Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


JahreswärmebilanzStraubing, 30. März 2014 * (schu) * Häufig ist eine ganzjährige Nutzung der Wärme von Biogasanlagen durch die Entfernung zu Bedarfsobjekten wie Wohnhäusern oder Gewerbeobjekten kaum möglich. Vor allem in den Sommermonaten ist ein deutlicher Überschuss an Niedertemperaturwärme vorhanden. Um sowohl die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage und auch die positive Umweltwirkung zu verbessern, kann die Verwendung dieser Energiemengen zur Trocknung landwirtschaftlicher Güter, die sich häufig meist im Umfeld einer Biogasanlage befinden, eine geeignete Maßnahme sein.

Potenziell geeignete Trocknungsgüter müssen sich insbesondere am sommerlichen Wärmeangebot der Biogasanlage orientieren (siehe Grafik). Getreide und Mais zum Beispiel fallen nur in einem kurzen Zeitfenster an. Während der Erntezeit sind dann sehr große Mengen zu verarbeiten, die über dem Wärmeangebot der meisten Biogasanlagen liegen. Eine längere Lagerung dieser Güter in feuchtem Zustand ist aber kaum möglich.

Ein gleichmäßiger Wärmebedarf kann sich bei der Bereitstellung von Holzbrennstoffen (Scheitholz, Hackschnitzel) einstellen. Auch ein Vorlagern über mehrere Wochen ist relativ unproblematisch. Regional unterschiedlich fallen in begrenztem Umfang z. B. auch Trockengüter wie Kräuter oder Hopfen an, die eine gute Option für Biogasanlagen darstellen können.

Eine detaillierte Aufstellung möglicher Trocknungsgüter, Trocknungstechniken und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen hat C.A.R.M.E.N. nun im Internet unter pdfwww.carmen-ev.de/biogas bereitgestellt.


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