Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 04. Oktober 2016 * In Biogasanlagen entsteht nicht nur Methan, ca. die Hälfte des produzierten Rohbiogases besteht aus CO2. Will dann der Anlagenbetreiber aufbereitetes Biogas, d.h. Biomethan in das Erdgasnetz einspeisen, muss das CO2 in einem aufwändigen Verfahren abgetrennt werden. Durch ein neuartiges Verfahren könnte dieser Schritt überflüssig werden: Mittels mikrobieller Elektrosynthese könnte das CO2 in Methan umgewandelt werden.

Bei einer mikrobiellen Elektrosynthese nehmen spezielle „elektroaktive“ Mikroorganismen Elektronen an einer Kathode auf und machen damit aus CO2 verschiedene Produkte wie beispielsweise Methan. Als Elektronenquelle kann hier elektrischer Strom aus Erneuerbaren Energien verwendet werden. Im Projekt MIKE („Methanisierung von CO2 aus Biogas mittels mikrobieller Elektrosynthese“) soll Überschussstrom aus Solar- und Windkraftanlagen genutzt werden.

Ziel des Verfahrens ist nicht nur die Steigerung der Methanproduktion der Biogasanlage, sondern auch die Nutzung und Speicherung von Stromüberschüssen in einem chemischen Energieträger. Das aufbereitete Biogas lässt sich nun in das bestehende Erdgasnetz einspeisen und kann jetzt bei Bedarf wieder zur Stromerzeugung genutzt werden oder in der chemischen Industrie stofflich verwendet werden. Eine teure Aufbereitungsanlage wäre mit diesem Verfahren überflüssig.

Der Startschuss für das Projekt fiel am 1. September 2016. Es wird im Rahmen der Initiative „CO2Plus - Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über den Projektträger Jülich gefördert und soll 3 Jahre laufen.

 


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