Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 04. Juli 2017 * „Blüte, Biene, Biogas – Artenvielfalt auf dem Energieacker“ lautete das Motto einer Feldbegehung am Fachzentrum Schwarzenau in Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum Bienen.

An einem von neun Informations- und Demonstrationszentren für Energiepflanzenanbau (I&D Energiepflanzen) Bayerns forschen Mitarbeiter der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Landesanstalt für Wein und Gartenbau aus Veithöchsheim (LWG) sowie des Technologie- und Förderzentrums Straubing (TFZ) auf Demonstrationsparzellen an unterschiedlichen Energiepflanzen.

 Auf der Fläche werden neben klassischen landwirtschaftlichen Kulturen wie Mais und Getreide in unterschiedlichen Anbausystemen auch neue und wiederentdeckte Energiepflanzen für Biogasanlagen untersucht.

„Um die Ertragsstabilität in der Biogas-Substratproduktion langfristig aufrecht zu erhalten, kann Mais in Fruchtfolgen mit Getreide, Ackerfutter und auch unbekannteren Kulturen wie Buchweizen, Amarant und Quinoa gestellt werden“, berichtet Maria Bär, Projektkoordinatorin für Biomasse an der LfL.

„Optimierte Anbausysteme mit diesen Kulturen erhöhen die Artenvielfalt auf dem Acker, reduzieren Erosion und Krankheiten und besitzen eine positive Wirkung auf den Humushaushalt und die Bodenfruchtbarkeit“, so Bär. Zudem werden auch Dauerkulturen wie die durchwachsene Silphie und Wildpflanzen immer häufiger als Biogassubstrate eingesetzt. Neben Biomasse bieten sie auch hochwertige Lebensräume für Wildtiere.

Zentraler Punkt der Veranstaltung waren sogenannte Getreide-Leguminosen-Gemenge für die energetische Nutzung. Zu sehen waren eine Fläche Wickroggen (Mischung aus Getreideroggen und der Leguminose Zottelwicke) und eine Fläche Triticale-Erbse zu sehen.

Vor allem im ökologischen Landbau haben diese Anbausysteme Tradition, da sie Stickstoff fixieren und Unkraut unterdrücken können. Heute werden Wickroggen und Triticale-Erbse auch als Biogassubstrat verwendet. „Leguminosen-Getreide-Gemenge bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern haben auch ökologische Vorteile und bieten Nahrung für Insekten“, sagte Tatjana Lunenberg vom TFZ Straubing. Denn im Vordergrund der Veranstaltung standen neben den Energiepflanzen auch die Bienen.

Nach der Feldbegehung referierte Ingrid Illies vom LWG Fachzentrum Bienen zum Thema „Energie aus Wildpflanzen – Chancen für Bienen und Imker?“ „Wildpflanzen als Energiepflanzen können für Honigbienen in trachtloser Zeit wichtige Nektar- und Pollenspender sein“, stellte Illies fest. Die Hoffnung, dass Wildpflanzenmischungen und Energiepflanzen wie die durchwachsene Silphie der Imkerei zusätzliche Honigernten liefern, hätten sich in den Untersuchungen des Fachzentrums Bienen jedoch nicht bestätigt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.infranken.de/regional/kitzingen/Artenvielfalt-auf-dem-Energieacker-eine-Chance-fuer-die-Bienen;art218,2745616


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