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FNR veröffentlicht aktualisierte Potenzialabschätzung für Deutschland

Straubing, 23. Mai 2016 (*cli*) Die FNR kommt in ihrer Potenzialabschätzung zu dem Ergebnis, dass 2050 rund ein Viertel des Primärenergiebedarfs der Bundesrepublik durch einheimische Biomasse gedeckt werden kann. Gesellschaftlicher Konsens und entsprechende Rahmenbedingungen sind laut FNR die Hauptvoraussetzungen für die Realisierung des Potenzials. Im Bereich Energiepflanzen und Reststoffe aus der Landwirtschaft sind noch große Steigerungen möglich. Das Potenzial sei hier erst zu einem Drittel ausgenutzt, so die FNR. Vor allem Energiepflanzen wie Mais, Raps, Rüben, Getreide, Gräser, aber auch Dauerkulturen wie die Durchwachsene Silphie, Wildpflanzenmischungen oder schnell wachsende Baumarten könnten zukünftig einen enormen Beitrag leisten. Insgesamt könnte der Energiepflanzenanbau von 2,2 Mio. ha im Jahr 2015, auch unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Restriktionen, auf 4 Mio. ha im Jahr 2050 erweitert werden. Der Anteil an der Energieerzeugung könnte hierdurch von 247 PJ auf 740 PJ steigen. Der zweitgrößte Bereich aus der Landwirtschaft ist der FNR zufolge das bisher noch wenig energetisch genutzte Stroh. Jährlich würden, nach Abzug der für die Humusreproduktion benötigten Mengen, ca. 10 Mio. Tonne zur Verfügung stehen, so die FNR. An Platz drei stünden Gülle und Mist, die erst zur Hälfte energetisch genutzt werden. Eine geringe Rolle spielten landwirtschaftliche Reststoffe wie Ernterückstände.

 An zweiter Stelle steht der FNR zufolge das Energieholz. Dies wird jedoch bereits zu zwei Drittel genutzt. Größere ungenutzte Potenziale bestünden bei Waldholz, d.h. bei Holz aus Durchforstung und Kronenresten etc. Auch Landschaftspflegeholz könnte noch kleinere Anteile leisten. Bereits weitestgehend genutzt würden, laut FNR, Industrie- und Altholz.

Organische Rest- und Abfallstoffe, z.B. aus Grünflächenpflege, der Biotonne oder aus Gewerbe und Industrie werden bereits heute gut genutzt und bieten daher ein geringes Potenzial.

Im Jahr 2015 hatte Deutschland einen Primärenergieverbrauch von 13.306 PJ, 8 % davon konnten durch Bioenergie gedeckt werden. Experten erwarten, dass der Primärenergiebedarf bis 2050 auf ca. 6.900 PJ sinken wird, so die FNR. Würden dann alle vorhandenen Biomassepotenziale energetisch bzw. über Kaskadennutzung zuerst stofflich und anschließend energetisch genutzt, könnte über ein Viertel der benötigten Primärenergie aus Bioenergie stammen.

Weitere Informationen zur der Analyse finden Sie unter: http://www.fnr.de/

 


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