Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 07. Juli 2017 * Im Verbundprojekt „Monitoring des Biomethan-Produktionsprozesses“ (MONA) werden die verschiedenen Aufbereitungsprozesse für Biomethan genauer betrachtet. Abschließend schnitten die Aminwäschen bezüglich der Methanemissionen von allen untersuchten Verfahren am besten ab. Mit Aufbereitungskosten von 0,66 bis 0,83 Cent pro kWhHs hatten die untersuchten Anlagen mit einem Aufbereitungsvolumen von 2.800 mn³/h Rohgas die Nase vorne.

Betrachtet wurden zwischen 2011 und 2015 in Deutschland betriebene Biogasaufbereitungsanlagen. Die Untersuchung umfasste drei Anlagen mit Aminwäsche, eine mit Membranverfahren und jeweils zwei mit Druckwechseladsorption und Druckwasserwäsche.

Im Vordergrund des Projekts stand die Analyse von Betrieb, Technik, Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen. Die untersuchten Aminwäschen emittierten mit durchschnittlich 0,04 - 0,12 Vol.-% am wenigsten Methan, gefolgt von der Druckwasserwäsche mit 1,3 Vol.-% und der Druckwechseladsorption mit 1 - 1,6 Vol.-%. Die untersuchte Membrananlage, die zum Prüfzeitpunkt jüngste Aufbereitungstechnologie im Test, wies mit 4,1 Vol.-% den höchsten Methanschlupf auf. Damit lagen bis auf die Aminwäsche alle Anlagen über dem nach Gasnetzzugangsverordnung zugelassenen Grenzwert von 0,2 Vol.-% und bedürften daher einer Abgasnachbehandlung.

Die niedrigsten Aufbereitungskosten hatten aufgrund von Größendegressionseffekten die Anlagen mit einem Aufbereitungsvolumen von 2.800 mn³/h Rohgas. Mit bis zu 2,3 ct/kWhHs (Euro-Cent pro Kilowattstunde unterer Heizwert) verursachten die kleinsten Anlagen mit einem Aufbereitungsvolumen bis 500 mn³/h Rohgas die höchsten Kosten. Daher ist bei zunehmender Anlagengröße von einer weiteren Senkung der Kosten auszugehen.

Hervorzuheben ist laut den beteiligten Akteuren, dass seit Projektbeginn deutliche Markt- und Technologieentwicklungen stattgefunden haben. Allgemeingültige Aussagen sind demnach nur mit umfangreicher Untersuchung möglich.

Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Die Erkenntnisse dieses Projektes sind unter anderem in das KTBL-Online-Berechnungstool „Wirtschaftlichkeitsrechner Biogas“ eingeflossen. Dort kann nun, je nach Aufbereitungsvolumina, zwischen verschiedenen Ausbereitungsverfahren gewählt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fnr.de.


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