Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 24. Januar 2017 * Die Kosten für die Verringerung von Treibhausgasen steigen immer weiter an. In diesem Zusammenhang wir Biomasse als Rohstoff immer wichtiger, da es sich hierbei um eine Kohlenstoffressource mit hoher Energiedichte handelt. Dem stimmte auch die baden-württembergische Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, bei der Eröffnung der Biogas Infotage 2017 am 18. Januar 2017 in Ulm zu. Sie merkte jedoch an, dass Biomasse ein wertvolles aber ebenso knappes Gut sei, das außerhalb der Nahrungsmittelproduktion mit Bedacht eingesetzt werden solle. Daher habe die Bioenergieproduktion insbesondere durch organische Nebenprodukte und Reststoffe wie Gülle, Mist oder Maisstroh zu erfolgen.

Außerdem, so die Staatssekretärin, solle Biomasse gezielt dort eingesetzt werden, wo sie sowohl für das Energiesystem, als auch für den Klimaschutz einen maximalen Nutzen erbringt. Als Beispiele wurden hier der Flugverkehr und Industrieprozesse mit mittleren und hohen Temperaturen genannt. Im Idealfall werde Biomasse aber erst stofflich, als Baumaterial oder biobasierter Grundstoff für die chemische Industrie genutzt. Friedlinde Gurr-Hirsch beschrieb das Konzept einer Nachhaltigen Bioökonomie, das in Baden-Württemberg bereits verfolgt wird.

Bioökonomie verfolgt ein langfristiges Ziel, einen Wandel weg von einer fossil- und hin zu einer biomassebasierten Wirtschaft. In diesem Prozess kommt den Nachwachsenden Rohstoffen eine entscheidende Rolle in der sich neu entwickelnden Wertschöpfungskette zu.

In Ulm wurden zwei Tage lang alle Aspekte der Bioenergie betrachtet. Das Themenfeld reichte von Pflanzenbau über die Anlagentechnik, ökonomischen und ökologischen Fragen, Biologie und Biochemie bis hin zu neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnissen. Auch C.A.R.M.E.N. e.V. durfte bei dieser Veranstaltung nicht fehlen. Mit einem Messestand und einem Vortrag zum Thema „Die Neuinbetriebnahme einer Biogasanlage im EEG 2004 aus Sicht von C.A.R.M.E.N. e.V.“ von Ulrich Kilburg, leistete auch das Netzwerk einen Beitrag zu dieser gelungenen Messe.

 

 


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok