Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 28. September 2017 * Vom 26. bis 27. September wurden auf dem Biogaskongress von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) in Bayreuth Entwicklungsmöglichkeiten der Biogasproduktion aufgezeigt.

Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR, und Dr. Martin Kunisch, Hauptgeschäftsführer des KTBL, betonten in ihren Begrüßungsworten die anhaltende Bedeutung der Biogaserzeugung für die deutsche Landwirtschaft und für die Energiebereitstellung. Wichtig seien hier die bedarfsgerechte Energieerzeugung und die Biomethanerzeugung für den Wärme- und Mobilitätssektor. Durch steigende Effizienz und sinkende Anwenderkosten von Methanaufbereitungsanlagen werde diese Technik auch für kleinere Anlagen interessant, so Schütte.

Ein wichtiges Thema des Kongresses war die Flexibilisierung von Biogasanlagen. Diese sei in einem breiten Feld technisch möglich und teilweise bereits in der Praxis umgesetzt, so Dr.-Ing. Jan Liebetrau vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ). Der Erfolg einer Flexibilisierung sei abhängig von der Gasverwertung, den vorgeschalteten Anlagenkomponenten sowie den Möglichkeiten den Betrieb umzustellen.

Anlagenbetreiber stehen mit dem Auslaufen der ersten Förderperiode nach 20 Betriebsjahren vor der Entscheidung, wie die Anlage weitergeführt werden sollte. Für das Modell der Ausschreibung sind laut Dr.-Ing. Gerd Reinhold von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) viele technische Vorleistungen, wie unter anderem doppelte Überbauung, Umwallung oder 150 Tage Verweilzeit im gasdichten Raum, notwendig. Insgesamt ist im Einzelfall zu prüfen, wie die Überbauung umsetzbar ist und mit welchem Gebot bei der Ausschreibung teilgenommen wird.

Im Rahmen des Kongresses wurde eine wissenschaftliche Posterausstellung vorgestellt. Die 30 Kongressbeiträge und die Kurzfassungen der ca. 50 ausgestellten Posterbeiträge sind im Tagungsband „Biogas in der Landwirtschaft – Stand und Perspektiven“ enthalten, welcher beim KTBL erhältlich ist.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.fnr.de & www.ktbl.de


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