Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 15. November 2016 * Für Biogasanlagen bestehen im Zusammenhang mit dem Stromsteuergesetz zwei Möglichkeiten, der Strom kann entweder steuerbefreit oder steuerbegünstigt bezogen werden. Dieser Aspekt ist vor allem dann relevant, wenn eine Überschusseinspeisung stattfindet, oder wenn durch vergünstigten Bezugsstrom Kosten gespart werden können.

 

Es gibt verschiedene Szenarien für Stromsteuerbefreiungen bzw. -entlastungen. Bei klassischen Überschusseinspeisen ist beispielsweise der Eigenverbrauchsstrom auch weiter steuerbefreit. Im Gegensatz hierzu ist eine „kaufmännisch-bilanzielle Volleinspeisung“ (d.h. der vollständige Verkauf des erzeugten Stroms und ein Zukauf des benötigten Stroms) aufgrund von Änderungen des StromStG und des EEG 2017 nicht mehr steuerbefreit. Als Alternative oder Ergänzung ist eine nachträgliche Stromsteuerentlastung möglich.

Schlussendlich bleiben für Anlagenbetreiber in Zukunft lediglich drei Optionen.

  • Steuerbefreiung nach § 9 Abs. 1 Nr.2 für den Kraftwerkseigenverbrauch (reiner Stromverbrauch des BHKW) für Volleinspeiser

  • Steuerbefreiung nach § 9 Abs. 1 Nr.1-3 für Überschusseinspeiser im engen Sinn und den Direktverkauf an Dritte ohne Nutzung der EEG-Vergütung bzw. der Marktprämie

  • Für alle anderen bleibt die Möglichkeit der Entlastung nach § 9b und § 10

 

In allen Fällen ist jedoch eine Beachtung der Fristen, welche meist zum Jahresende ablaufen, unumgänglich.

Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE-Stromsteuergesetz-StromStG-bei-Biogasanlagen/$file/16-10-24_Stromsteuer.pdf


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