Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 02. September 2016 * Im Rahmen der 2015 veröffentlichten „Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und der Qualität von Kulturpflanzen durch Pflanzenzüchtung“ reichte die Firma Saaten Zeller ein Projekt zur züchterischen Weiterentwicklung von Wildpflanzenmischungen ein. Ziel des Vorhabens ist es, die Ökonomie der Wildpflanzenmischungen für die Biogasproduktion zu verbessern. Zum einen sollen die Erträge von heimischen Wildpflanzen erhöht werden, zum anderen soll durch die Beimischung von Leguminosen eine Verringerung des Stickstoffbedarfs erreicht werden.

Während die positiven ökologischen Effekte der Wildpflanzenmischungen (Bienenweide, weniger Pflanzenschutzmittel etc.) bereits bekannt sind, besteht aus ökonomischer Sicht noch Verbesserungsbedarf. Da die Methanhektarerträge der aktuellen Mischungen im Vergleich zu Silomais gerade mal die Hälfte betragen.

Im Laufe des Projekts sollen insbesondere die ertragsstärkeren Wildpflanzen untersucht werden. Die vielversprechendsten Arten sind derzeit Rainfarn und Beifuß, außerdem werden Wegwarte, Goldrute, Eibisch und Alant genauer betrachtet. Um die Stickstofffixierung im Boden zu ermöglichen werden beispielsweise Steinklee und Geißraute miteinbezogen. Der ohnehin bereits niedrige Düngebedarf von Wildpflanzenmischungen könnte so nochmals sinken.

Teil des Projekts ist zudem die Sammlung von Wildpflanzen-Populationen und deren Kreuzungen (um eine hohe genetische Ausgangsvariabilität zu schaffen), die Selektion, Saatgutproduktion und -vermehrung sowie eine technische Saatgutveredelung durch Pillierung.

Die Forscher erwarten eine hohe Ertragssteigerung, da die Wildpflanzen bisher noch nicht züchterisch bearbeitet wurden. Die Ertragssteigerung ist jedoch nicht die einzige Herausforderung, insbesondere ein möglichst einheitlicher Erntezeitpunkt ist schwierig zu erreichen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fnr.deunter dem Förderkennzeichen 22025015.

 


Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.