Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Mais ist aufgrund seiner hohen Ertragsleistungen pro Hektar und seinem vergleichsweise geringen Bedarf an Pflanzenschutzmitteln nach wie vor eine der effizientesten und wirtschaftlichsten Energiepflanzen in unseren Breitengraden. Silomais wird zwischen Mitte September und Anfang Oktober geerntet, dann besitzt die Ganzpflanze etwa 30 Prozent Trockensubstanz (TS).

In der Rinder- und Schweinehaltung ergibt sich ein enormes Potenzial für die Biogaserzeugung. Durch immer weiter wachsende Betriebe und gestiegene Umweltanforderungen an die Nutzung der Exkremente müssen Verwertungsmöglichkeiten für den anfallenden Wirtschaftsdünger (Gülle und Festmist) gefunden werden. Eine energetische Nutzung ist aus Klimasicht wichtig, um die Lageremissionen deutlich zu verringern.

Die Zuckerrübe gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eine Kulturpflanze, die zur Zuckergewinnung in Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut wird. Mit 17 bis 22 Prozent Zucker ist sie heute die zuckerreichste Pflanze in Europa.

Für die Erzeugung von GPS, Getreide-Ganzpflanzensilage, eignen sich nahezu alle Getreidearten. Auch Mischungen verschiedener Getreidearten sind denkbar, wenn ihre Reife zeitgleich erfolgt. Unter Einbeziehung der Standortgegebenheiten sollte die Getreideart ausgewählt werden, die erfahrungsgemäß den höchsten Trockenmasseertrag erbringt. Für einen großen Teil der landwirtschaftlichen Fläche wird dies Roggen oder Triticale sein.

Bereits seit einigen Jahren wird die Durchwachsene Silphie als vielversprechende Alternative zu Mais gehandelt. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie ist eine mehrjährige Pflanze und kann gut 15 Jahre genutzt werden. Sie wird auch als Becherpflanze bezeichnet, da die am Stängel zusammengewachsenen Blattpaare einen kleinen Becher bilden, mit dem die Pflanze Tauwasser auffangen und aufnehmen kann. Die Durchwachsene Silphie kann eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 m erreichen.

Die Verwendung von Grassilage in Biogasanlagen ist weit verbreitet. Wie bei Mais ist auch hier die Ernte und Nutzung gut mechanisierbar. Die Ernte erfolgt im absetzigen Verfahren, das angewelkte Gras wird mit einem Häcksler aufgenommen und anschließend abtransportiert.

Das Gärprodukt aus dem Fermenter wird bis zur Ausbringung auf die landwirtschaftlichen Flächen in einem Endlager gespeichert.

Über 90 Prozent der in Biogasanlagen in Deutschland eingesetzten Substrate sind Energiepflanzen und Wirtschaftsdünger. Sowohl auf die eingesetzte Masse als auch auf die gelieferte Energie bezogen überwiegen Energiepflanzen. Zu diesem Ergebnis kommt das Monitoring, das im Rahmen des EEG vom Deutschen Biomasse Forschungs Zentrum (DBFZ) durchgeführt wird.


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