Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 24. Januar 2017 * Das Land Niedersachsen übernimmt 2017 den Vorsitz in der Agrarministerkonferenz und hat sich in dieser Rolle zum Ziel gesetzt, bei der Energieproduktion aus Biomasse auf den Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Als Bundesland mit der höchsten installierten Biogas-Leistung in Deutschland ist Niedersachsen auch Hochburg der Geflügel- und Schweinehaltung. Durch diese Formen der Landnutzung dominiert der Maisanbau mit über 60 Prozent der Ackerflächen das Landschaftsbild. Allerdings ist aktuell keine der 15 möglichen Fördermaßnahmen dazu geeignet, Mais durch ein alternatives Substrat für die Biogaserzeugung zu ersetzen.

Zwar ist die Anlage von ein- und mehrjährigen Blühstreifen in der GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur & Küstenschutz) förderfähig, jedoch darf der Aufwuchs grundsätzlich nicht genutzt werden. Eine Fördermaßnahme für mehrjährig nutzbare Wildpflanzen zur Biomasseproduktion ist in keinem Bundesland vorgesehen. Das Netzwerk Lebensraum Feldflur fordert nun die Nutzung des Aufwuchses mehrjähriger Blühflächen im Rahmen der GAK.

Biomasseproduktion ermöglicht, anders als bei der Futtermittel- und Nahrungsproduktion, unterschiedliche Pflanzenarten in Mischung anzubauen und den gesamten Aufwuchs für Biogasanlagen zu nutzen. Heimische Wild- und Kulturarten erreichen bei vergleichsweise geringen Investitions- und Pflegekosten inzwischen über 80 Prozent des Methanertrages je Hektar vom Mais. Zudem haben sie viele ökologische Vorteile. Sie bieten Nahrung und Deckung für Wild, Vögel und Insekten, erhöhen den Erholungswert und werten das Landschaftsbild auf.

Weitere Informationen finden Sie unter http://lebensraum-brache.de/

 

 

 

 


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