zu verhelfen.

Nähere Informationen und ein Anmeldeformular gibt es bei klimaaktiv.

 

"klimaaktiv qm heizwerke" ist ein Programm zur Verbesserung der Qualität und Steigerung der Effizienz von Biomasseheizwerken und Nahwärmenetzen.

 

Nachtrag 09.06.2016:

Zur Nachlese der Veranstaltung mit Möglichkeit zum Download der Präsentationen geht es hier.

 

Nachlesetext:

"In den Räumlichkeiten der Salzburg AG wurde in der diesjährigen klimaaktiv qm heizwerke Fachtagung "Wärmenetze der Zukunft" die Frage erörtert, inwieweit neue Entwicklungen und Trends im Bereich Wärmenetz­technologien für bestehende und neue Biomasse Nah- und Fernwärmeprojekte zielführend eingesetzt werden können. Rund 120 Personen, darunter AnlagenbetreiberInnen, FörderreferentInnen, HerstellervertreterInnen und MitarbeiterInnen von Wärmeversorgern und renommierten Planungsbüros sowie JournalistInnen, nahmen an der qm heizwerke Fachtagung teil.

Die Vorträge zeigten die große Bandbreite an aktuellen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf und stellten einzelne Technologieansätze und Demoprojekte dar, wie das Niedertemperaturnetz Salzburg Lehen, mit einer innovativen Wärmebereitstellung mit Fernwärme, Solarthermie und Wärmepumpe, oder das „kalte Nahwärmenetz“ in Wüstenrot, Deutschland.

Es hat sich gezeigt, dass es vielfältige Denk- und Lösungsansätze gibt um die Effizienz von Wärmenetzen zu erhöhen, unterschiedliche erneuerbare Wärmequellen zentral und dezentral einzubinden und um neue Versorgungsgebiete erschließen zu können. Die meisten dieser Technologien befinden sich jedoch noch in der Entwicklungsphase oder werden erstmals in Test- und Demonstrationsanlagen umgesetzt. Bislang sind noch keine „Patentrezepte“ oder standardisierte Lösungsansätze verfügbar, die in großer Breite angewendet werden können. Eine wichtige Botschaft der Veranstaltung ist, dass Nah- und Fernwärmenetze zukünftig nur einen Teil eines Gesamtenergiesystems darstellen und für Neu- und Ausbauten im Wärmenetzbereich ein breiterer und systemischer Denkansatz notwendig ist. Hier gilt es, aktuelle Lösungsansätze und Technologieentwicklungen sowie potentielle zukünftige Wärmequellen und Zusammenhänge mit anderen Energieversorgungssystemen mitzudenken, auch wenn vielleicht derzeit noch nicht alles technisch ausgereift bzw. wirtschaftlich umsetzbar ist.

Nachdem es sich bei Wärmenetzen der Zukunft nicht zwangsweise um neu errichtete Netze handelt, sondern es sich hierbei insbesondere auch um den Ausbau und die Modernisierung von bestehenden Netzen handelt, ist es unumgänglich zuerst die „Hausaufgaben“ zu machen. Nur wenn wir den aktuellen Stand der Technik und des Wissens im Bestand umsetzen und bestehende Netze sanieren und optimieren, können die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit bestehender Wärmenetze verbessert werden und gleichzeitig die Voraussetzungen geschaffen werden, weitere Schritte in die Zukunft zu gehen. Das Qualitätsmanagement qm heizwerke für Biomasseheizwerke und Nahwärmenetze gibt entsprechende Standards vor und unterstützt BetreiberInnen und PlannerInnen seit 10 Jahren bei der Errichtung effizienter Nahwärmeanlagen." (Quelle: www.klimaaktiv.at)

 

 

 


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