Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 08. Juni 2017 * Das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart hat ein neues Verfahren für die zur Aufkonzentration genutzte Aminwäsche mit deutlichen Energieeinsparungspotenzialen entwickelt. Damit wird das Biogas zu Bioerdgas aufgereinigt, bevor es in das Erdgasnetz eingespeist wird.

Durch die Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz kann Biogas zeit- und ortsunabhängig produziert und genutzt werden. Dazu muss jedoch das Biogas zu Biomethan aufbereitet werden. Mit einem energie- und kosteneffizienten Gasreinigungsprozess von Biogas zu Biomethan kann dieser auch für kleinere Anlagen wirtschaftlich sein und es entstehen neue Aufbereitungspotenziale. Das nun entwickelte optimierte Verfahren treibt das abgetrennte CO2 bei Temperaturen um 80 Grad Celsius aus der Absorberlösung aus. Im Rahmen der klassischen Aminwäsche geschieht das bei 120 Grad Celsius.

Das Verfahren benötigt Absorberflüssigkeiten, welche eine hohe CO2-Aufnahmekapazität aufweisen und unter dem Einfluss von Sauerstoff stabil bleiben. Die Forschungsgruppe hat dies mit dem Einsatz von Aminosäuresalzlösungen als Absorptionsmittel umgesetzt und in einer Technikumsanlage geprüft. Die im Verfahren eingesetzten wasserlöslichen Aminosäureverbindungen werden zudem auf biologischem Weg hergestellt und sind biologisch abbaubar.

Gefördert wurde das Projekt „Aminosäuresalzlösungen zur Biogasaufbereitung mit innovativer Lösungsmittelregeneration“ (ABIGAIL) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über dem Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).

Der Abschlussbericht kann auf www.fnr.de unter dem Förderkennzeichen 22009013 eingesehen werden.


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