Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.


Straubing, 02. Juni 2016 (*cli*) Um unabhängige Beratungskompetenz zu bündeln hat sich in Kassel eine neue Initiative von Unternehmen und Wissenschaftlern zusammengefunden. Diese Gruppe will sowohl Anlaufstelle für Biogasanlagen, als auch für die Politik sein. Die Initiative „Die Fl<ex>perten“ wurde am 17. Mai 2016 ins Leben gerufen. Eine ihrer Kernbotschaften lautet: „Bioenergie ist die einzige flexibel regelbare Öko-Stromquelle und, richtig eingesetzt, wertvoll und kostengünstiger als ihr Ruf.“ Laut den Mitgliedern des Zusammenschlusses war der Stopp beim Neubau von Biogasanlagen durch die Novellierung des EEG 2014 ein Fehler. Sie fordern durch eine erneute Anpassung des EEGs den Neubau wiederzubeleben und den Bestand an Biogasanlagen zusichern.

Außerdem haben es sich die „Fl<ex>perten“ zur Aufgabe gemacht, die Bestandsanlagen an die sich verändernde Stromerzeugungsstruktur der Energiewende anzupassen. Da diese in zunehmendem Maße durch die witterungsabhängige Erzeugung von Wind- und Solarstrom geprägt wird, sehen die „Fl<ex>perten das Potenzial von Biogasstrom in einer konsequenten Ausrichtung der Stromeinspeisung auf wind- und solarschwache Zeiten. Bei der Auftaktveranstaltung betonte einer der Moderatoren, Adi Golbach: „Bioenergie kann damit als einzige erneuerbare Energie auch zur Versorgungsicherheit beitragen“. Diese Annahme wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung durch Beiträge aus der Wissenschaft, von der Fraunhofer Gesellschaft IWES, der TH Ingolstadt, BET Aachen und CUBE Engineering bekräftigt.

Derzeit wird der Großteil der Biogasanlagen noch im Dauerbetrieb geführt. Auch die Wärmeabnahme ist bei einigen Betrieben noch nicht endgültig geregelt. Im Hinblick auf Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit müsse dies, wo die Möglichkeit besteht, geändert werden, so die Initiative.

„Bei geeigneten Bestandsanlagen sollte bereits jetzt mit Hilfe der EEG-Flexibilitätsprämie die elektrische Leistung deutlich mehr als verdoppelt werden. Hochflexible, dezentrale Blockheizkraftwerke (BHKW) sind als Erzeuger wichtig für die Versorgungssicherheit in der Energiewende. Sie entlasten außerdem die Stromnetze und den erforderlichen Ausbau. Mit dem notwendigen Sachverstand konzipiert, verbessert die Investition die Ertragskraft sofort. Langfristig bietet der steigende Wert von Spitzenstrom die Chance, auch ohne EEG-Förderung am Netz zu bleiben“, erklärt der Flexibilitätsexperte Uwe Welteke-Fabricius in seinem Eröffnungsvortrag.

Es sollen in erster Linie Betreiber bei der Umstrukturierung ihrer Anlagen unterstütz werden, daher haben sich allen voran Hersteller, Planer und Wissenschaftler in der Initiative „Die Fl<ex>perten“ zusammengetan. Sie wollen den Biogasanlagenbetreibern Informationen, herstellerunabhängige Beratung und ein Netzwerk von Dienstleistern mit entsprechendem Knowhow zur Verfügung stellen. Außerdem soll den Branchenverbänden bei der Beratung der Politik in diesem Bereich unter die Arme gegriffen werden.

 

 


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