Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Seit dem 1. Januar 2015 gelten neue Regelungen der 1. BImSchV

Die Anforderungen an Schadstoffemissionen von Holzfeuerungsanlagen im häuslichen Umfeld sind gestiegen. Am 1. Januar 2015 traten neue Regelungen der Kleinfeuerungsverordnung (1. BImSchV) iFeuern Kraft. Einzelraumfeuerstätten, die bis Ende 1974 in Betrieb genommen wurden und die Einhaltung der Emissionsanforderungen nicht durch einen Herstellernachweis oder eine Emissionsmessung belegen konnten, dürfen seit 2015 nicht mehr weiter betrieben werden; sie müssen stillgelegt, ausgetauscht oder ggf. mit einem Feinstaubabscheider nachgerüstet werden. Gleiches gilt für alte  Zentralheizungsanlagen, die bis Ende 1994 in Betrieb genommen wurden und im Rahmen der wiederkehrenden Kaminkehrermessung die Emissionsgrenzwerte für Kohlenmonoxid und Staub der Stufe 1 der Verordnung nicht einhalten können.  Für Biomasseöfen und automatisch beschickte Zentralheizanlagen, die seit dem 01.01.2015 neu in Betrieb genommen werden, gelten fortan die strengen Emissionsanforderungen der Stufe 2 der Verordnung.

Die Kleinfeuerungsanlagenverordnung wurde als erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) erlassen. Sie betrifft vor allem Heizungen im häuslichen Bereich, egal ob mit Öl, Gas oder Biomasse befeuert, aber auch kleine und mittlere Holzheizwerke. Festgelegt sind u.a. die so genannten Regelbrennstoffe, also die Brennstoffe, mit denen die Feuerungsanlagen betrieben werden dürfen, dann die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte sowie die Überwachungsvorschriften und die Art und Weise der Ableitung von Rauchgasen. Ziel der Verordnung ist es, die in unmittelbarer Nähe der Feuerungsanlage auftretenden Immissionsbelastungen zu vermindern sowie eine effizientere Energieverwendung zu fördern. Als Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen gilt sie für Anlagen, die nicht unter die emissionsschutzrechtliche Genehmigungspflicht der 4. BImSchV fallen, d. h. für alle Holzfeuerungsanlagen unter 1.000 kW Feuerungswärmeleistung.

Nach jahrelangem Tauziehen trat am 22. März 2010 die novellierte 1. BImSchV vom 26. Januar 2010 in Kraft. Sie brachte im Bereich der Biomassefeuerungen wesentliche Änderungen mit sich. Verschärfte Anforderungen werden vor allem an neue Holzfeuerungen gestellt. Durch die Absenkung der Emissionsgrenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid in zwei zeitlich gestaffelten Stufen forciert die Bundesregierung den Einbau effizienter und emissionsarmer Anlagentechnik.
Für Altanlagen sind klare, ebenfalls zeitlich gestaffelte Regelungen für den Austausch oder die Ertüchtigung zur Verringerung des Feinstaubausstoßes (Staubabscheider) festgelegt. Die Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen sind allerdings relativ großzügig, so dass es für Betreiber bestehender Anlagen keinen Anlass zur Panik gibt.

Die neue Verordnung umfasst 19 Seiten. Die wichtigsten Bestimmungen für Biomasseheizkessel haben wir unter dem folgenden Link zusammengefasst: 1.BImSchV - Zusammenfassung Biomasseheizkessel . Die angegebenen Grenzwerte müssen im Praxisbetrieb erreicht werden, also bei der Kaminkehrermessung. Die eventuell vom Hersteller angegebenen Emissionswerte, die das Produkt unter Prüfbedingungen bei der Typprüfung erreicht hat, sind mit diesen Werten i.d.R. nicht identisch.

Weiterführende Informationen zur 1. BImSchV finden Sie hier.

Im Juli 2014 wurde ein Lenkungsausschuss gegründet, der sich unter anderem mit Beratungen, Information und Öffentlichkeitsarbeit um die 2. Stufe der 1. BImSchV befassen soll. In der Planung sind Publikationen, Vorträge, Fachgespräche und Messeauftritte. Nähere Informationen dazu bei der FNR

Nachtrag: Eine Nachlese zur Fachveranstaltung "Hackschnitzelheizungen 2015" vom November 2015 finden Sie hier.

 

 

Broschüre: Hackschnitzelheizungen 2015 - Was muss aktuell beachtet werden?

 


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